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Bad Doberan Eleganz und Anmut auf der Tanzfläche
Mecklenburg Bad Doberan Eleganz und Anmut auf der Tanzfläche
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00:01 16.10.2017
Maria Kretschmann und Carsten Wirth erlebten den Seesternpokal zum ersten Mal nicht als Helfer, sondern als Teilnehmer. FOTOS (3): THOMAS NIEBUHR
Rostock

Für Maria Kretschmann und Carsten Wirth war es ein ganz besonderer Abend. Seit Jahren helfen sie bei der Organisation und am Sonnabend durfte Mecklenburg-Vorpommerns bestes Tanzpaar nun zum ersten Mal selbst mit auf das Parkett. Der Seesternpokal brachte in Rostock wieder Spitzensport und Ballerlebnis zusammen – bereits zum 25. Mal.

Der 25. Seesternpokal vereinte wieder Spitzensport mit einem kulturellen Ereignis

„Diese Kombination ist vermutlich in Deutschland einmalig“, sagt Uwe Stäcker, der Vereinsvorsitzende des TC Seestern, der das Turnier ausrichtet. Stäcker freute sich über rund 800 Gäste in der ausverkauften Stadthalle. „Wir hätten auch noch mehr Karten verkaufen können.“ Auch der Zuspruch aus der deutschen Tanzsportszene für diese Art der Veranstaltung sei groß, weiß Uwe Stäcker zu berichten. Spitzenteams aus ganz Deutschland kämen inzwischen gern nach Rostock verrät Stefan Geipelt. Er ist der Turnierleiter, Tanzlehrer und Trainer. Oft kämen die Paare schon einen Tag vorher, um die Stadt und das Meer zu genießen.

Nur bundesweite Spitze wird eingeladen

„Wir haben Tänzer, die bei großen Meisterschaften in Finals standen“, berichtet Stefan Geipelt. 14 Latein- und fünf Standard-Paare der Sonderklasse gingen am Sonnabend an den Start, darunter diesmal die Rostocker Carsten Wirth und Maria Kretschmann. Der Seesternpokal ist ein reines Einladungsturnier für Teams auf dem höchsten nationalen Niveau, hebt Stefan Geipelt hervor.

Da sei es dann schon etwas Besonderes, ein einheimisches Paar auf der Starterliste zu haben. „Das ist der Lohn für viele Stunden harte Arbeit“, freut sich Carsten Wirth, der seit seiner Kindheit tanzt und nach einer Pause mit Freundin Maria vor einigen Jahren wieder voll durchstartete. Vor 800 Zuschauern aufzutreten und dann noch bei Live-Musik sei schon aufregend, gesteht Maria Kretschmann.

Zu den Favoriten zählt sie sich im Vorfeld nicht und und am Ende landet das Rostocker Paar auf dem vierten Platz. Allein bei diesem Turnier der Extraklasse und dann noch in Rostock starten zu dürfen, beschert beiden schon einen tollen Abend. Der Sieg bei den Standardtänzen ging nach Braunschweig, das beste Latein-Paar kam wie im Vorjahr aus Bremen.

Entwicklung vor 25 Jahren nicht zu ahnen

Die Jubiläumsauflage bot dem Publikum wieder alles, was den Seesternpokal ausmacht, die Verbindung von Tanzsport der Extraklasse mit einem kulturellen Ereignis. Zu ahnen war vor 25 Jahren nicht, dass das Turnier so eine Entwicklung nimmt, darüber sind sich Uwe Stäcker und Stefan Geipelt einig. Im Jahr 1992 sollte der traditionelle Pokal der Ostseeländer wiederbelebt werden, sagt Uwe Stäcker. Die erste Veranstaltung fand noch in einem Hotel in Lütten Klein statt, erinnert sich Stefan Geipelt, der schon bei der Premiere dabei war. Doch schon da war klar, dass ein größerer Rahmen gebraucht werde. Zu DDR-Zeiten kamen Tänzer aus Nachbarländern, ein internationales Turnier sei für Rostock finanziell aber nicht zu machen, so Geipelt. „National können wir das auf dem hohen Niveau stemmen.“

Teil der Party: Publikum darf mittanzen

Die Kombination aus Hochleistungssport und Ball zum Mitmachen gibt der Veranstaltung den besonderen Charme, sagt Vereinschef Stäcker. So darf das Publikum nicht nur nachher aufs Parkett, sondern auch zwischen den Turnierrunden. Wie in jedem Jahr machte Rostocks oberster Stadtförster Jörg Harmuth mit seiner Frau Gebrauch von dem Angebot. Für den leidenschaftlichen Tänzer Jörg Harmuth steht fest:

„Der Seesternpokal ist die schönste Veranstaltung, die wir hier in Rostock haben.“ Ohne Sponsoren und viele freiwillige Helfer, insgesamt 100 an der Zahl, wäre ein solches Ereignis für einen Verein mit gerade mal 60 Mitgliedern gar nicht zu schaffen, bedankt sich Uwe Stäcker. Ein Stein vom Herzen fiel ihm vor einigen Wochen, als klar war, dass die Umbauarbeiten in der Stadthalle rechtzeitig vor dem Seesternpokal beendet werden können.

Ergebnisse

Sonderklassse, Latein: 1. Zsolt Sándo Cseke und Malika Dzumaev (Grün Gold Club Bremen). 2. Razvan Dumitrescu und Jacqueline Joos (Schwarz- Weiß-Club Pforzhheim), 3. Daniel Dingis und Natialia Velikina (Grün Gold Club Bremen). Sonderklasse, Standard: 1. Joachim Tennstedt

und Christina Vetter (Braunschweiger TSC), 2. Sergej Sonnemann und Nadine Mierke (TSZ Blau-Gold Berlin), 3. Lennart Sauerland und Anett Egyhazi (Braunschweiger TSC),

4. Carsten Wirth und Maria Kretschmann (TC Seestern Rostock). Zu

Publikumslieblingen wurden die

beiden Siegerpaare gewählt.

Thomas Niebuhr

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