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Geschafft! TSV Rostock Süd steigt auf

Rostock Geschafft! TSV Rostock Süd steigt auf

Tischtennis-Asse sind Oberliga-Meister und spielen 2018/19 erstmals seit 26 Jahren wieder in der Regionalliga.

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Glückliche Oberliga-Meister und Regionalliga-Aufsteiger: die Spieler des TSV Rostock Süd FOTOS (3): RAJKO GRAWERT

Rostock. Es ist vollbracht: Tischtennis-Oberligist TSV Rostock Süd hat sich zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte die Meisterschaft gesichert und steigt damit erstmals in die Regionalliga auf, die vierthöchste Spielklasse in Deutschland. Dorthin waren die Ostseestädter bereits in der Saison 1991/92 eingeteilt worden, allerdings direkt abgestiegen. Dass das bereits einen Tag früher gelang als erhofft, war auch der Schützenhilfe der FT Eiche Kiel zu verdanken. Die Fördestädter besiegten Rostocks ärgsten Verfolger SV Siek II am Sonnabend zu Hause mit 9:4. Kurz zuvor hatten die Rostocker ihr Heimspiel gegen Hertha BSC III glatt mit 9:1 gewonnen.

 

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Ihr seid verrückt, Jungs! Danke für euren Einsatz. Das ist ein Wahnsinnserfolg für unseren Klub! Ulrich Creuznacher Abteilungsleiter bei den Rostockern

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Das ist für mich der größte Mannschafterfolg – ich bin superstolz auf die Truppe. Mathias Wähner Kapitän TSV Rostock Süd

Als die frohe Kunde aus Kiel kam, „gab’s kein Halten mehr“, freute sich Mathias Wähner mit seinem Team über den Titelgewinn. „Ich drehe durch“, platzte es aus Sven Stürmer heraus. Die Titel- und Aufstiegspremiere eines MV- Teams sei „ein Wahnsinnserfolg, vielleicht für immer“, meinte der mehrfache Landesmeister, um dann umgehend das nächste Jubellied anzustimmen. „Das ist für mich der größte Mannschafterfolg – ich bin superstolz auf die Truppe“, sagte TSV-Kapitän Wähner.

Rostocks Spitzenspieler Tomasz Rakowski wurde sogar leicht wehmütig: „Schade, dass Peter das nicht miterleben konnte.“ Peter Kuchling, mehr als 40 Jahre lang der Abteilungsleiter beim TSV Süd, war im vergangenen Jahr verstorben. Kuchlings Nachfolger Ulrich Creuznacher stimmte dem Polen zu und drückte alle Spieler. „Ihr seid verrückt!“, sagte er zu seinem Team, das Hertha III nicht den Hauch einer Chance ließ.

„Es lief wie am Schnürchen“, meinte TSV-Spieler Chris Rehberg, der mit seinem 3:0 gegen Nam Hoang Thai, einen der Stärksten im Unteren Paarkreuz der Rückrunde, die letzten Hoffnungen der Hauptstädter begrub. Til Puhlmann und Tomasz Rakowski machten den 9:1-Sieg perfekt. Schon da rollte die Glückwunsch-Welle an, und nachdem Sieks Niederlage feststand, lief der FacebookAccount des TSV Rostock Süd völlig heiß. „Von überall kamen die Glückwünsche eingeflogen. Auch kein Handy stand mehr still“, erzählte Sven Stürmer und war baff.

Dass der TSV Süd am Sonntag im letzten Saisonspiel gegen Hertha II mit 7:9 den Kürzeren zog, fiel gar nicht mehr ins Gewicht. Gut erholt von den Feierlichkeiten des Vortages starteten die Gastgeber stark in die Partie, gingen mit 2:1, 3:2 und 4:3 in Führung. Es folgten fünf Fünfsatzspiele, von denen die Hausherren nur eins gewannen und sich mit 5:8 im Hintertreffen sahen. Rehberg und Puhlmann verkürzten auf 7:8, doch Rakowski/Stürmer unterlagen im Entscheidungsdoppel mit 2:3. Doch das war am Ende egal.

Das Siegergrinsen war schnell wieder da und „wird noch eine ganze Weile bleiben“, ist Til Puhlmann überzeugt. Als Einziger wird er das „Abenteuer Regionalliga“ nicht komplett mit angehen können, da der Abiturient in sechs Monaten ein Auslandsjahr einlegen wird. „Die Flüge von und nach Australien sind leider zu teuer“, scherzt Puhlmann. „Wir werden eine lokale Lösung finden“, geht Mathias Wähner kurz auf die Kaderplanung ein.

Der TSV Rostock Süd war als ein Titelaspirant unter vielen holprig in die Saison gestartet – mit 3:3 Punkten nach drei Spielen. Dann bekamen die Ostseestädter Wind in die Segel. Es folgten sechs Siege in Serie, darunter der Big Point im schleswig-holsteinischen Siek (9:7). Mit dem 4:9 beim Abstiegskandidaten Friedrichsort ging der Rückrundenstart daneben. Doch erneut bewiesen die Rostocker ihre Kämpfermentalität. Sie wollten Geschichte schreiben. Und haben es getan. Die fünf folgenden Auswärtsspiele wurden gewonnen. Drei Spieltage vor Schluss landete der TSV wiederum einen Erfolg im Topspiel, bezwang den SV Siek II erneut mit 9:7.

„Ab jetzt freuen wir uns auf die Regionalliga“, meinte Kapitän Wähner und die Party ging auch am Sonntag trotz der einzigen Heimniederlage der nun abgelaufenen Saison unvermindert weiter.

Statistik

Oberliga Nord-Ost

TSV Rostock Süd – Hertha BSC II 7:9

TSV Rostock Süd – Hertha BSC III 9:1

SV Friedrichsort – Preetzer TSV 9:7

SV Siek II – FT Eiche Kiel 4:9

Bargteheide II – Hertha BSC II 0:9

SG Geltow – Füchse Berlin II 9:2

Preetzer TSV – Bargteheide II 9:7

SV Friedrichsort – FT Eiche Kiel 3:9

1. TSV Rostock Süd 18 146:109 27:9
2. SV Siek II 18 146:114 25:11
3. Hertha BSC II 18 138:120 23:13
4. SG Geltow 18 131:102 21:15
5. Füchse Berlin II 18 125:120 20:16
6. Preetzer TSV 18 135:126 19:17
7. FT Eiche Kiel 18 123:120 18:18
8. SV Friedrichsort 18 123:129 17:19
9. TSV Bargteheide II 18 87:152 5:31
10. Hertha BSC III 18 75:155 3:33

Claus Kreutz

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