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OB ehrt Firmenchefs für ihre Verdienste um Rostocks Wirtschaft

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Familiensache: Andreas Stach ist Chef der Fleischerei Seibt und führt die Firma in 4. Generation.

Quelle: Fotos: Ove Arscholl(1) /antje Bernstein (4)

Stadtmitte. Von Supermärkten und Discountern lässt sich Andreas Stach nicht die Wurst vom Brot nehmen. Der 48-Jährige weiß, was es braucht, um am Markt zu bestehen:

OZ-Bild

OB ehrt Firmenchefs für ihre Verdienste um Rostocks Wirtschaft

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gute Rohstoffe, solides Handwerk und viel Liebe zum Detail. Das hat in seiner Fleischerei Seibt Tradition. Seit 1890 stellt der Betrieb Wurstspezialitäten her. Stach führt das Familienunternehmen in vierter Generation. „Darauf bin ich sehr stolz.“ Stachs Erfolgsrezept schmeckt seinen Kunden und dem Rostocker OB: Roland Methling (UFR) kürte die Fleischerei Seibt zum Familienbetrieb 2016. Damit zählt Stach zu den Chefs der fünf Firmen, die gestern im Rathaus für ihre Verdienste um Rostocks Wirtschaft geehrt wurden.

Top-Unternehmerin 2016 ist Iris Tschischke. Die 49-Jährige hat in ihrer Heimatstadt eine Bilderbuchkarriere hingelegt: 1999 kam sie als frisch ausgebildete Altenpflegerin aus Wuppertal zurück nach Rostock. Heute betreibt die Chefin der Südhus GmbH zwei Pflegeheime in der Südstadt und in Toitenwinkel, umsorgt 100 Bewohner und beschäftigt 90 Mitarbeiter. Ihr Team sei ihr Erfolgsgarant, sagt Tschischke. Und was macht sie zur gute Geschäftsfrau? „Mein Optimismus.“

Positiv denkende Unternehmer, davon wünscht sich Landeswirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) noch mehr. „Sie bringen unser Land voran.“ Rostock profitiere von seinen vielen geschäftstüchtigen Optimisten. Die Stadt sei das wirtschaftliche Herz Mecklenburg-Vorpommerns.

Zu jenen, die es schlagen lassen, gehört Detlef Wunderlich. Er macht seine Kunden mobil und gibt als Unternehmer Gas: Der 59-Jährige ist Chef der größten Fahrschule im Land. Die sichert mit Standorten in Rostock, Bad Doberan, Güstrow und Tessin zwölf Festangestellten den Job. Viele davon hat Wunderlich selbst ausgebildet. Für die Schaffung und den Erhalt von Arbeitsplätzen ist er gestern geehrt worden.

Seinen guten Ruf in Wirtschaftskreisen hat Rostock Geschäftsleuten wie Sabine Müller zu verdanken. Die Chefin von Innomar entwickelt mit ihren 20 Mitarbeitern marine Elektronik für Kunden weltweit und holt zeitgleich Fachleute aus aller Herren Länder an die Warnow. Die 51-Jährige organisiert die Konferenz Hydro, die bei der zweiten Auflage 400 internationale Teilnehmer anlockte. Um Rostock noch attraktiver für ihre Branche zu machen, treibt Müller die Entwicklung eines „Ocean Technology Centers“voran.

Buchstäblich anziehend ist Andreas Kiefers Firmenkonzept. Herrenhemd, Tracht oder Brautkleid – mit seinen Maßanfertigungen setzt der 54-jährige Schneidermeister seine Kunden in Szene. Dass er nun beim Festakt im Rathaus selbst im Mittelpunkt steht, sei für ihn Anerkennung und Ansporn zugleich. „Die Ehrung ermutigt uns Unternehmer, uns neuen Aufgaben zu stellen.“

Fleißig, mutig, kreativ – so lobt sich Methling die Unternehmer. Als Impulsgeber und Botschafter würden sie maßgeblich dazu beitragen, Rostocks Status als Wirtschaftszentrum im Ostseeraum auszubauen.

Der Verdienst sei aller Ehren Wert. Trotzdem dürfe sich die Stadt nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Rostock müsse attraktiver Arbeitsplatz, lukrativer Standort für Investoren und lebenswerter Wohnort zugleich zu sein. „Das ist eine große Aufgabe. Wenn uns das gelingt, können wir weiter Tempo machen.“

Gut hundert Unternehmer hat die Stadt in den zurückliegenden 20 Jahren für ihre Erfolge geehrt. Die nächste Generation steht bereits in den Startlöchern: Sein Sohn Kevin werde den Familienbetrieb übernehmen, freut sich Fleischermeister Andreas Stach.

Antje Bernstein

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