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16:21 06.12.2018
Neues Gesicht in der Kommunalpolitik: Tobias Priem will Bürgermeister in Bartenshagen-Parkentin werden. Quelle: Lennart Plottke
Parkentin

„Die Gemeinde ist doch einmalig“, sagt Tobias Priem und kommt fast ins Schwärmen. „Es gibt hier noch viele Dreiseitenhöfe, Gewerbe, Gastronomie, Agrar-Firmen – wir haben extrem viel zu bieten, man muss es nur nutzen.“ Genau das möchte der 37-Jährige ab kommenden Mai noch viel aktiver tun – als neuer Bürgermeister der Gemeinde Bartenshagen-Parkentin. Aufgestellt hat den Kandidaten für das erste Amt im Dorf die Wählergemeinschaft Bartenshagen-Parkentin. Aus dieser Gemeinschaft heraus hat Gabriele Kalweit fast 30 Jahre lang die Geschicke der Kommune als Bürgermeisterin gelenkt. „Es ging jetzt auch darum, das alles ein bisschen zu verjüngen“, sagt die 68-Jährige, die sich künftig aber möglichst weiter als Gemeindevertreterin engagieren will.

Es gehe um den richtigen Mix, meint Tobias Priem: „Wir haben in unserer Wählergemeinschaft einige junge Leute, die noch nicht sehr lange im Ort wohnen und sich dennoch einbringen wollen, auf der anderen Seite wollen wir auch nicht auf viel Erfahrung und Wissen verzichten.“ Seit anderthalb Jahren lebt der gebürtige Berliner mit Ehefrau Alexa und der fünfjährigen Tochter Lillie in Bartenshagen. „Aus beruflichen Gründen hatte es mich schon vor einiger Zeit nach Rostock verschlagen“, erklärt der Marine-Offizier. „Doch irgendwann wollten wir aus der Stadt raus und sind nach einigem Suchen hier fündig geworden.“

Vor gut drei Jahren kaufte Tobias Priem ein Grundstück Am Stegebach – und hat seitdem kaum eine Sitzung der Gemeindevertretung verpasst: „Ich wollte von Anfang an sehen, was die Gemeinde bewegt und was den Leuten wichtig ist.“ Dabei sieht er sich in der Wählergemeinschaft politisch gut aufgehoben: „Die Mitglieder haben sich doch in den vergangenen Jahren super engagiert und entscheidend mit dafür gesorgt, dass der Ort so gut dasteht.“

Kandidat sieht Gemeinde gut aufgestellt

Der Radweg zur B 105 sei endlich durchgehend gebaut, der avisierte Fußweg werde im kommenden Jahr in Angriff genommen, ein neuer Spielplatz sei errichtet, die Turnhalle saniert, eine drohende Ortsumgehung Bargeshagen vom Tisch, zählt Priem auf: „Alles Punkte, die 2014 bei uns im Wahlprogramm standen.“ Darüber hinaus gebe es seit Jahren einen ausgeglichenen Haushalt, sogar einige Rücklagen – „es fasziniert mich, Möglichkeiten zu haben und die Gemeinde weiter voranzubringen“, macht der Bürgermeister-Kandidat deutlich.

Mit Blick auf die kommenden Jahre stehe unter anderem die Förderung der Jugendarbeit ganz oben auf der Agenda, macht Priem deutlich: „Wir haben zwei Kitas, eine Schule, Sport- und Reitverein – aber seit mehr als 20 Jahren keinen Jugendclub mehr.“ Es könne nicht sein, dass sich die jungen Leute bei Wind und Wetter in die Buswartehäuschen stellen und dort ihre Freizeit verbringen müssten: „Deshalb wollen wir einen geschützten Raum schaffen, in dem man sich treffen, quatschen und miteinander spielen kann.“

In diesem Zusammenhang werde auch die Jugendarbeit der Feuerwehr weiter vorangetrieben, so Priem: „Es wird hier für den Transporter einen multifunktionalen Anhänger geben, der beispielsweise auch bei Wettkämpfen der Jugendwehren genutzt werden kann, um das ganze Material unterzubringen und transportieren zu können.“ Darüber hinaus stehe der Einbau einer Lehrküche in der Grundschule an, blickt Tobias Priem voraus: „Dazu wird das Nebengebäude saniert, umgebaut und erweitert – die neuen Räumlichkeiten sind dann auch multifunktional nutzbar.“

Einwohner sollen mehr einbezogen werden

Mit Blick auf die Altersstruktur in der Gemeinde müsse auch das Thema barrierefreies Wohnen verstärkter angepackt werden, ist der 37-Jährige überzeugt: „Und zwar zusammen mit den Bürgern – da stelle ich mir etwa mehrere Sprechstunden vor, in denen Ideen ausgetauscht und gebündelt werden können.“ Danach müssten dann die entsprechenden Ausschüsse im kleinen Kreis weiter beraten. Eines sei aber auch klar, stellt Gabriele Kalweit klar: „Wir brauchen einen Investor, der das am Ende umsetzt – die Gemeinde kann das nicht allein leisten.“

Apropos: Um sich noch besser in der Gemeinde bekannt zu machen, seien viele gemeinsame Termine geplant, erklärt Tobias Priem: „Ich möchte vor Ort sehen und hören, was den Menschen wichtig ist – und hier auch gern die Erfahrungen der langjährigen Bürgermeisterin nutzen.“ Eines sei dabei entscheidend: „Es darf kein Gegeneinander oder Nebeneinander mehr geben – wir sollten alle miteinander ins Gespräch kommen, wieder stärker den Dialog suchen.“

Lennart Plottke

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