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Bad Doberan Von Tafel bis Kloster: Engagement in jedem Bereich
Mecklenburg Bad Doberan Von Tafel bis Kloster: Engagement in jedem Bereich
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14:52 24.02.2019
Pauline Walter (v.l.), Frank und Ramona Käther sowie Rita Bohk sind von der Landtagsabgeordneten Stefanie Drese (r.) und dem Präsidenten des DRK-Landesverbandes Werner Kuhn (3. v. r.) mit dem Ehrenamtsdiplom ausgezeichnet worden. Quelle: Sabine Hügelland
Bad Doberan

Gesucht werden sie in vielen Branchen: Menschen, die sich freiwillig und unentgeltlich für andere einsetzen. Auf der zwölften Ehrenamtsmesse des Landes Mecklenburg-Vorpommern im Friderico Francisceum in Bad Doberan stellten sich am Sonnabend 26 große und kleine Vereine und Initiativen vor, darunter die Selbsthilfegruppe Asbestose, der Förderverein Treffpunkt Suppenküche, die Tafeln, der Verband der Reservisten Kreisgruppe Mecklenburg-Schwerin, Go active-keiner bleibt allein und der Schlepper „Petersdorf“. Es war die erste von sechs Regionalmessen.

„Das hier ist Ehrenamt zum Anfassen“, so Landrat Sebastian Constien (SPD). „Warum man sich engagieren sollte und wo das möglich ist, das kann man hier erfahren“, sagte er. Der Landrat sei stolz, in einem Land zu leben, indem das Ehrenamt so intensiv vertreten ist. Denn 43 Prozent der Bevölkerung in MV tun Gutes für andere. „Das macht MV so besonders lebens- und liebenswert“, sagte die Landtagsabgeordnete Stefanie Drese (SPD) als zuständige Ministerin für das Ehrenamt. Sie überbrachte Grüße der Schirmherrin und Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD), die verhindert war.

Ehrung für Engagement

Stefanie Drese lobte das Organisationsteam des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und überreichte gemeinsam mit dem Präsidenten des DRK-Landesverbandes Werner Kuhn das Ehrenamtsdiplom an Helfer, die besonders viel Zeit und Aufwand für ihre freiwillige Tätigkeit einsetzen. Frank und Ramona Käther engagieren sich bei der Tafel, Rita Bohk gehört dem Seniorenbeirat der Hansestadt Rostock an. Die Jüngste, die solch eine Ehrung erfuhr, war mit 27 Jahren Pauline Walter, die unter anderem stellvertretende Kreisleiterin beim Jugendrotkreuz Bad Doberan ist.

Landrat Sebastian Constien und die Sozialministerin Stefanie Drese informierten sich auch am Stand des Deutschen Roten Kreuzes über ehrenamtliche Arbeit. Quelle: Sabine Hügelland

Die Ehrenamtskoordinatorin Susann Wieland vom DRK-Kreisverband Bad Doberan war nicht nur an diesem Tag Ansprechpartnerin. Sie sucht für die Helfer unter anderem Unterstützungsmöglichkeiten und Fortbildungen. Susann Wieland wies auf den Stand des Teams MV hin, wo es um ungebundene Helfer ging. „Große Schadenslagen, wie Unfälle, Natur- und Umweltkatastrophen erfordern viele helfende Hände. Das Team MV besteht aus registrierten Helfern“, sagte die Leiterin des Sachgebiets Kinder-, Jugend- und Verbandsarbeit im DRK-Kreisverband Bad Doberan. „Sie gehören keinem Verein oder Ähnlichem an, sind jedoch spezialisiert, wie zum Beispiel Dolmetscher.“

Das Ehrenamt wird jedoch noch lange nicht so gewürdigt, wie es sein sollte, empfanden viele Teilnehmer der Messe: „Ich wünsche mir eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Ehrenamt“, sagte Susann Plant, Referentin für Kommunikation, Stiftung Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement in Mecklenburg-Vorpommern. „Und dass das Ehrenamt in seiner Struktur flexibler wird.“ Inga Seewald, stellvertretende Geschäftsführerin des Sozialverbands VdK MV sagte: „Es sollte einen Ausgleich für Fahrtkosten geben.“

Klosterverein und Seniorenbeirat Bad Doberan erstmals auf Messe

Der Klosterverein und Seniorenbeirat Bad Doberan waren erstmals auf solch einer Messe. „Wir möchten heute auch zeigen, was man in einem Verein erreichen kann, gemeinsam mit Partnern, wenn man dranbleibt und nicht aufgibt“, so die stellvertretende Vorsitzende des Vereins der Förderer und Freunde des Klosters Bad Doberan, Sabine Krahn-Schulze, in Bezug auf den Einbau eines Wasserrades und einer Mühle ins Wirtschaftsgebäude, welches der Verein in Zusammenarbeit mit der Stadt realisieren konnte.

„Wir gehen an Grundschulen und bräuchten noch mehr Ehrenamtler, die uns unterstützen“, sagte Klaus Dieter Mitulla von Initiative „Sani ­Sanelli“ der Björn-Steiger-Stiftung, die Kinder an das Thema Erste Hilfe heranführt. „Viele Menschen möchten helfen, wollen etwas Sinnvolles tun, wissen aber nicht wo und wie“, so Karin Siewert von „Seniorenpartner in School“. „Die Ehrenamtskarte ist eine gute Sache und vielleicht auch ein guter Anreiz“, sagte sie.

Ingrid Stuth erkrankte selbst in jungen Jahren an Kinderlähmung: „Wir sind eine Selbsthilfegruppe Poliomyelitis und möchten uns heute vorstellen“, so die 77-Jährige. Die Messe wurde von einem kulturellen Programm umrahmt.

Mehr lesen: Nachwuchs fürs Ehrenamt im Landkreis Rostock gesucht

Sabine Hügelland

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