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Bad Doberan Erstmals getrennt: Weihnachtsmarkt und Eisbahn in Kühlungsborn
Mecklenburg Bad Doberan Erstmals getrennt: Weihnachtsmarkt und Eisbahn in Kühlungsborn
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16:09 05.11.2018
In den vergangenen Jahren war eine überdachte Eisbahn Teil des Weihnachtsmarktes in Kühlungsborn. (Archivbild) Quelle: Rolf Barkhorn
Kühlungsborn

Nicht mehr ganz drei Wochen sind es bis zum ersten Advent – und in Kühlungsborn ist man gut vorbereitet. Traditionell fallen an dem ersten Dezemberwochenende der Weihnachtsmarkt und das Stammgastwochenende des Touristik-Service Kühlungsborn (TSK) zusammen. Erstmals allerdings wird die Eisbahn nicht mehr Teil des Marktes im Konzertgarten sein. Schlittschuhläufer können ab diesem Jahr in der neuen Mehrzweckhalle über das Eis gleiten. Sie soll ebenfalls am ersten Adventswochenende eröffnet werden. Betreiber Rolf Blohm ist zuversichtlich: „Die Planungen sind so weit vorangeschritten, dass wir am 1. Dezember um 16 Uhr aufmachen können.“

Dass die Eisbahn nicht mehr im Konzertgarten steht, „das ist für uns natürlich eine ganz neue Situation,“ sagt Dietrich Rehpenning. Er ist Vorstandsmitglied des Handwerker- und Gewerbevereins, der den Weihnachtsmarkt organisiert. Dass sich die fehlende Eisbahn auf die Besucherzahlen des Marktes auswirkt, glaubt er aber nicht. Die Weihnachtsmarkthütten werden nun im Innenraum stehen. „Dort würden wir auf dem Boden gern Holzschnipsel verstreuen.“ In den Wandelgängen werden wie gewohnt Kunsthandwerker ihre Waren anbieten. Daneben gibt es ein Programm für die Kleinen. Auch der Weihnachtsmann ist an beiden Tagen vor Ort und hält eine Sprechstunde ab. Besucher für den Markt zu gewinnen sei allerdings ein wenig schwierig, weil es nur um ein Wochenende gehe, sagt Karsten Jurk, Veranstaltungsleiter bei der TSK. Und gerade ohne die Eishalle müsse man sich etwas überlegen. „Uns bricht da natürlich etwas weg.“ Das begreift Karsten Jurk aber auch als Chance. „ Wir wollen sie nutzen, um dort etwas Neues zu etablieren.“ Dazu gehört auch der Plan, den Konzertgarten so zu festigen, dass man ihn dauerhaft nutzen kann. Dann könnte man den Weihnachtsmarkt auf alle vier Adventswochenenden ausdehnen.“ Karsten Jurk hofft, dass es im kommenden Jahr soweit sein wird. Bis dahin rechnet er aber nicht damit, dass die Eishalle die Besucher vom Konzertgarten weglockt. „Die Halle ist ja nur 200 Meter entfernt, da werden die Leute sicher auch nochmal vorbeigucken.“

„Das Besondere an unserem Weihnachtsmarkt ist, dass viele Vereine mitmachen“, sagt Karsten Jurk. So spielt zum Beispiel am Samstag, dem 1. Dezember, das Orchester des Schulzentrums Kühlungsborn. Außerdem machen der Faschingsklub Kühlunsgborn mit, der Fußballverein und Gastronomen aus dem Ort. „Hauptsächlich ist es eine Veranstaltung für die Einheimischen.“ Hier gebe es keine Karussells, kein Remmi-Demmi. „Es ist eher ein Zusammenkommen zum Advent.“

Besucher von außerhalb wird eher das Stammgastwochenende des Touristik-Service anziehen. „Dafür und für den Ort ist die Eishalle eine tolle Bereicherung“, sagt Pressesprecherin Katja Seppelt. Die TSK sei bereits mit dem Betreiber Ralf Blohm im Gespräch – für gemeinsame Aktionen. Für den Anfang erhält zunächst jeder Gast des Stammgastwochenendes in der Mehrzweckhalle einen Glühwein für 50 Cent.

Die Programmpunkte des Stammgastwochenendes und des Weihnachtsmarkt lassen sich kombinieren. Im Konzertgarten gibt es Glühwein und Kunsthandwerk von 11 bis 19 Uhr. Im Anschluss beginnt die Wintercocktailnacht im Hafen. Der Höhepunkt wird eine Lasershow sein, außerdem legt ein DJ auf. Am Sonntagnachmittag gibt es dann Musik auf dem Weihnachtsmarkt. „Ab 16 Uhr spielt die Showband „Papermoon“, kündigt Karsten Jurk an. Dann sind im Konzertgarten die Einheimischen unter sich. „Am Sonntag sind hier 90 Prozent der Besucher Kühlungsborner.“

Cora Meyer

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