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Bad Doberan Gebiss in der Straßenbahn vergessen
Mecklenburg Bad Doberan Gebiss in der Straßenbahn vergessen
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00:00 06.03.2013
Potenzial f�r eine noch umfangreichere Warnowtour: Fahrr�der �ber Fahrr�der im Fundb�ro des Stadtamts in der S�dstadt.
Rostock

Kein Scherz: Der Rentnerin konnte geholfen werden. Ein ehrlicher Finder hat das gute Stück bei den Mitarbeitern des Unternehmens abgegeben. So wie der alten Dame geht es vielen Rostockern. Sie verlieren ihre Sachen, im Fundbüro tauchen sie vielleicht irgendwann wieder auf. Oder auch nicht. Bei der RSAG stapeln sich Mützen, Handschuhe und Regenschirme. Auch alte Fernseher war schon mal dabei. Ein fast neues Fahrrad wartet seit zwei Wochen auf seinen Besitzer.

„Wenn es heute regnet, können wir morgen mit ungefähr zehn neuen Regenschirmen rechnen, die in den Straßenbahnen vergessen wurden“, sagt Katrin Fischer. Seit 1995 arbeitet die Rostockerin als Kundenberaterin im Unternehmen und hat Erfahrung mit verlorenen Fundsachen. „Hier landet so ziemlich alles, was man sich vorstellen kann“, sagt sie.

Laut Gesetz müssen alle Fundsachen ein halbes Jahr aufbewahrt werden. „Wenn sie keiner abholt, spenden wir sie einer gemeinnützigen Einrichtung“, sagt Unternehmenssprecherin Beate Langner.

Die Schränke sind derzeit gefüllt mit Winteraccessoires wie Schals, Mützen und Handschuhen. Auch Grills und Klappstühle waren schon dabei. „Und ein Straßenbahnfahrer hat schon mal eine Geldbörse mit 500 Euro entdeckt“, sagt Fischer. Um die verlorenen Sachen wieder auszulösen, ist eine kleine Gebühr fällig.

Im Steigenberger Hotel Sonne am Neuen Markt stapeln sich die Kartons der Fundsachen bis unter die Decke. „Der Klassiker unter den verlorenen Gegenständen ist das Handyladekabel“, sagt Sprecherin Antje Kny. Beinahe jeden Tag lande ein weiteres in den Kartons. „Seit langem wartet ein teures Damenparfüm auf seine Besitzerin“, sagt Kny. Häufig nutzen Geschäftskunden das Hotel für Übernachtungen, rund 45 000 Übernachtungen zählt das Haus im Jahr. „Auf den Zimmern werden auch vergessene Laptops entdeckt“, sagt die stellvertretende Hausdame Gritt Petermann. Auch volle Koffer seien schon auf den Zimmern zurückgelassen worden. „Die Gäste reisen ab, haben vielleicht noch einen geschäftlichen Termin in Rostock — und vergessen in der Eile ihre Sachen. Das kommt aber eher selten vor.“

An einen Gast erinnert sich die Hausdame ganz genau. „Ein Hotelgast wollte seine Zahnbürste nachgeschickt haben. Das Porto war beinahe teurer als ein neues Exemplar“, sagt sie.

Im Fundbüro der Hansestadt müsste bald angebaut werden. Dicht an dicht stehen die verlorengegangenen Fahrräder im Stadtamt in der Südstadt. „Im Moment haben wir hier 120 Räder“, sagt Mitarbeiterin Andrea Albrecht. Ohne Sattel, mit kaputten Reifen, ganz neu oder leicht angerostet: Nur wenige fragen nach ihren Vehikeln oder holen sich die Stücke wieder ab“, sagt sie. Auch Kinderwagen und Trommeln wurden dort schon abgegeben.

Einmal jährlich versteigert das Büro Fundsachen, die nicht abgeholt worden sind. „Bis zu 3000 Euro fließen durch die Auktion in die Stadtkasse“, sagt sie. Die Höhe der Summe schwanke jährlich.

Andrea Albrecht sagt, dass der Klassiker unter den Fundsachen der Schlüsselbund sei, gefolgt von Geldbörsen, Fahrrädern und Handys. In einem Fall habe sich der Besitzer eines Schlüssels erst nach mehr als einem Jahr gemeldet.

Wenn es heute regnet, liegen morgen zehn neue Regenschirme

im Fundbüro.“ Katrin Fischer,

Kundenberaterin RSAG

Hannes Ewert

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