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Bad Doberan Galerie Orangerie zeigt Werke von Lindenberg und Waalkes
Mecklenburg Bad Doberan Galerie Orangerie zeigt Werke von Lindenberg und Waalkes
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08:31 28.10.2018
In der Galerie Orangerie in Heiligendamm hängen jetzt Werke von Udo Lindenberg und Otto Waalkes. Regina Behnke (r.) und Beate Schröder schauen sich die Werke an. Quelle: Anja Levien
Heiligendamm

In der Galerie Orangerie in Heiligendamm sind ab sofort Arbeiten von Udo Lindenberg, Otto Waalkes und Armin Mueller-Stahl zu sehen. Galerist und Kunstwissenschaftler Franz N. Kröger hat die Arbeiten am Sonnabend bei einem Rundgang interessierten Gästen vorgestellt. Seit 40 Jahren sammle, kaufe und verkaufe er Kunst. Von Otto Waalkes und Udo Lindenberg hat er jetzt Lithografien und Siebdrucke zum Verkauf aufgehangen. „Ich finde, sie sind technisch gut gemacht und sie haben eine fröhliche Ausstrahlung“, sagt Kröger.

In seinen Bildern inszeniert sich Udo Lindenberg selbst, markant mit Sonnenbrille und Hut, auf den meisten auch mit Zigarre. Dazu Sprüche, Lebensweisheiten, Statements: „Andere denken nach, wir denken vor“ oder „Nimm Dir das Leben und lass es nicht mehr los“. Von Otto Waalkes sind Ottifanten-Bilder zu entdecken, eines zeigt Ottifanten, wie sie über einen Zebrastreifen laufen in Anspielung an das Beatles-Cover zum Album „Abbey Road“. Auf einem anderen sind neun graue Ottifanten gezeichnet, ein zehnter ist bunt mit Punkten und Linien. Das Bild trägt den Titel „Be Different –Britofant“. In wieder anderen Zeichnungen nimmt Otto Waalkes Bezug auf Udo Lindenberg, porträtiert ihn, greift Textzeilen auf.

Unterstützung für Künstler aus Norddeutschland

Alle sechs Monate wechselt Franz Kröger die Bilder in seiner Galerie. „Sie können hier Bilder aus 100 Jahren Kunstgeschichte Europas sehen.“ Mit dabei seien auch immer Künstler aus Norddeutschland wie derzeit Jeannine Rafoth, die Segelmotive auf maritimen Materialien malt, oder Frank Beuster, der Ölmalereien von Stillleben mittels einer aufwendigen Schichttechnik anfertigt. „Man hat das Gefühl, man könnte sich die Pflaume aus dem Bild nehmen“, so Kröger.

Seine Favoriten in der Galerie seien die Werke von Manfred Kastner. „Er war in der DDR ein unbequemer Surrealist, er war ein toller Grafiker“, sagt Kröger. Er habe Themen wie Einsamkeit, Tragik, manchmal auch Todessehnsucht eindrucksvoll als Lithografie angefertigt. „Ich habe jetzt den Nachlass eines Sammlers gekauft“, verrät der Kunstwissenschaftler.

Hanna Kreutzfeldt schaut sich in der Galerie um und ist beeindruckt. „Es ist gut, dass es die Galerie gibt. Sie macht neben der Kunsthalle Kühlungsborn Kunst der breiten Masse zugänglich“, so die Jörnstorferin. Zudem inspirieren die Bilder. Auch Regina Behnke und Beate Schröder schauen sich um, finden die Auswahl vielfältig. Nicht nur Bilder werden präsentiert, auch Skulpturen sind in der Galerie Orangerie, Kühlungsborner Straße 22, zu finden. Diese hat Freitag bis Sonntag von 11 bis 16 Uhr geöffnet.

Anja Levien

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