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Bad Doberan Hoch zu Ross zum Gottesdienst
Mecklenburg Bad Doberan Hoch zu Ross zum Gottesdienst
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00:08 07.05.2018
30 Reiter kamen zur sechsten Auflage des Reitergottesdienstes der Land-Projekt-Gemeinschaft „Hügelland“ e.V. zusammen, um der Predigt des Pastors der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Kröpelin, Olaf Pleban, zu lauschen. Quelle: Fotos: Sabine Hügelland

Geputzte Ledersättel, Cowboy-Hüte, Pferde mit sämtlichen Fellfarben: Der sechste Reitergottesdienst der Land-Projekt-Gemeinschaft (LPG) „Hügelland“ e.V.

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30 Reiter kamen zur Predigt von Pastor Olaf Pleban nach Kröpelin

Schmadebeck ließ Wildwest-Romantik aufkommen. Bevor an die 30 Teilnehmer, denen sich drei Kutschen anschlossen, am Sonnabendvormittag in Schmadebeck den Ritt in den Mai begannen, ließen sich Ross und Reiter auf einer Fahrzeugwaage auf dem Hof von Hergen Plate wiegen. Viele Pferde scheuten, der Metalluntergrund war ihnen unbekannt, das Geräusch der Hufe darauf sehr laut.

Gesucht wurden das leichteste und das schwerste Reiterpaar. Dass zwei Frauen gewinnen würden, hätte niemand gedacht. Ein imposanter, großer und rassiger Spanier mit Namen „Fugado“ machte das Rennen mit 680 Kilogramm. Die schlanke Reiterin Anja Schröder gab nur wenige Kilo hinzu. Leichtestes Paar mit 320 Kilogramm wurde die 26-jährige Johanna Magritz auf ihrem Pony „Lena“. Die beiden gewannen Lebensmittel von Bauer Plate.

Der folgende Ritt ging über 17 Kilometer: von Schmadebeck am Hellbach entlang bis Groß Siemen, ein Rundkurs durch den Altenhäger Wald zum Stadtholz und nach Kröpelin. Zurück nach Schmadebeck waren es nur sechs Kilometer. Rüdiger Kropp als Vereinsvorsitzender ritt mit wehender Vereinsfahne auf seinem Wallach „Avalon“ voran. In Schritt und Trab ging es durch das Gelände. Diejenigen, die im Galopp ausreiten wollten, nutzten eine Extra-Strecke.

Am großen Parkplatz in Kröpelin standen Wasserbehälter und anderes für die Tiere bereit, denn die Pferde waren verschwitzt und durstig, hatten sie doch etliche Hügel zu bewältigen. Auch den Reitern kam die Pause gelegen: „Es geht hier um Gemeinschaftspflege“, sagte Carmen Blazejewski. „Das ist toll organisiert. Wir werden gut verpflegt. Es ist eine Veranstaltung, bei der Mensch und Tier eine Einheit sind. Man hat das Gefühl, man bekommt etwas geschenkt.“

Zum Gottesdienst positionierten sich die Reiter dann vor einer Tribüne auf einem Hänger. Tieren Raum zum Leben zu lassen, darum bat der Pastor der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Kröpelin, Olaf Pleban. „Tiere sind keine Verfügungsmasse“, sagte er. „Das Zusammensein in der Natur, die Erfahrung mit den Tieren – ich glaube, da finden wir zu uns zurück – und zu Gott.“

Es ging auch um die Verantwortung des Menschen, die das Reiterhobby mit sich bringt. Er sprach die aktuelle Situation der Verbote von Pestiziden durch die Regierung an. Und, dass der eigene Lebensstil stets überdacht werden sollte. Mit dem Musiker Thomas Lehner sang und spielte der Pastor zu christlichem Liedgut Gitarre.

Zum Ende des Gottesdienstes gab es Fürbitten und Segen mit auf den Weg. „Er findet immer passende Worte, die bewegen“, fand Carmen Blazejewski. „Die Verbindung mit dem Gottesdienst, die ganze Atmosphäre gefällt mir“, so Andreas Höntsch. Der 60-Jährige kam mit seiner Familie aus Neu Nantrow zum Event geritten.

Severina Meisener aus Retschow saß auf einem Pferd aus einer Reitbeteiligung von Brinkmanns aus Hohenfelde: „Es macht Spaß und man lernt so neue Leute kennen, die das gleiche Hobby haben“, sagte die 18-Jährige. „Ich schätze das Fahren in der Gruppe“, sagte Carsten Süß aus Gersdorf, der mit seiner Kutsche dabei war. „Ich bin sonst mitgeritten, aber meine Reitpferde verstarben“, sagte Kutscher Ivo Tegtmeier aus Wiethagen. Sebastian Manske aus Satow wird mit seiner Kutsche auch beim Apfelblütenfest am kommenden Wochenende in Diedrichshagen dabei sein.

Sabine Hügelland

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