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Bad Doberan Gemeinwohl-Fraktion bekennt sich zur SPD
Mecklenburg Bad Doberan Gemeinwohl-Fraktion bekennt sich zur SPD
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16:26 27.11.2018
Blick zurück: Stadtvertretervorsteher Veikko Hackendahl (l.) informiert am 3. Dezember 2015 Kröpelins Stadtvertreter, dass die SPD-Fraktion ihren Namen in Fraktion Gemeinwohl geändert hat. Quelle: Thomas Hoppe
Kröpelin

Vor genau drei Jahren hatte sich die SPD-Fraktion in Kröpelins Stadtvertretung den Namen Gemeinwohl gegeben. Der damalige Fraktionschef, Thomas Wendt, trennte sich nach zweieinhalb Jahrzehnten Mitgliedschaft von den Sozialdemokraten, weil er deren „Markenkern“ vermisste und sich von den Genossen nicht so richtig gebraucht fühlte.

„Nur weil er mit irgendetwas nicht konform gegangen ist, uns hat er es nie genauer gesagt, kann man doch nicht bockig sein und sich umbenennen“, meint dazu rückblickend Fraktionsmitglied Siegrid Geß. Sie hätte damals aber noch viel zu kurz dazugehört, als dass sie etwas dagegen hätte sagen können. Heute sei sie jedoch für eine Rückbenennung in SPD-Fraktion, macht die Parteilose deutlich, die sich in Kröpelin wegen ihres ehrenamtlichen Engagements – insbesondere als langjähriges aktives Mitglied der Feuerwehr – einen Namen gemacht hat: „Wir werden uns umbenennen, ich weiß nur nicht genau wann“.

„Vier Kröpelinerinnen und ich wollen auf der Liste SPD zur Kommunalwahl 2019 antreten“. Reinhard Dankert Quelle: Sabine Hügelland

„Die vier Frauen der Fraktion Gemeinwohl und ich treffen uns am 6. Dezember und wollen dann über unser weiteres Vorgehen sprechen“, sagt dazu Reinhard Dankert, der durch die Fraktion Gemeinwohl in den Ortsrat Altenhagen, Klein Siemen, Klein Nienhagen berufen wurde und dort seit vier Jahren der Ratsvorsitzende ist.

Der heute 67-Jährige war von 1994 bis 2010 als Sozialdemokrat (seit 1989) Mitglied im Schweriner Landtag gewesen und arbeitete danach bis 2016 als Datenschutzbeauftragter des Landes. Anfang 2017 verließ der gebürtige Rostocker die SPD. Ihn nervte damals Postengeschacher in der Partei.

Jetzt verweist der Klein-Nienhäger auf das Angebot der Landes-SPD, auch an Parteilose, sich über ihre offenen Listen für die Kommunalwahl im Mai 2019 als Kandidaten aufstellen zu lassen. Wie er sagt, brachte er es gegenüber der Gemeinwohl-Fraktion auf den Nenner: „Wenn wir alle kein Problem mit dem Label SPD haben, werde ich es organisieren, dass wir auf der Liste SPD zur Kommunalwahl antreten“. Die Angesprochenen hätten damit keine Schwierigkeiten gehabt: „Diese Liste muss natürlich der zuständige Ortsverein Rerik/Salzhaff/Kröpelin auf einer Mitgliederversammlung beschließen, auch wenn Kröpelin keine SPD-Mitglieder hat“.

Dagegen müssen allein aus Rerik in den vergangenen Wochen mehr als 15 neue Mitglieder zu besagtem SPD-Ortsverein gestoßen sein. Denn wie dessen Vorsitzender und Bürgermeister von Rerik, Wolfgang Gulbis, schon Mitte Oktober zur OZ sagte, hätte sich die SPD-Mitgliederzahl im Ort „in den letzten vierzehn Tagen verdoppelt.“ Er sei in die Offensive gegangen und hätte den Leuten zwei Möglichkeiten aufgezeigt: „Entweder Ihr bleibt zu Hause sitzen, dann dürft Ihr Euch aber nicht beklagen. Oder aber wir machen etwas gemeinsam für den Ort und mit dem Ort. Dann müsst Ihr Euch aber auch irgendwie mal bekennen. Und jetzt treffen wir uns wieder regelmäßig“. Von insgesamt mehr als 30 SPD-Mitgliedern in Rerik ist die Rede. Von den „Neuen“ sei „eine Dame älter, der Rest ist deutlich unter 40 Jahre“. Eine Fusion dieses Ortsvereins mit den Neubukowern, die Wolfgang Gulbis damals für den 12. November in Aussicht gestellt hatte, ist allerdings vorerst geplatzt, wie die OZ gestern erfuhr.

Das Mitglied des Neubukower SPD-Ortsvereins Dr. Reglindis Timm sagt dazu: „Wir haben das erstmal zurückgestellt, weil wir untereinander noch ein paar Sachen klären wollen. Wir müssen das ja auch nicht übers Knie brechen, es hat alles seine Zeit“. Grundsätzlich sei man zwar immer offen für neue Konstellationen, „bloß man sollte dann die Gegebenheiten richtig abklopfen, es muss zusammen passen. Wenn man fusioniert, muss man gucken, wer mit wem was machen will. Und da haben wir noch einige offene Fragen“, erklärt das Mitglied der SPD-Stadtvertretungsfraktion in Neubukow weiter. Es sollte ja auch Hand und Fuß haben, wenn man so was mache: „Schnellschüsse sind ja nicht immer die besten“.

Thomas Hoppe

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