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Bad Doberan Eitle Gockel lassen Federn
Mecklenburg Bad Doberan Eitle Gockel lassen Federn
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00:00 18.03.2013
Ärzte-Sketch der „Sonny Boys“ Georg Haufler und Manfred Schlosser. Quelle: Andreas Golz
Rostock

Diese Compagnie-Inszenierung „Sonny Boys“ verheißt der Bühne 602 in Rostock noch viele vergnügliche Abende. Willie Clark und Al Lewis haben als Komiker-Duo „Sonny Boys“ jahrzehntelang dafür gesorgt, dass sich das Publikum vor Freude die Schenkel wund drosch. Doch hinter der Bühne waren Clark und Lewis impertinente Kotzbrocken, die sich nicht ausstehen konnten.

Irgendwann kippte diese unheilvolle Allianz: Aus, vorbei!

Nun lavieren die beiden Haudegen, jeder für sich, verkümmert in ihren Bleiben und schnarchen die Träume ihrer Erinnerungen. Bis Ben, Willies Neffe und Agent, mit der Avance kommt, das Fernsehen wolle eine Nostalgieshow des Varietés bringen und Al und Willie gehörten selbstredend dazu. Sie müssten nach Jahren der kommunikativen Askese nur noch mal proben ...

„Ich mache mit, bin aber dagegen“, kann Willie noch sagen. Dann begegnen sich die Streithähne Al und Willie wie einst im Nahkampf, wo ihnen bei der gegenseitigen Aversion permanent die Kämme schwollen. Doch ach, nun lassen die eitlen Gockel die Federn …

Eine herrliche Komödie von Neil Simon, ebenso herrlich inszeniert für die Compagnie von Christoph Gottschalch. Ein starkes Team mit zwei Sekundanten und zwei Protagonisten. Beatrice Ehrler famos als Krankenschwester: zunächst im Sketch die exaltierte Tussi mit der Marylin-Monroe-Vermächtnisfigur und dann von rauer Pragmatik als Samariterin an Willies Krankenbett. Fabian Ranglack taugt für seine Rolle als Ben sogar zum Hauptdarsteller; immer präsent, auch immer hippelig, ein heißer Kandidat für einen Herzkasper. Doch im Fokus tummeln sich die Rampenlampen Georg Haufler und Manfred Schlosser.

Für deren Parts als Willie und Al gibt es weit und breit keine Besseren. Idealbesetzung!

Christoph Gottschalch hat die Mimen Haufler und Schlosser auf Augenhöhe balanciert. Heraus kam ein wunderbares Rollenspiel, das sogar ohne Worte (wie bei „Al“ Schlossers Verlegenheitsstudie vor dem ersten Wiedersehen mit Willie) funktionierte. Zwei gleichgeschaltete Künstler voller Kraft und Spielfreude. Wie gewohnt zwar, aber auch wieder mit einer beeindruckenden Qualität.

Andreas Golz Nächste Vorstellung: 31. März, 20 Uhr in der Bühne 602

OZ

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