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Bad Doberan Intensives Training für die Retter von morgen
Mecklenburg Bad Doberan Intensives Training für die Retter von morgen
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15:00 13.12.2018
Trainingsstunde der angehenden Rettungsschwimmer der Conventer Schule Rethwisch in der Schwimmhalle Gehlsdorf. Quelle: Anja Levien
Rethwisch

Mit ausgestreckten Armen schieben sie im Wasser das Schwimmbrett vor sich her. Nur mit Beinkraft bewegen sich die Schüler der Conventer Schule Rethwisch vorwärts. Ausdauertraining für die angehenden Rettungsschwimmer in der Schwimmhalle in Rostock-Gehlsdorf. „Weiter geht’s. Hopp“, ruft Benjamin Wehner von der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Kreisverband Bad Doberan aufmunternd den Jungen und Mädchen im Alter von zehn bis 15 Jahren zu. Viele von ihnen sind seit der vierten Klasse dabei.

Trainingsstunde der angehenden Rettungsschwimmer der Conventer Schule Rethwisch in der Schwimmhalle Gehlsdorf. Quelle: Anja Levien

„Das Ziel ist das Rettungsschwimmerabzeichen in Silber, dann können sie im Alter von 15 Jahren mit auf den Rettungsturm“, sagt Birgit Krüger, Lehrerin und Ehrenamtlerin bei der DRK-Wasserwacht. Seit etwa zwölf Jahren gebe es den Rettungsschwimmer-Kurs, ein Angebot der Schule in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz. Theorie und Praxis wechseln sich ab. 27 Schüler ziehen regelmäßig ihre Bahnen, hören die Anweisungen vom Beckenrand.

Schwimmer brauchen Kleidung und Tauchhindernisse

Für die Ausbildung zum Rettungsschwimmer werden nicht nur Schwimmbretter eingesetzt, mit denen der Nachwuchs trainiert. „Wir brauchen auch Übungskleidung fürs Schwimmen“, sagt Benjamin Wehner. „Die geht öfter mal kaputt, da brauchen wir verschiedene Größen.“ Trainiert wird auch mit Flossen, ohne die man in der Ostsee „aufgeschmissen“ sei. Doch auch für die Wettkämpfe würden Flossen benötigt. Ebenso würden Tauchhindernisse gebraucht. Deshalb unterstützt die OZ-Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ in diesem Jahr die Kinder- und Jugendarbeit des DRK-Kreisverbandes Bad Doberan. Hier werden Ersthelfer und Rettungsschwimmer ausgebildet, lernen Kinder schon in der Kindertagesstätte das Schwimmen. Doch für die Ausbildung wird dringend Lern- und Übungsmaterial gebraucht, für den Schwimmunterricht finanzielle Unterstützung für die Hallenmiete und den Fahrweg. Für alles ist der Verband auf Spenden angewiesen.

Beintraining wichtig für Rettungsschwimmer

In der Schwimmhalle wird der Nachwuchs auf die späteren Einsätze vorbereitet. Das heißt vor allem: trainieren, trainieren, trainieren. Zum Beispiel, wie man einen in Not Geratenen im Wasser abschleppt. „Das Beintraining ist sehr wichtig, Rettungsschwimmer sind viel in Rückenlage“, sagt Benjamin Wehner. Der Rettungsschwimmer liegt auf dem Rücken, greift mit beiden Armen unter die Achseln des Hilfebedürftigen und schleppt ihn ab, indem er Schwimmbewegungen mit den Beinen macht.

Das Spendenkonto

Das Spendenkonto bei der Deutschen Kreditbank: Empfänger: DRK Kreisverband Bad Doberan, IBAN: DE 45 1307 0024 0200 5767 04, Bic: DEUT DE DBROS, Spendenzweck: OZ-Weihnachtsaktion Helfen bringt Freude.

Alle Spender werden mit Namen veröffentlicht. Sollten Sie dies nicht wünschen, vermerken Sie dies auf der Überweisung. Für eine Spendenquittung bitte Adresse mit angeben.

Nils ist seit Anfang des Jahres im Kurs. „Es gefällt mir, ist mein Hobby. Ich gehe gerne ins Wasser, das macht mir Spaß“, sagt der Zehnjährige. Lea ist seit der fünften Klasse dabei, besucht jetzt die neunte Klasse. „Ich möchte vielleicht mal Rettungsschwimmerin werden. Es macht mir allgemein Spaß. Freistil schwimme ich am liebsten“, sagt die 15-Jährige. Auch Vivian ist seit der fünften Klasse dabei. „Ich bin durch die Schule zum Rettungsschwimmen gekommen. Ich möchte später Rettungsschwimmerin werden, um Menschen in Not zu helfen“, sagt die 14-Jährige.

Praktikum auf Rettungsturm

Mit 14/15 Jahren können die Schüler bereits ein Praktikum auf dem Rettungsturm machen. „Dann sehen sie, was sie in der Zukunft erwartet, damit sie später wissen, was zu tun ist“, sagt Krüger. Die Kinder und Jugendlichen würden schrittweise an die Aufgaben eines Rettungsschwimmers und die Arbeit auf dem Turm herangeführt.

Wenn die Schüler freitags nicht im Wasser sind, lernen sie in der Schule die Theorie, die jüngeren beispielsweise die Baderegeln. „Die Großen machen rettungsschwimmerrelevante Sachen“, so Krüger, zum Beispiel welche Gefahren es in Küstengewässern gibt oder wie man sich während einer Rettung verhält.

Nach einer Stunde im Wasser haben die Schüler es für heute geschafft. Dann geht es mit den extra organisierten Bussen zurück nach Rethwisch. Etwa 80 bis 90 Jugendliche sind bei der DRK-Wasserwacht im Kreisverband Bad Doberan organisiert. Etwa 50 von ihnen trainieren jeden Sonnabend von halb acht bis halb neun in der Schwimmhalle in Gehlsdorf. Dann können die Retter von morgen die ganze Halle nutzen, die ab 9 Uhr öffnet. „Eine andere Möglichkeit haben wir nicht. Es gibt keine andere Schwimmhalle“, sagt Benjamin Wehner.

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Anja Levien

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