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Bad Doberan Großer Finanzbedarf bei Herrenhäusern in privater Hand
Mecklenburg Bad Doberan Großer Finanzbedarf bei Herrenhäusern in privater Hand
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00:40 05.05.2018
Blick auf das verfallene Gutshaus Lancken. Quelle: Stefan Sauer/archiv
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Hohen Luckow

Die privaten Besitzer der Schlösser und Herrenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern fordern staatliche Hilfe. Viele der Gebäude in privater Hand seien Ankerpunkte in ihren Dörfern und erfüllten zentrale soziale Funktionen. „Wir hoffen, dazu im Finanzministerium einen Ansprechpartner zu finden“, sagte der Sprecher des Vereins der Schlösser, Guts- und Herrenhäuser in MV, Robert Uhde, am Freitag bei einer Fachtagung, zu der die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung auf Schloss Hohen Luckow (Landkreis Rostock) eingeladen hat.

Der Verein wünsche sich in den kommenden Jahren Hilfe vom Land Mecklenburg-Vorpommern in Höhe von rund 20 Millionen Euro. Damit könnte beispielsweise ein Wettbewerb veranstaltet werden, um etwa zehn Häusern ein finanzielles Korsett für den Erhalt zu geben. „Es geht darum, dass Mecklenburg-Vorpommern viel stärker als Kulturlandschaft wahrgenommen werden soll.“ Mit den Häusern könnten auch Ankerpunkte im ländlichen Raum im Vergleich zur immer stärker werdenden Urbanisierung geschaffen werden. Von daher müsse es auch im Interesse des Landes sein, die Häuser mit ihrer Bedeutung zu erhalten und das Land zusammenzuhalten.

Ein wichtiger Grund für die Probleme ist nach Worten des Vereinsvorsitzenden Manfred Achtenhagen, dass die meisten Häuser nach 1945 von den Erträgen aus der Landwirtschaft abgetrennt wurden. Nun sei es für die Erben äußerst schwierig, ihnen eine neue Perspektive zu geben. Laut Achtenhagen gibt es landesweit rund 1500 dieser Häuser. Ein Drittel seien saniert und würden meist touristisch genutzt, ein weiteres Drittel sei nicht saniert und werde trotzdem genutzt. Das letzte Drittel verfalle. Aber jedes Haus sei zu retten, betonte der Experte.

dpa/mv

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