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Bad Doberan Für viele ein glücklicher Zufall
Mecklenburg Bad Doberan Für viele ein glücklicher Zufall
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00:00 14.07.2018
Warnemünde

Rund eine halbe Millionen Menschen lockt die Warnemünder Woche jedes Jahr ins Rostocker Ostseebad. Doch wie gefällt den Besuchern eigentlich die Festwoche, bei der gesegelt, geschlemmt und gefeiert wird?

Manuela Fliegert und Lars Seibt aus Leipzig machen Ostseeurlaub und bummeln über die Festmeile. Quelle: Fotos: Ove Arscholl
Ingrid Erbstößer (l.) und Elfriede Pochmann verkaufen Erfrischungen.
„„Diese Festwoche fetzt. Hier gibt es ein internationales Publikum. Es macht wirklich Spaß, die ganzen Touristen kennenzulernen.“Frank Meyer Verkäufer Fleischerei Ledder
„„Wir sind zufällig und das erste Mal bei der Warnemünder Woche, aber es passt super. Wir sind Ostsee- Freaks.“Bernd Banaskiewicz Urlauber aus Eberswalde
„„Hier gibt es eine vielfältige Meile mit Essen und Trinken. Aber die Kiter sind auch ganz schön flott auf der Ostsee unterwegs.“Ronny Alsdorf Urlauber aus Seerhausen (Sachsen)

„Wir sind Ostseefreaks“, sagt Bernd Banaskiewicz aus Eberswalde. Der Urlauber ist mit seiner Frau Margrit zu Besuch im Ostseebad. Einmal im Jahr ist der Ausflug mit einer Reisegruppe nach Warnemünde Pflicht. Doch für die beiden ist es die erste Warnemünder Woche. „Es war rein zufällig, aber es passt super.“ Besonders die Kiter sind den beiden aufgefallen. „Es ist wirklich farbenfroh, die unterschiedlichen Drachen am Himmel zu sehen“, erzählt Banaskiewicz. „Wir haben auch gestaunt, dass sich die kleinen Segelboote auf das Meer trauen“, ergänzt er lachend. Von der Bummelmeile sind sie jedoch weniger angetan. „Es sind viele Buden und da gibt es viel Tinnef.“ Aber er habe auch einiges Interessantes entdeckt, darunter Holzskulpturen. „Und zu essen gibt es genug.“

Das hat auch Familie Alsdorf aus Seerhausen in Sachsen festgestellt. „Die Warnemünder Woche ist schön, weil es hier viel zu essen gibt“, sagt die zwölfjährige Lilly lachend. Nachdem es schon ein Eis gab, teilen sich die vier gerade eine Portion Tortilla-Chips. „Und dann wollen wir zum Alten Strom: Fischbrötchen essen“, erzählt ihr Vater Ronny Alsdorf. Die Familie ist gerade nach einer Kreuzfahrt in Warnemünde angekommen und will später weiter nach Hause. „Wir nutzen die Chance, um über die Meile zu flanieren. Sie ist wirklich vielfältig“, sagt er. Auch sie haben schon einen Blick aufs Wasser geworfen. „Die Kiter sind flott unterwegs.“

Manuela Fliegert und Lars Seibt haben die Segler schon am Vortag von Markgrafenheide aus beobachtet. Hier campen die beiden Urlauber aus Leipzig. „Wir haben die Reise schon länger geplant. Aber es ist eher ein Zufall, dass wir gerade zur Warnemünder Woche hier sind“, sagt Seibt. Auch ihnen ist zuerst die Schlemmermeile aufgefallen. „Jede Fressbude hat ihren eigenen Sound, das vermischt sich ganz schön“, sagt seine Freundin. Aber die Festwoche in Rostocks Ostseebad sei viel ruhiger als Hamburg oder die Kieler Woche. „Aber das ist etwas Positives“, betont Manuela Fliegert.

Eine Kennerin der Warnemünder Woche ist Ingrid Erbstößer aus Warnemünde. „Wir sind Mitgestalter. Da wir hier wohnen, sind wir aktiv“, sagt die Ehrenamtliche vom Warnemünde Verein, die am Glashäger-Stand Getränke verkauft. Insgesamt unterstützen rund 350 freiwillige Helfer die Großveranstaltung. An dem Stand erfreut der Verein die Leute auch mit Hinweisen und Ratschlägen. „Die Gäste der Warnemünder Woche sind immer aufgeschlossen.“ Sie selbst genießt vor allem das musikalische Programm. „Am Donnerstag spielte so tolle Musik im Medienzelt“, schwärmt sie vom Pasternack-Duo. „Wir sitzen fast jeden Tag an der Bühne. Auch Erdbeerbowle haben wir jeden Abend getrunken“, fügt sie lachend hinzu. Sie findet es außerdem toll, dass man bei diesem Fest mit vielen Menschen auch aus anderen Bundesländern in Kontakt kommt.

Auch Frank Meyer von der Fleischerei Ledder weiß das zu schätzen. Er verkauft Würstchen am Alten Strom. „Hier gibt es sogar ein internationales Publikum. Wir unterhalten uns auf Englisch oder mit Händen und Füßen.“ Da käme es dann schon mal zu lustigen Unterhaltungen. „Jeder Zweite fragt, ob in der Aalrauch-Mettwurst Aal ist“, erzählt er schmunzelnd. „Die Warnemünder Woche fetzt schon.“

Johanna Hegermann

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