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Bad Doberan Händler gründen „Wir sind Doberan“
Mecklenburg Bad Doberan Händler gründen „Wir sind Doberan“
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08:04 20.04.2018
Die Mollistraße ist die Haupt-Einkaufsmeile in Bad Doberan. Jetzt wollen sich die Einzelhändler der Stadt zu einer Interessengemeinschaft zusammenschließen. Quelle: Foto: Lennart Plottke
Bad Doberan

„Wir sind Doberan“ – unter diesem Namen will sich am 7. Mai bei einer öffentlichen Veranstaltung eine Interessengemeinschaft aus Einzelhändlern, Gewerbetreibenden, Gastronomen und Handwerkern aus der Münsterstadt gründen. „Wir sehen uns dabei künftig vor allem als Ansprechpartner für die Bürger und auch die Verwaltung“, erklärt Initiator Jochen Arenz. „Das gab es hier so bislang nicht.“

„„Es geht nicht nur um Handel und Gewerbe – wir wollen uns auch sozialen Aspekten zuwenden und das Image unserer Stadt verbessern.“Jochen Arenz (fraktionslos) Stadtvertreter
„„Es kommen nicht nur Händler zu Wort. Wir wollen eine Plattform für alle Bürger bieten – auch für soziale Einrichtungen und Vereine.“Marko Harder Inhaber „Zweirad Harder“
„„Es sollte sich ein Innenstadt-Beirat gründen – nicht nur mit Einzelhändlern, sondern auch mit Stadtvertretern und Fachleuten.“Hannes Roggelin (UDI) Stadtvertreter

Gründung

Die Interessengemeinschaft „Wir sind

Doberan“ gründet sich am Montag, 7. Mai,

um 18.15 Uhr im

Sitzungssaal des

Doberaner Rathauses (Severinstraße 6).

Die Mitstreiter erhoffen sich von der Initiative, „eine Zeitenwende zum Besseren für uns alle einläuten zu können“, sagt Arenz, der auch als Stadtvertreter sowie Vorsitzender im Wirtschafts- und Tourismusausschuss aktiv ist : „Bei einer ersten internen Zusammenkunft waren etwa 50 Leute anwesend – der Zeitpunkt für solch einen Zusammenschluss ist offenbar genau richtig.“

Der Interessengemeinschaft gehe es aber nicht nur um Handel und Gewerbe, macht Arenz deutlich: „Wir wollen uns gemeinsam auch um soziale Dinge kümmern, damit das Image und die Attraktivität unserer Stadt verbessert wird.“ Brennende Themen seien etwa freies WLAN, die Parkplatz-Situation oder eine Begrünung der Innenstadt: „Dazu wollen wir auch gemeinsam Feste organisieren – und das möglichst auf kurzen Wegen.“

Ein wesentlicher Punkt: eine bessere Abstimmung bei geplanten Baumaßnahmen. „Da ist in der Rückschau auf die Arbeiten rund um Alexandrinenplatz und Kamp sicher einiges unglücklich gelaufen“, meint Jochen Arenz. „Für die Stadt war es aber auch nicht ganz leicht – es ist einfach dringend erforderlich, hier ein, zwei feste Ansprechpartner zu haben.“

Doch an der geplanten Interessengemeinschaft gibt es auch Kritik: Nach seiner Auffassung habe die Initiative zu wenig „zielführendes Format“, meint etwa Hannes Roggelin, der für die Unabhängige Doberaner Initiative (UDI) im Stadtparlament sitzt: „Da bedarf es schon größerer Anstrengungen.“

Deshalb schlage er vor, einen Innenstadt-Beirat zu gründen, um eine komplexe Aufwertung des Doberaner Zentrums zu erarbeiten. „Diesem Beirat sollten dann aber nicht nur Einzelhändler angehören, sondern auch Stadtvertreter und weitere Fachleute“, erklärt Roggelin. „Es geht nicht darum, Interessenten durch Förderungen anzulocken – diese Idee hat letztlich ebenso wenig zum Durchbruch geführt wie ein Einzelhandelskonzept.“

Bad Doberan wachse stetig, es kämen immer neue Baugebiete dazu, die Einwohnerzahl steige – „dann müssen wir auch eine entsprechende Infrastruktur schaffen“, macht Hannes Roggelin deutlich. „Ich bin überzeugt davon, dass es dafür weiterreichende Ideen braucht – mit einem Innenstadt-Beirat sollten wir das auf breitere Schultern stellen.“

Bei „Wir sind Doberan“ sollen eben nicht nur Einzelhändler zu Wort kommen, entgegnet Marko Harder, Inhaber des gleichnamigen Zweirad-Geschäftes: „Wir wollen eine Plattform für alle Bürger bieten – auch für soziale Einrichtungen oder Vereine.“

Denn gerade in Bezug auf die Kommunikation mit der Stadt laufe seit einigen Jahren vieles schief, meint der Unternehmer: „Wir finden immer weniger Gehör – jetzt wollen wir versuchen, verstaubte Strukturen wenigstens ein wenig aufzubrechen.“

Lennart Plottke

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