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Fußballer-Haus: Kosten steigen

Kühlungsborn Fußballer-Haus: Kosten steigen

Finanzausschuss genehmigt Investitions-Nachschlag – hat dabei aber Bauchschmerzen

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Mehrzweckhalle und Fußballer-Haus entstehen vis-a-vis und in der gleichen aufwendigen, aber teuren Holzfassaden-Optik.

Quelle: Zeichnung: Aib-Bauplanung

Kühlungsborn. Das neue Vereinshaus für den Fußballsportverein Kühlungsborn (FSV) wird deutlich teurer, als in der Kostenschätzung geplant, die auf 2015/16 zurückgeht.

 

OZ-Bild

„„Wir sollten den Zuschlag zum Zuschuss genehmigen, dem FSV aber klarmachen: Es darf keine neuen Anträge geben.“Lars Zacher Vorsitzender des Finanzausschuss

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„„Als wir 2015/16 die erste Kosten- schätzung hatten, war die heutige Situation nicht vorhersehbar. Am Bau hat sich viel verändert.“Matthias Westphal Vorstand beim FSV Kühlungsborn

Von 450000 Euro wurde damals ausgegangen. Inzwischen sind die Kosten in die Höhe geschossen. „Wir reden hier über weit mehr als 100000 Euro“, verdeutlicht FSV-Vorstandsmitglied Matthias Westphal die Dimension.

Das neue Vereinshaus im Ortsteil West wird, unmittelbar vor der sich bereits im Bau befindlichen Mehrzweckhalle, als Anbau an den kleinen Pavillon entstehen, der bereits seit gut einem Jahrzehnt als Büro des FSV und vom Betreiber des vormaligen, alten Minigolf-Parks genutzt wurde.

Sinn der Baumaßnahme: „80 Prozent des Trainings- und Spielbetriebens des FSV finden auf dem daneben liegenden Kunstrasenplatz statt“, erklärt Westphal. Der zwar schön gelegene Rasenplatz in Kühlungsborn Ost sei wegen des Untergrundes nur eingeschränkt nutzbar. Und ausreichende Umkleide- und Sanitäreinrichtungen sowie andere Räume für den Verein gebe es dort nicht.

Um Fördermittel aus der Sportförderung beantragen zu können, ist der Verein, der selbst Eigenmittel in Höhe von 50000 Euro einbringt, bei dem Vorhaben der Bauherr. Die Stadt hatte einen Investitionszuschuss von 150000 Euro zugesagt. Und sattelt jetzt – wegen der gestiegenen Kosten – noch einmal 75000 Euro drauf. Das beschloss der Finanzausschuss in seiner zurückliegenden Sitzung.

Allerdings nach kontroverser Diskussion, bei der das Murren einiger Mitglieder nicht zu überhören war. Denn dass die Kosten am Bau immer mehr durch die Decke gehen, wissen auch die Ausschussmitglieder. Aber die Dimension in diesem Fall verblüffte doch. Vorsitzender Lars Zacher (CDU) führte einen Kompromiss herbei. „Wir sollten jetzt zustimmen, aber dem FSV auch klarmachen, dass wir einen weiteren Antrag nicht mehr genehmigen werden“, schlug er vor. So geschah es. Auch, um einen zweiten Fördermittelantrag nicht zu gefährden, der jetzt von der deutlich höheren Summe ausgeht.

Dort muss natürlich auch ein höheres Eigenkapital des Vereins ausgewiesen sein. Allerdings soll der FSV demnächst im Hauptausschuss zum Stand der Dinge sprechen.

Das tat Matthias Westphal unterdessen schon mal auf Nachfrage der OZ. Mehrere Faktoren hätten zu der Kostenexplosion geführt. Da schlage zum einen die allgemeine Kostensteigerung am Bau durch. Beim ersten Fördermittelantrag wurde die Kostenschätzung von 2015/16 zu Grunde gelegt. So ein Förderverfahren dauere, inzwischen stiegen die Preise. Das Innenministerium hatte zudem nachträglich die Ausstattung des Hauses mit behindertengerechten Toiletten gefordert. Obgleich in der neuen Mehrzweckhalle schon welche gebaut werden. Dazu hätten Stadt und Architektenbüro – wegen der einheitlichen Optik der benachbarten Gebäude – die aufwendige Holz-Fassade durchgesetzt, die auch die Mehrzweckhalle schmückt. „Zum Zeitpunkt der ersten Planungen war davon noch nicht die Rede“, so Westphal. Ein weiteres Problem sei, dass selbst in der zweiten Ausschreibung nur zwei Firmen als Generalunternehmer geboten hätten. „Da ist dann die Möglichkeit, den kostengünstigsten Bieter zu suchen, nicht gerade groß“, sagt der Mann vom FSV.

Alter Pavillon ist Bestandteil des Bauvorhabens

300 Mitglieder hat der FSV Kühlungsborn, davon sind etwa die Hälfte Kinder und Jugendliche. Er ist der größte Verein in Kühlungsborn.

10 Teams stehen im Spiel- und Trainingsbetrieb. Fast alles spielt sich auf dem robusten Kunstrasenplatz West ab.

So soll das neue Vereinshaus aussehen: Im vorhandenem, alten Pavillon wird im Erdgeschoss ein Bereich für Schiedsrichter mit Umkleideraum, Reinigungsraum (Dusche) und Sanitärraum (WC) eingerichtet. Im bisherigen Kiosk-Bereich wird dafür die Ausgabe (Speisen und Getränke) zurückgebaut. Das Lager verbleibt. Der Anbau wird auf der Süd-Seite mit einem zentralen Eingang erschlossen.

Von nur einem Flur aus sind der Schulungsraum mit Teeküche für maximal 40 Leute, die WCs und der Umkleidebereich zu erreichen. Die Sportler erhalten zwei Umkleideräume mit Zugang zu Duschen mit separatem WC.

Lutz Werner

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