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Bad Doberan Gemeinden schaffen bezahlbaren Wohnraum
Mecklenburg Bad Doberan Gemeinden schaffen bezahlbaren Wohnraum
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15:28 28.11.2018
Auf diesem Grundstück an der B 105 soll ein Mehrfamilienhaus gebaut werden. Quelle: Lennart Plottke
Bargeshagen/Satow

 Wohnraum für Familien mit Kindern schaffen – und das möglichst preiswert: Dieses Ziel will die Gemeinde Admannshagen-Bargeshagen in den kommenden Monaten konsequenter verfolgen. „Bei uns wurden in den vergangenen Jahren jede Menge neue Einfamilien- und Doppelhäuser gebaut“, sagt Bürgermeister Eduardo Catalán (FDP). „Aber bezahlbare Drei- und Vierraumwohnungen sind immer noch totale Mangelware.“

Deshalb sei auf einem etwa zwei Hektar großen Grundstück an der B 105 „ein Hochbau im unteren Preissegment“ in Planung, kündigt Catalán an. Konkret könnte in Höhe der Hauptstraße 46 ein Gebäude mit bis zu 30 Wohnungen entstehen. Einen entsprechenden Aufstellungsbeschluss hatten die Gemeindevertreter bereits vor gut zweieinhalb Jahren gefasst: „Parallel zu diesem Projekt müssen wir auch die geplante Erweiterung unseres Gewerbegebietes im Auge behalten, um zu sehen, wie groß der Bedarf an Wohnraum hier tatsächlich ist.“ Und: „In das neue Gebäude sollte nach Möglichkeit auch ein Verbrauchermarkt integriert werden“, macht Catalán deutlich. „So etwas fehlt an dieser Stelle bislang komplett.“

Bad Doberan profitiert von Millionen-Förderung

Mit Blick auf bezahlbare Wohnungen ist man in Bad Doberan schon zwei Schritte weiter. Hier entsteht an der Bussardstraße 13a in den kommenden Monaten ein Haus mit zwei Gebäudeteilen, die durch eine Tiefgarage miteinander verbunden sind. Das Vorhaben umfasst ein Investitionsvolumen von rund 5,3 Millionen Euro – und wird vom Land mit knapp 1,4 Millionen Euro gefördert. Denn bei den 30 Zwei- bis Vier-Raum-Wohnungen handelt es sich um sogenannten „belegungsgebundenen“ Wohnraum. Heißt: Aus dem Landesprogramm geförderte Domizile dürfen 20 Jahre lang nur an Personen mit Wohnberechtigungsschein vermietet werden.

Künftige Mieter könnten etwa Alleinerziehende, Senioren oder auch kleine Familien sein, sagt Arno Gutzmer, Geschäftsführer der Doberaner Wohnungsbau- und Investitionsgesellschaft mbH: „Die Nettokaltmiete darf 5,50 Euro pro Quadratmeter nicht übersteigen. Damit schaffen wir einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Wohnungsangebotes – vor allem für preisgebundenen Wohnraum.“ Denn trotz eines sehr dynamischen Wohnungsmarktes verzeichne die WIG Wartelisten bei den Wohnungssuchenden, so Gutzmer: „Unser Unternehmen kann nahezu keinen Leerstand verzeichnen.“ Läuft alles nach Plan, soll im Frühjahr 2019 mit den Arbeiten begonnen werden. Die ersten Mieter könnten im Herbst 2020 einziehen.

Satow hat Konzept der Wohngemeinschaften im Blick

Neue Mieter wünscht man sich auch für einen Bereich am Jägerberg in Satow. „Hier gibt es seit längerer Zeit einen städtebaulichen Missstand“, sagt Stadtplaner Lars Fricke. „Rund um die vorhandenen Plattenbauten an der Landesstraße 10 besteht großer Entwicklungsbedarf.“ Ziel des B-Plans sei es, die Geschoss-Bauten zu erhalten und mit altersgerechten Wohnungen und einigen Einfamilienhäusern zu ergänzen, erklärt Fricke: „Dazu soll die Erschließung und Nutzung der anliegenden Kleingärten neu geregelt werden – der Eigentümer hat ein Interesse daran, dass diese Gärten auch künftig von den Anwohnern genutzt werden.“

Die vorhandenen Strukturen sollten aufgenommen und sinnvoll aufgefüllt werden, sagt auch Architekt Carsten Gieseke: „Hier wohnen die Menschen zum Teil schon seit 60 Jahren – die kann man nicht einfach aus dem gewohnten Umfeld reißen.“ Er könne sich Ein- und Zweiraum-Wohnungen, aber auch Wohngemeinschaften mit Gemeinschaftsküche vorstellen, so Gieseke: „Optimal wäre eine Durchmischung der Altersstrukturen.“ Es gehe dabei nicht nur um die Mieter aus den Wohnblöcken, sondern auch um die Leute aus dem Dorf, die sich ihre Grundstücke langsam nicht mehr leisten könnten, macht Satows Gemeindevertreter Erhardt Liehr (FDP) deutlich: „Im schlechtesten Fall würden diese Menschen dann notgedrungen Richtung Bad Doberan abwandern, weil es in der Gemeinde keinen geeigneten Wohnraum gibt.“

Das soll auch in der Gemeinde Börgerende-Rethwisch vermieden werden: Im Zuge des geplanten Umbaus der Tourist-Information zum neuen Gemeindehaus sollen an der Seestraße auch bezahlbare Wohnungen entstehen. Konkret sind im östlichen Bereich des Geländes zwei größere, zweistöckige Wohnhäuser geplant, die sich an die vorhandene Bebauung anschließen könnten.

Lennart Plottke

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