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Bad Doberan Fragezeichen über der Reriker Schule
Mecklenburg Bad Doberan Fragezeichen über der Reriker Schule
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10:02 04.06.2018

In der Bürgerfragestunde der außerordentlichen Sitzung der Stadtvertreter meldete sich ein besorgter Vater zu Wort. Er wollte wissen, ob die Reriker Goethe-Schule nun geschlossen wird oder nicht. Bürgermeister Wolfgang Gulbis informierte, dass es zu diesem Thema noch kein abschließendes Ergebnis gibt. Der Sozialausschuss habe am 14. Juli über die Schulplanung in Rerik beraten. „Er ist zur Auffassung gelangt, dass wir als Stadt Ostseebad Rerik unsere eigene Schule nicht auflösen. Wenn der Kreis und das Land das wollen, dann müssen diese Stellen entscheiden, wie sie ihre Planung umsetzen. Das würde bedeuten, dass der Kreis uns verpflichten muss, einen entsprechenden Beschluss zur Schulauflösung zu verabschieden. Es ist letztendlich auch nicht nachvollziehbar, dass wir unsere eigene Infrastruktur demontieren“, so Gulbis. In dem Zusammenhang wurde im Ausschuss gesagt, dass auf jeden Fall die Möglichkeit für die betreffende 10. Klasse besteht, den Abschluss unter gleichen Bedingungen und mit großer Wahrscheinlichkeit auch mit den gleichen Lehrern in der Freien Schule als Träger zu machen. Aus Sicht der Stadt sei demnach auch kein all zu großer Handlungsbedarf, äußerte der Bürgermeister.

Letzteres muss allerdings noch von der Stadtvertretung beschlossen werden, aber Gulbis ist sich sicher, dass die Mehrheit dafür stimmen wird. Gulbis sprach dann auch noch gleich die erheblichen Probleme mit dem Schülerverkehr in Blengow, Blengow Ausbau und Meschendorf an.

„Am letzten Schultag ist von der Schulleitung im Auftrag der Kreisverwaltung den Eltern mitgeteilt worden, dass der Schülerverkehr, der bisher durch die Stadt erledigt wurde, nicht mehr sicher gestellt werden kann, weil der Vertrag von Kreisseite aus finanziellen Gründen gekündigt worden ist“, erklärte Gulbis. Dieser wird nun durch den ÖPNV abgewickelt.

Das führt dazu, dass der Bus nach Meschendorf um 11.45 Uhr fährt. „Die Frage ist nur, welches Kind dann schon Schulschluss hat“, meinte das Stadtoberhaupt. Darüber hinaus wurde an der 70km/h-Kurve bei Blengow eine Bushaltestelle eingerichtet, zu der die Kinder aus Blengow und Blengow-Ausbau zu Fuß gehen müssen. Sie stehen dort völlig ungeschützt. Gulbis informierte, dass es dazu eine Unterschriftensammlung gibt. Und es bestünden Kontakte zur Kreisverwaltung, um eine vernünftige Lösung für dieses Problem zu finden. Gulbis merkte abschließend dazu an, dass die Art und Weise, wie einige Ansprechpartner in der Kreisverwaltung mit den besorgten Eltern umgehen, nicht die richtige sei.

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