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Bad Doberan Hinter Bollhagen soll weiter wachsen
Mecklenburg Bad Doberan Hinter Bollhagen soll weiter wachsen
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00:15 17.05.2018
Die Fläche vor dem Gebäude mit dem imposanten Reetdach in Hinter Bollhagen soll nach dem Willen der Wittenbecker Gemeindevertretung bebaut werden. Die Planungen werden viel Fingerspitzengefühl brauchen. Quelle: Fotos: Lutz Werner
Hinter Bollhagen

Die weitere Entwicklung von Hinter Bollhagen stand im Mittelpunkt der zurückliegenden Sitzung der Wittenbecker Gemeindevertretung. Das Dorf ist ein Ortsteil der Gemeinde. Rund 150 Einwohner leben dort – bis jetzt. Nach den Beschlüssen der Gemeindevertretung von vorgestern Abend könnten bald noch ein paar dazukommen.

„„Das ist eine Ecke, die gut bebaut werden kann. Es ist sinnvoll, sie zu beplanen. Die Keramikwerkstatt darf aber nicht verdeckt werden.“Jürgen Sattler Gemeindevertreter
„„Bevor es konkrete Planungen für die Fläche vor dem Reetdach- Gebäude geben wird, werden wir mit den Anwoh- nern reden.“Dirk Stübs Bürgermeister

Die Gemeindevertreter stimmten dem Bau von zwei weiteren Wohnhäusern mit insgesamt drei Wohnungen im kleinen Wohngebiet Hillerweg zu. Dort sind in den vergangenen Jahren bereits 15 Grundstücke bebaut worden. Noch zwei Bauvorhaben könnten bald folgen und mittelfristig könnten dort – nördlich der Landesstraße – noch zusätzlich fünf bis sechs Baugrundstücke erschlossen werden, beantwortete Bürgermeister Dirk Stübs (parteilos) eine Anfrage der OSTSEE-ZEITUNG nach der Sitzung. Schräg gegenüber, im kleinen Wohngebiet an der Hofstraße, billigten die Gemeindevertreter den Neubau eines Doppelhauses. Vier solcher Häuser stehen dort schon.

„Hinter Bollhagen hat sich zu einer gesuchten Adresse für Bauwillige entwickelt, wenngleich die Dimension natürlich mit dem deutlich größeren Hauptort Wittenbeck nicht vergleichbar ist. Aber alle Standortfaktoren, die Wittenbeck mit seiner Nähe zu Kühlungsborn und einem vergleichsweise kurzen Arbeitsweg nach Bad Doberan oder Rostock attraktiv machen, gelten auch für dieses kleine Dorf“, schätzt der Bürgermeister ein.

Ausführlich diskutierte die Gemeindevertretung eine Vorplanung für die Bebauung der rund 1500 Quadratmeter umfassenden Fläche vor dem großen, ehemals landwirtschaftlich genutzten Gebäude mit dem imposanten Reetdach. Es prägt das Ortsbild von Hinter Bollhagen. Der ehemalige Kuhstall wurde nach 1990 als Wohn- und Werkstattgebäude ausgebaut. Dort sind heute Wohnungen sowie die Arbeits- und Präsentationsräume einer Keramikwerkstatt. Die große, baufällige Scheune davor wurde 1999 abgerissen. Heute ist dort eine naturnahe Wiese – und sie soll jetzt zu Bauland werden.

„Dort könnten – auf zwei größeren Grundstücken – zwei Einfamilienhäuser entstehen und auf dem kleineren Grundstück nahe der Bushaltestelle ein Bungalow“, umreißt Stübs das vorläufige Planungsziel.

Allerdings sei die Planung anspruchsvoll. Die Neubauten müssten architektonisch in die Umgebung passen und auch der Blick von der Landesstraße zur Keramikwerkstatt dürfe nicht verstellt werden. „Der Bauausschuss wird demnächst einen Planer einladen, um mit ihm über dieses Vorhaben zu diskutieren. Und auf jeden Fall wird es vor konkreten Planungen Gespräche mit den anliegenden Nachbarn geben“, so Stübs.

Dort zu bauen ist aber der erklärte Wille der Gemeindevertreter. „Das ist eine Ecke, die gut bebaut werden kann. Es ist sinnvoll, sie zu beplanen“, sagte beispielsweise Jürgen Sattler (CDU). Die Gemeindevertretung schuf auch die rechtlichen Voraussetzungen zum Bau der Bedarfsampel zur Querung der Landesstraße an den beiden Bushaltestellen. Die ebenfalls baulich verbessert werden sollen. „Wir haben an der Bushaltestelle in Hinter Bollhagen genauso viel Verkehr wie an der „Nassen Ecke“ in Wittenbeck“, sagt Bürgermeister Dirk Stübs (parteilos). „Da haben wir auch eine Ampel gebaut.“ In Hinter Bollhagen würden viele Schulkinder die Straße queren. „Im Sommer hat man zu tun, über die Straße zu kommen.“ 40000 kostet die Drückampel. Dafür gibt es 14400 Euro Fördermittel. Dazu kommt eine neue Bushaltespur an der Einmündung zur Dorfstraße. Die Ampel soll bis Mitte November stehen. Partner bei diesen Baumaßnahmen ist das Straßenbauamt Stralsund.

Die Gemeindevertreter beschlossen die Bereitstellung von zwei Busaufstellflächen und den Abschluss eines städtebaulichen Vertrages über die Gesamtbaumaßnahme mit dem Straßenbauamt. Das Amt bezahlt die Ampel, die Gemeinde finanziert den Bau der Bus-Flächen und der Gehweganpassung.

Lutz Werner

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