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Bad Doberan Geheimer Prototyp eines Rotorblattes von Sattelzug gefallen
Mecklenburg Bad Doberan Geheimer Prototyp eines Rotorblattes von Sattelzug gefallen
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21:09 12.07.2018
Beim Transport eines geheimen Prototyp eines Windrades ist dieser kurz vor der Montage vom Lkw gefallen. Quelle: Frank Söllner
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Zarfzow/Neubukow

Ein Schwerlasttransporter aus Luxemburg, der mit einem Rotorblatt beladen war, ist in Zarfzow in der Gemeinde Carinerland im Landkreis Rostock in einer Kurve umgekippt. Bei dem Rotorblatt handelt es sich offenbar um einen Prototypen. Der Unfallort wurde großräumig von einem Sicherheitsdienst und Mitarbeitern der Firma Enercon abgeschirmt. Mitarbeiter des Unternehmens behinderten die Presse massiv bei ihrer Arbeit.

Wie die Polizei mitteilt, ereignete sich der Unfall in der Nacht zu Donnerstag gegen 2.15 Uhr. Der 48 Jahre alte Fahrer fuhr mit dem Schwerlasttransport in eine Rechtskurve. Dabei kippte der Sattelauflieger nach rechts und wurde mit der Sattelplatte von der Sattelzugmaschine abgerissen. Durch den umgekippten Sattelauflieger wurden ein angrenzender Zaun und ein Baum beschädigt.

Am Sattelzug und dem Rotorblatt entstand ein Schaden von etwa 350000 Euro, teilt die Polizei weiter mit. Der Schaden am Zaun und dem Baum wird auf etwa 1500 Euro geschätzt. Personen wurden bei dem Unfall nicht verletzt.

Die Dorfstraße zwischen Ravensberg und Zarfzow ist bis auf Weiteres voll gesperrt. Die Bergung erfolgt durch eine Spezialfirma und wird sich voraussichtlich bis in die Nacht zu Freitag hinziehen, so die Polizei.

Bei Clausdorf werden derzeit neue Windkraftanlagen montiert. Die Schwerlasttransporte gehen über die B105, fahren durch Panzow bei Neubukow weiter durch Zarfzow zu dem Windkrafteignungsgebiet bei Clausdorf in der Gemeinde Kirch Mulsow.

Insgesamt sind in den Gemeinden Kirch Mulsow und Carinerland zurzeit zwölf Windkraftanlagen immissionsschutzrechtlich genehmigt, die sich im Bau befinden oder noch nicht in Betrieb sind, teilte Martina Plothe, Sprecherin des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern, im Februar mit.

Anja Levien

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