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Bad Doberan Oktoberfest startet mit Fackelumzug
Mecklenburg Bad Doberan Oktoberfest startet mit Fackelumzug
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17:28 07.10.2018
Zum Auftakt des Festes gab es einen Fackel- und Lampionumzug durch das Dorf. Quelle: Lutz Werner
Wittenbeck

Ein Fackel- und Lampionumzug durch das Dorf zum Auftakt, danach Stockbrot rösten an einer großen Feuerschale – am Beginn des traditionellen Oktoberfestes der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Wittenbeck in „Joschis Biergarten“ an der „Nassen Ecke“ am vergangenen Sonnabend kamen vor allem die kleinen Festbesucher auf ihre Kosten. Gegen 20 Uhr hatte sich dann das Festzelt auch mit der Generation, die den Kinderschuhen entwachsen war, gut gefüllt und Gastronom Roland „Joschi“ Kern im Bierwagen und sein Koch Lukas Nowak im Küchenzelt mit Grill und Erbseneintopf aus dem großen Pott hatten gut zu tun. Dann nahm auch die Disco so richtig Fahrt auf. Ausgelassen gefeiert wurde bis gegen 23 Uhr.

Löschen ist normalerweise der Job von Mike Ahlgrim (links). Diesmal zündelte er mit Hochdruck. Er war der Fackelanzünder. Quelle: Lutz Werner

Das Besondere an diesem Feuerwehr-Oktoberfest – „das es schon so lange gibt, wie ich mich zurückerinnern kann“, so Wehrführer Wolfram Pagel: Es war in gewissem Sinn eine Premiere. Gefeiert wurde sonst immer auf der großen, unbefestigten Fläche hinterm Gerätehaus. „Das war auch gut und es war alles da, was dazu gehört. Aber wir mussten da eben immer improvisieren. Die Fläche ist ungeschützt, da pfeift der Wind auch manchmal ganz schön“, so Pagel weiter. „Joschi hat hier in seinem Biergarten im Windschatten des Restaurantgebäudes und mit gleich mehreren Zelten und Pavillons ganz andere Möglichkeiten. Und eben auch ein Profi-Team. Das Fest hat hier eine wirklich höhere Qualität bekommen. Es war gut, dass wir es hier gemeinsam ausgerichtet haben“, so das Fazit des Wehrführers.

Stockbrot an der Feuerschale rösten – das war nach dem Fackel- und Lampionumzug für die kleinen Festbesucher die nächste Attraktion. Quelle: Lutz Werner

Gastronom Kern „hat das wirklich sehr gern gemacht. Denn spätestens seit dem Schnee-Einbruch zu Ostern mit den vielen umgefallenen Bäumen und herabgestürzten Ästen und den dann folgenden Dürre-Monaten mit vielen Bränden auf den Feldern weiß doch jetzt auch der Letzte, wie wichtig so eine Truppe im Ehrenamt ist, die dann sofort und kompetent handelt.“

Dirk Stübs (Bürgermeister): „Unsere Feuerwehr hat heute wirklich Grund zum Feiern und es ist gut, dass sie das immer gemeinsam mit den Einwohnern in unseren drei Dörfern tut.“ Quelle: Lennart Plottke

Auch Bürgermeister Dirk Stübs sieht das so. „Unsere Feuerwehr hat heute wirklich Grund zum Feiern und es ist gut, dass sie das immer gemeinsam mit den Einwohnern in unseren drei Dörfern tut. Und die Idee, das hier im Biergarten zu machen, ist wirklich gut“, sagte er.

Wittenbecks Feuerwehr mit ihren 19 aktiven Mitgliedern blickt – wie alle Wehren in der Region – auf ein paar sehr bewegte Monate zurück. „Zu 17 Einsätzen sind wir bisher ausgerückt. Sonst waren es übers ganze Jahr meistens fünf bis acht“, erklärt der Wehrführer.

Und es gab – nach dem Vorbild einiger anderer Gemeindewehren – eine Neugründung. Im Frühsommer war die Gründungsversammlung der Kinderfeuerwehr. „Wir hatten natürlich auf Interesse gehofft. Aber dass die Resonanz so groß sein würde, freut uns wirklich riesig“, sagt Julia von Brandenstein. Die junge Frau betreut gemeinsam mit Ehemann Christoph die Feuerwehr-Kinder. „Elf Kinder machen inzwischen mit und sind mit Feuereifer dabei. Wir mussten jetzt einen Aufnahme-Stopp ausrufen, weil wir eigentlich schon ein wenig über dem Betreuungsschlüssel von 1:5 liegen“, so Julia von Brandenstein.

Julia von Brandenstein (Feuerwehr Wittenbeck): „Wir hatten natürlich auf Interesse gehofft. Aber dass die Resonanz so groß sein würde, freut uns wirklich riesig.“ Quelle: Lutz Werner

In der Kinderfeuerwehr werden die Kids im Alter von sechs bis zehn Jahren spielerisch an die Arbeit in der Feuerwehr herangeführt und auf die Jugendfeuerwehr vorbereitet. Dort kann man ab elf Jahren mitmachen.

„Genau dort lag bisher – bei uns und in anderen Wehren – das Problem. Kinder im Alter von elf Jahren haben sich – was ihre Interessen angeht – meistens schon anders orientiert. Sie für die Jugendfeuerwehr zu gewinnen, ist dann nicht so einfach. Wenn sie aber schon als Erst- oder Zweitklässler eng mit der Feuerwehr verbunden sind, ist der Übergang später selbstverständlich und fließend“, erklärt Wehrführer Pagel und freut sich, dass das Konzept offensichtlich auch in Wittenbeck aufgeht. „Wir haben wirklich etwas zu feiern“, sagte er der OZ in einem Gespräch nach dem Fackelumzug. Und hatte dann viele Hände zu schütteln, denn jetzt füllte sich der Biergarten mit Besuchern.

Lutz Werner

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