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Bad Doberan Hoch hinaus mit den Weltall-Profis
Mecklenburg Bad Doberan Hoch hinaus mit den Weltall-Profis
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00:00 25.09.2018
Die Astrophysiker Manuel Schöttler und Mandy Bethkenhagen von der Uni Rostock kennen sich bestens mit Saturn (li.) und Jupiter aus. Quelle: Foto: Arscholl
Rostock

Was machen eigentlich Planetenforscher? Steigen sie jeden Morgen in ihr Raumschiff und fliegen damit ins Weltall? „Nein, das nicht gerade“, sagt Mandy Bethkenhagen. Die 31-Jährige und Manuel Schöttler sind Astrophysiker am Institut für Physik an der Universität Rostock. Obwohl sie Planeten erforschen, haben sie mit Raumanzug und Warp-Antrieb eher wenig zu tun. Sie sitzen oft vor dem Computer, lesen viele Bücher und tauschen sich mit Kollegen aus.

Seit der deutsche Astronaut Alexander Gerst im Juni für ein halbes Jahr zur Internationalen Raumstation ISS flog, bekommen Raumfahrt und Weltall wieder viel Aufmerksamkeit. Das Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum hat rund um das Weltraum-Event ein Bühnenprogramm zusammengestellt, das am 26. September zu Gast ist bei der Kinderuni von Universität Rostock und OZ – mit spannenden Experimenten, verblüffenden Erklärungen und einer Grußbotschaft von Alexander Gerst.

Wie sind Planeten aufgebaut, woraus bestehen sie? Das untersuchen die Rostocker Astrophysiker. Um das große Ganze zu verstehen, richten sie ihr Augenmerk auf die kleinsten Dinge, aus denen alles gemacht ist. „Wir schauen uns Moleküle und Atome an“, sagt Manuel Schöttler. Von den meisten Planeten ist nur bekannt, wie groß sie sind und wie viel sie wiegen, erklärt der Nachwuchsforscher. Aber er will natürlich mehr wissen. Welche Stoffe verbergen sich unter den Oberflächen von Uranus, Jupiter und Neptun, wie reagieren sie miteinander? Das ist wichtig, um eine der wohl spannendsten Frage zu beantworten, die es überhaupt gibt: Existiert Leben auf anderen Planeten unseres Sonnensystems?

Mandy Bethkenhagen und Manuel Schöttler sind sich sicher, dass wir nicht die einzigen Lebewesen im Weltall sind. Winzige Einzeller könnte es auch in unserem Sonnensystem geben, so Bethkenhagen.

Hinter dessen Grenzen haben Wissenschaftler mehrere Planeten identifiziert, die erdähnliche Bedingungen aufweisen. Das Problem ist allerdings, dass die ziemlich weit weg sind. Um zu fernen Welten aufzubrechen, die Lichtjahre von uns entfernt sind, wäre Überlichtgeschwindigkeit nötig. „Aber das ist unmöglich“, meint Manuel Schöttler.

Kinderuni: 26. September, 17.30 Uhr im Audimax, Ulmenstraße 69. Eintritt frei. Infos: www.kinderuni-rostock.de

gkw

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