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Bad Doberan Halbzeit beim Hallen-Neubau
Mecklenburg Bad Doberan Halbzeit beim Hallen-Neubau
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00:11 05.05.2018
Mehrzweckhalle (links), gegenüber das FSV-Vereinsheim, auf dem Außengelände ein Minigolf-Park – so wird der Komplex aussehen. Quelle: Zeichnung: Aib

Beim Bau der Mehrzweckhalle gegenüber der Sportanlage im Ortsteil West ist Halbzeit. So ziemlich jedenfalls. Vor ein paar Tagen wurde dort das Richtfest gefeiert. „Im ganz kleinen Kreis mit den Bauleuten, den Ingenieuren vom Planungsbüro und Stadtvertretern. Ohne große Öffentlichkeit und Prominenz“, so Bürgermeister Rüdiger Kozian.

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Die Eröffnung soll noch in diesem Jahr sein / Aber noch fehlt ein Betreiber

Das ist ungewöhnlich für das Ostseebad Kühlungsborn. Denn es handelt sich – mit einem Investitionsumfang von 3,1 Millionen Euro – um Kühlungsborns aktuell größtes Bauvorhaben. Dazu kommt außerdem noch ein Minigolf-Park im Außengelände für rund 700000 Euro und ein Vereinsheim für die FSV-Fußballer, für das gerade die Ausschreibung läuft. Die Halle soll Ende November mit dem Beginn der Eislauf-Saison in Betrieb gehen, der Minigolf-Park soll im kommenden Jahr gebaut werden. „Wir werden die Eröffnung der Halle im großen Rahmen feiern. Denn dann werden wir auch wissen, wie sich der Betrieb dort gestalten soll“, sagt der Bürgermeister. Und Bauamtsleiterin Peggy Westphal steuert noch als ein Argument für das interne Richtfest bei: „Schöne Fotos für die Presse sind beim jetzigen Stand der Baumaßnahme noch nicht zu machen.“ Womit sie nicht ganz unrecht hat.

Die Idee, diese Halle zu bauen, entstand durch den Wunsch, für die Kunsteisbahn im Konzertgarten West ein festes Domizil zu schaffen und im Sommer für die vielen Gäste Indoor-Aktivitäten bei schlechtem Wetter anzubieten. Die Kunsteisbahn wird vom „Die Möwen Veranstaltungsservice“ seit 13 Jahren immer vom ersten Adventswochenende bis zum Ende der Februarferien im Konzertgarten West betrieben. Zelt und technische Ausstattung werden von der Stadt gestellt.

Die Halle wird eine Eis- beziehungsweise Sport- und Spielfläche in der gleichen Größe bieten wie jetzt das Zelt: 35x15 Meter. Dazu kommen Sanitär-, Lager- und Technikräume, ein Kiosk und der Bereich für den Schlittschuhausleih. Die technische Eisbahnausstattung verschwindet nach dem Abtauen in einem breiten, verdeckbaren Graben im Hallenboden. Gebaut wird mit Stahl, Gasbeton und Glas. Das Gebäude wird mit Lärchenholz verkleidet. Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach soll die Stromkosten – vor allem beim Eisbahnbetrieb – in Grenzen halten.

„In den vergangenen Jahren ist der Druck, für die Eisbahn eine solche Halle zu bauen, noch gewachsen. Denn die Bahn unterm Zeltdach konnten wir nur noch mit einer Ausnahmegenehmigung betreiben. Das Zelt ist für die möglichen Windstärken in unmittelbarer Ostsee-Nähe auf Dauer nicht geeignet“, so die Bauamtsleiterin.

Wer künftig Eisbahn, Sommeraktivitäten in der Halle und den Minigolf-Park betreiben wird, soll in den kommenden Monaten geklärt werden. „Wünschenswert wäre eine Paketlösung – ein Betreiber, der für den ganzen Komplex sorgt“, so der Bürgermeister. Dazu wird es jetzt ein „Interessenbekundungsverfahren geben, in dem potenzielle private Betreiber ihr Konzept vorstellen können“, erklärt Peggy Westphal. Bürgermeister Rüdiger Kozian schließt allerdings auch eine Betreibung von Mehrzweckhalle und Minigolf-Park durch die Stadt nicht aus.

Dietrich Rehpenning vom „Die Möwen Veranstaltungsservice“(DMVS), der das Eiszelt im Konzertgarten betreibt, sagt: „Wir werden unser Interesse an einem möglichen Betrieb von Halle und Minigolf-Park bekunden, uns dann aber sehr genau die Ausschreibung, die sicher noch kommen wird, anschauen. Und sehr genau rechnen. Hochwertige Indoorgeräte sind nicht billig und müssten jedes Jahr neu vom Tüv abgenommen werden. Es ist durchaus möglich, dass sich das Ganze für einen privaten Betreiber wirtschaftlich nicht lohnt.“

Lutz Werner

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