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Bad Doberan Gewaltige Windhose setzte Autos aufs Feld
Mecklenburg Bad Doberan Gewaltige Windhose setzte Autos aufs Feld
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00:05 10.04.2018
Hohen Niendorf

Hans-Jürgen Gamm ist mit 82 Jahren der älteste der rund 70 Einwohner in Hohen Niendorf. Eingebrannt hat sich ihm bis heute ein Ereignis von 1968. Oder war es doch erst 1969? Ganz sicher ist er sich da nicht.

Das Ehepaar Lisbeth und Hans-Jürgen Gamm erlebte Ende der 1960er Jahre ein seltenes Naturereignis.

„Doch dass es zu Pfingsten war, weiß ich genau“, sagt der alte Herr und wird darin auch von Ehefrau Lisbeth (78) bestätigt. Das Ehepaar war an jenem Nachmittag in Wichmannsdorf, als sich im Westen der Himmel verdunkelte und ein trichterförmiges Gebilde, das sich vom Erdboden bis zu den Wolken hinaufzog, schnell näherte. „Wind sind wir ja hier in der Kühlung gewohnt. Doch diesmal war es etwas anderes, das da heranzog. Es war eine gewaltige Windhose. Sie nahm direkt Kurs auf Hohen Niendorf. Deshalb machten wir uns sofort Sorgen um meine Mutter, die allein zu Hause war und sind schnell zu ihr gefahren“, erzählt Hans-Jürgen Gamm.

Als das Ehepaar eintraf, hatte die Windhose bereits eine Spur der Verwüstung in Hohen Niendorf hinterlassen. Wie sich herausstellte, war die Sorge um die Mutter berechtigt. „Als Oma das Unheil kommen sah, hat sie sich beeilt, um in Sicherheit zu kommen. Dabei ist sie gestürzt und quasi mit der Tür ins Haus gefallen. Glücklicherweise blieb sie dabei unverletzt“, sagt Gamm. Ihr Haus jedoch wurde zu drei Vierteln und der Stall völlig abgedeckt.

Von der LPG-Scheune riss der starke Luftwirbel Dachplatten aus Metall herunter und nahm sie mit auf seinen Weg. Die Platten wurden später am Kägsdorfer Strand gefunden. Gamm weiß auch, dass die Windhose den Dorfteich entleert und zudem zwei Autos auf den Acker gesetzt hatte.

wg

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