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Bad Doberan Große Künstler auf kleiner Bühne
Mecklenburg Bad Doberan Große Künstler auf kleiner Bühne
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08:16 17.04.2018
Kunsthallenchef Franz Norbert Kröger beim Anbringen des Plakates für die 8. Piano-Tage Quelle: Rolf Barkhorn
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Kühlungsborn

Piano-Tage haben sich in Kühlungsborn etabliert

Das neue große Plakat, das Kunsthallenchef Franz Norbert Kröger gestern außen an der Halle angebracht hat, fällt optisch sofort auf. Das soll es auch. Denn es wirbt für das nächste große Highlight in der Kühlungsborner Kunsthalle – die 8.Piano-Tage, die dort vom 2. bis 5. Mai stattfinden. „Auch diese Veranstaltungsreihe hat sich gut etabliert. Das merken wir zum einen am guten Stand der Kartenreservierung und zum anderen daran, dass man den Künstlern, die zu uns kommen, meistens nicht mehr groß erklären muss, wo Kühlungsborn liegt und was sie hier erwartet. Dass diese Art von Konzerten bei unserem Publikum gut ankommt, spricht sich auch unter Künstlern herum“, erklärt Franz Norbert Kröger.

Eugen Mursky der prominenteste Pianist seiner Generation

Für den Auftakt der achten Auflage der Piano-Tage am 2. Mai um 20 Uhr konnte er mit Eugen Mursky einen international hoch geschätzten und mehrfach preisgekrönten Pianisten gewinnen. Der 42-jährige Usbeke gilt bei Kritikern als der „prominenteste Pianist“ seiner Generation. Für seine musikalische Vielseitigkeit ist auch das Piano-Jazztrio „Elf“ bekannt, das am Abend des 3. Mai auftritt. In ganz Europa bekannt ist der ebenfalls aus Usbekistan stammende „Tastenlöwe“ Ulugbek Palvanov, der am 4. Mai in der Kunsthalle zu Gast ist. Und zum Abschluss der Piano-Tage, am Sonnabend dem 5.Mai, will das Duo „Jan Luley & Cleo“ das Publikum mit Swing, Pop und Jazz begeistern. „Wir halten unsere Piano-Tage absichtlich für alle Stilrichtungen offen. Bei uns steht das Klavier als Instrument im Mittelpunkt, nicht die Stilrichtung. Das macht unsere Piano-Tage vielseitig“, meint Kröger.Wie bei anderen Festivals auch, die im Lauf des Jahres noch in der Kunsthalle stattfinden, muss der Kunsthallenchef trotz des anspruchsvollen Programms mit einem kleinen Budget auskommen.

Veranstalter punktet bei Künstlern mit besonderem Standort

Dass dennoch immer wieder namhafte, mitunter sogar weltbekannte, Künstler auch bereit sind, in der Kunsthalle für eine kleinere Gage aufzutreten, erfordert zum einen viel Verhandlungsgeschick. Zum anderen punktet der Veranstalter bei den Künstlern aber auch mit der besonderen Atmosphäre des Standortes, mit der Nähe zur Ostsee, den guten Hotels im Ostseebad und dem Publikum, das mittlerweile für eine sehr gute Auslastung der Veranstaltungen sorgt.Die Möglichkeit, mit vollem Haus große Kasse zu machen, ist allerdings durch die Kapazität von maximal 110 Sitzplätzen arg begrenzt. „Für die Menschen bezahlbar sollen die Veranstaltungen aber auch sein“, betont Kröger.

Eintritt soll bezahlbar bleiben

So kosten die Eintrittskarten zu den Piano-Tagen an drei Abenden je 17 Euro und am Sonnabend 20 Euro. Ermäßigungen von jeweils zwei Euro bekommen nicht nur Urlauber, die ihre Kurkarte vorzeigen, sondern auch Bürger der Stadt Kühlungsborn. Letzteres hat wohl auch mit dazu geführt, dass der Anteil der einheimischen zahlenden Gäste bei Veranstaltungen in letzter Zeit gewachsen ist. „Mittlerweile sind es 20 Prozent Kühlungsborner. Das ist sehr erfreulich“, findet Franz Norbert Kröger.

Weitere Highlights geplant

Die 8.Piano-Tage sind nur ein Highlight im vielseitigen Veranstaltungskalender der Kunsthalle. Im Laufe des Jahres folgen noch weitere Höhepunkte wie das Jazzfestival (19. bis 22. Juli), das Gitarrenfestival (18.-26. August), die Kabarett- und Kleinkunst-Tage (4. bis 7 Oktober), sowie die Kammermusik-Tage (18.-21. Oktober).Dazu werden Maler, Bildhauer und Karikaturisten in sechs Ausstellungen präsentiert. Die nächste Exposition ist den Teilnehmern des 2.Plein Air Festivals gewidmet, das gleich im Anschluss an die Piano-Tage, vom 7. bis 13 Mai, in Kühlungsborn stattfindet.Ein wahres Schwergewicht unter den Austellungen ist vom 30. Juni bis zum 7 Oktober die Präsentation „Akt-Fotografie und Mode“ mit Werken des berühmten Fotografen Günter Rössler (*1926; † 2012).

Barkhorn Rolf

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