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Bad Doberan Erst mal ab ins Ausland
Mecklenburg Bad Doberan Erst mal ab ins Ausland
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00:05 15.03.2018

Studium, Auszeit, freiwilliges Jahr – was tun nach dem Abi? Um Doberaner Gymnasiasten und Schülern des Schulzentrums Kühlungsborn zumindest eine kleine Entscheidungshilfe zu geben, präsentierten sich gestern auf der 19. Bildungsmesse im Friderico Francisceum insgesamt 15 Unternehmen, Verbände, Akademien und Hochschulen sowie öffentliche Verwaltungen und die Bundeswehr.

„„Der Termin ist ungünstig – durch die Messe fällt die letzte Stunde vor einer wichti- gen Chemie- Klausur aus.“ Johanna Buschbeck Elftklässlerin am Gymnasium

Knapp 200 Schüler der Klassenstufen zehn und elf nahmen die Informationsangebote wahr. Dabei spielten neben einem Studium an Unis und Fachhochschulen einmal mehr auch Angebote dualer Studiengänge eine wichtige Rolle. „Deshalb stellen sich viele Firmen aus der Region vor, die genau diese Möglichkeiten anbieten“, erklärte Schulleiterin Birgit Hacker. „Die Zusammenarbeit hat sich in den vergangenen Jahren bewährt.“ Darüber hinaus schon traditionell sehr stark nachgefragt: „Berufe in Uniform“ – wie etwa bei der Polizei, der Bundeswehr oder beim Zoll.

Damit der regionale Nachwuchs nicht nur häppchenweise an einzelnen Ständen informiert wurde, gab es zusätzlich jede Menge Kurzvorträge – etwa über Studierfähigkeiten oder spezielle Erwartungen der jeweiligen Bildungseinrichtungen. Doch der ausgestellte Branchen-Mix stieß nicht bei allen Schülern auf Begeisterung: „Ich finde hier mit der Design-Akademie aus Rostock nur eine künstlerische Fachrichtung“, sagte etwa die 17-jährige Clara Constanze Schulz. „Das ist zu wenig.“ Sie nehme jetzt das dritte Mal an der Bildungsmesse teil, erklärte auch Mitschülerin Elisabeth Martens: „Wirklich Neues habe ich nicht entdeckt – das Angebot ist echt jedes Jahr das gleiche.“

Ebenfalls ein wichtiger Punkt: „Die Schüler wünschen sich zunehmend Überbrückungsangebote nach der Schulzeit“, hat Birgit Hacker festgestellt. „Nach zwölf Jahren pauken wollen viele noch nicht gleich ins Ausbildungs- und Berufsleben starten.“

Hoch im Kurs: Auslandsaufenthalte und Freiwilligendienste. „Für mich war mein Jahr als Au-pair in Australien die bislang schönste Zeit meines Lebens“, machte etwa Hannah-Sophie Goeritz den jungen Leuten einen Ausflug in eine vollkommen fremde Welt schmackhaft. Dabei sei das längst nicht mehr nur Frauensache, stellte die Beraterin beim American Institute For Foreign Study (AIFS) klar: „Vor allem in Neuseeland oder Australien werden männliche Au-pairs gerade händeringend gesucht.“

Lennart Plottke

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