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Bad Doberan Hoffen auf den heißen Sommer
Mecklenburg Bad Doberan Hoffen auf den heißen Sommer
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00:10 11.05.2018

Die deutliche Mehrheit der Tourismus-Betriebe in MV – 62 Prozent – rechnet damit, dass der kommende Sommer ähnlich gute Ergebnisse wie 2017 bringen wird. Das ergibt eine landesweite Umfrage des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern (TMV) , bei dem auch nach dem Stand der Vorbuchungen für die kommenden Sommermonate von Ende Juni bis Ende August gefragt wurde. 2017 bescherte MV an Gäste- und Übernachtungszahlen – trotz eines eher mäßigen Sommers – touristisch das bisher zweitbeste Jahr.

Noch ist viel Platz an Kühlungsborns Stränden. Die Touristik-Branche hofft, dass dies bald wieder anders wird. Quelle: Foto: Lutz Werner
„„Ich gehe – nach allem, was ich in vielen Gesprächen gehört habe – von einem Sommer auf erneut sehr hohem Niveau aus.“Ulrich Langer Touristik-Chef
„„Der Stand der Vorbuchungen für den Sommer ist jetzt niedriger als im Mai 2017. Da kann aber noch vieles dazukommen.“Axel Matzkus Hotel-Inhaber

15 Prozent sind sehr optimistisch, hoffen, dass 2018 noch besser als 2017 wird. Aber immerhin 23 Prozent glauben, dass der Sommer 2018 schlechter werden könnte als sein Vorgänger. Weil potenzielle Gäste nach den Schlechtwetter-Erfahrungen der vergangenen beiden Jahre wieder mehr das Mittelmeer im Blick haben und mit langfristigen Vorbuchungen an unseren Küsten vorsichtiger geworden sind. „Bei vielen Touristikern im Land ist die Erwartung doch ein wenig gedämpft. Es kommt jetzt darauf an, vor allem das kurzfristige Potenzial zu erschließen“, kommentiert TMV-Geschäftsführer Tobias Woitendorf die Ergebnisse der Befragung.

Wie sieht es konkret in Mecklenburgs größtem Ostseebad Kühlungsborn aus? Touristik-Chef Ulrich Langer sieht ausgesprochen optimistisch dem Sommer entgegen. „Zahlen über Vorbuchungen für Kühlungsborn liegen mir nicht vor. Aber ich höre von Hotels und Zimmervermittlungen keine Warnsignale. Ich gehe erneut von einem Sommer auf sehr hohem Niveau aus“, sagt Langer. 2017 war für Kühlungsborn trotz eher durchwachsenen Wetters ein Rekordjahr: Erneut deutlich mehr als 400000 Gäste und mehr als 2,6 Millionen Übernachtungen wurden gezählt. Langer verweist auch auf eine Gästebefragung von 2017, „die uns einen sehr hohen Zufriedenheitsgrad bescheinigt“.

Nachfragen in einzelnen Hotels ergeben ein etwas differenziertes Bild. „Wir haben bereits jetzt deutlich mehr Vorbuchungen für den Sommer als im Mai 2017. Es gibt noch ein paar Lücken. Aber mit einer zusammenhängenden Woche wird es schwer“, sagt Sarah Koller vom „Polar-Stern“. „Ein bisschen weniger im Vergleich zum Vorjahr. Aber keinesfalls deutlich weniger“, schätzt Christin Willer vom Travel Charme Ostseehotel die Lage ein. „Es sind erkennbar weniger Vorbuchungen für den Sommer als im Mai 2017“, sagt Axel Matzkus, der Inhaber des Europa-Hotels und des Hotels „Max am Meer“. So wird die Situation auch im Hotel „Vier Jahreszeiten“ – auch in der Ostseeallee – gesehen.

Insgesamt ist die Stimmung in den Häusern jedoch optimistisch. „Das ist erst eine Momentaufnahme. Ich bin sicher, wir werden einen ähnlich guten Sommer wie 2017 hinlegen“ sagt Matzkus. Denn er und die Kollegen wissen: Eine länger anhaltende Schönwetter-Zeit jetzt im Mai und im Juni könnte die Zurückhaltung bei längerfristigen Vorbuchungen auflösen. Und: „Der Trend geht ohnehin immer stärker zu kurzfristigen Buchungen, oft kann man sogar von spontan reden“, sagt Touristik-Chef Langer.

In den Zimmervermittlungen sieht es ähnlich aus. Hier zwei Beispiele. „Im Juli und August nahezu ausgebucht – wie immer zu diesem Zeitpunkt. Es gibt nur noch ein paar Lücken“, sagt Anke Schulz von der Kühlungsborner Zimmervermittlung. „Es sieht durchwachsen aus mit den Vorbuchungen, nicht ganz so gut wie im vergangenen Jahr“, schätzt Lars Zacher von „Ostseebadferien“ ein. Aber auch er ist sicher: „Das wird wieder ein gutes Jahr.“

Lutz Werner

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