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Bad Doberan Feuerwehr kommt nicht zur Schule
Mecklenburg Bad Doberan Feuerwehr kommt nicht zur Schule
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00:12 11.05.2018

Es ist offensichtlich höchste Zeit, dass sich endlich etwas auf dem maroden und nicht barrierefreien Pausenhof der Kröpeliner Grundschule zum Besseren wendet.

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Treppen versperren Brandschützern den Weg / Stadtvertreter für Neugestaltung des Pausenhofes

Deshalb kamen die Stadtvertreter am vergangenen Dienstagabend zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen, um über eine Auftragsvergabe für die Umgestaltung des Areals an der Mühlenstraße zu entscheiden.

In der April-Sitzung hatten deutliche Kostensteigerungen gegenüber den bisherigen Planungen Stimmen laut werden lassen, die eine Aufhebung der bereits erfolgten Planungen erwogen. Damit hätte es in diesem Jahr wieder keine Schulhofsanierung gegeben (OZ berichtete).

Sie erwarte ein klares Bekenntnis der Volksvertreter für „unsere Grundschule, für unseren Schulhof“, schickte die Leiterin der Grundschule am Mühlenberg, Manuela Jürgens, der endgültigen Beschlussfassung voraus. Paul Schlutow (Freie Wähler) hatte ihre Redeerlaubnis vorgeschlagen, der eine Mehrheit der Stadtvertreter zustimmte. Sie hätte schon vor zwei Jahren, als sie einen Teil des Hofes hatte sperren lassen, erwartet, dass endlich etwas geschehe. Es gebe jedoch während ihrer Zeit an der Schule inzwischen die vierte Elterngeneration, die sich für eine Reparatur des Hofes eingesetzt habe.

Außerdem informierte Manuela Jürgens die Stadtvertreter darüber, dass es am 2. Mai eine vom Bildungsministerium initiierte Brandschutzbegehung des TÜV-Nord an ihrem Haus gegeben hätte. „Die Schule ist im Brandfall nicht gesichert, war das erste, was festgestellt worden ist. Kein Löschfahrzeug kommt auch nur in die Nähe des Hauptgebäudes, rundherum auch nicht“, sagte die Schulleiterin und gab weiter zu bedenken, dass mittlerweile „mehrere Großveranstaltungen“ im Schulgebäude stattfänden.

Bürgermeister Thomas Gutteck (parteilos) hatte einleitend zu diesem Tagesordnungspunkt erläutert, dass gemäß dem im April erteilten Auftrag der Stadtvertreter Bietergespräche geführt wurden und eine Reduzierung der Ausstattung mit Sitzgruppen in Erwägung gezogen werde. Die in der April-Sitzung umstrittenen vier Tisch-Bänke-Kombinationen seien Bestandteil des Fördermittelantrags gewesen und rechtzeitig im Bauausschuss behandelt worden. Bauamtsleiter Rüdiger Kropp verwies darauf, dass allerdings die Baupreise mittlerweile um bis zu 40 Prozent gestiegen seien: „Das ist im Moment die Situation auf dem Markt“. Der Vorsitzende des Finanzausschusses Thorsten Ruf (CDU) betonte, dass es den Stadtvertretern stets um die Gesamtmaßnahme gegangen sei und nicht nur um das Kürzen von Geldern. Angesichts der allgemeinen Steigerung bei den Baupreisen – „das habe ich auch in Neubukow und Bad Doberan festgestellt“ – regte Thorsten Ruf an, dass künftige Haushaltsplanungen nicht zu knapp bemessen sein sollten. Bauausschussmitglied Karin Reichler (CDU) kündigte an, dass es mit der jetzigen Auftragsvergabe möglich werde, bis zum Schulanfang am 18. August den größten Teil der Arbeiten abzuschließen.

Jürgen Borchardt (CDU) fragte unter anderem nach, ob die geplante Fällung von elf Bäumen (darunter eine große Linde, eine Kastanie und Ahorn) auf dem Schulhof genehmigt sei. Das bejahte Rüdiger Kropp und ergänzte, dass als Ausgleichsmaßnahme Obstbäume im Schulbereich gepflanzt würden.

Auch Stadtvertretervorsteher Veikko Hackendahl (CDU) begrüßte, „dass dieser Missstand dort“ endlich behoben werde und zog folgendes Fazit aus dem Verfahrensablauf: „Da ist einfach ein bisschen was auf der Kommunikationsebene hängen geblieben. Eine Maßnahme, die sich zwischen zwei- und dreihunderttausend Euro bewegt, gehört nicht nur in den Bauausschuss, wenn absehbar ist, dass sich Kosten verschieben. Sie gehört in alle Ausschüsse“.

Die Mehrheit der Stadtvertretung beschloss die Vergabe des Umgestaltungsauftrags mit einer Bruttosumme von knapp 260000 Euro an die Rostocker Galabau GmbH.

Thomas Hoppe

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