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Bad Doberan Hotel für junge Leute und Familien hinterm Hafen
Mecklenburg Bad Doberan Hotel für junge Leute und Familien hinterm Hafen
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08:00 31.08.2018
Das Sport-Hotel soll auf der Brachlandfläche hinter der Hafen-Promenade gebaut werden. Davor verläuft die Hafen-Straße. Quelle: Tsk Kühlungsborn
Kühlungsborn

Der Bauausschuss der Stadt Kühlungsborn (Landkreis Rostock) macht den Weg frei für den Bau eines großen Sport-Hotels hinterm Hafen. Das Hotel soll auf der 1,2 Hektar großen Brachlandfläche hinter dem östlichen Teil der Hafen-Promenade entstehen. Um das Projekt Wirklichkeit werden zu lassen, fasste der Bauausschuss den Aufstellungsbeschluss zur 3. Änderung des Bebauungsplans Nr. 17 der Stadt Ostseebad Kühlungsborn „Am Bootshafen“. Kern der ganzen Sache ist die Änderung des dort bisher geltenden Planungsziels „Maritim-touristisches Gewerbe“ hin zu einem Hotel-Neubau. Die Stadtvertretung muss die Empfehlung des Bauausschusses noch bestätigen – was aber sehr wahrscheinlich ist. Dann wird der B-Plan das übliche Verfahren mit dem Ziel durchlaufen, dort Baurecht für das Hotel zu schaffen.

Bauausschuss hat sehr positiven Eindruck vom Projekt

Künftiger Bauherr und Investor ist der Projektentwickler Dr. Jan Aschenbeck (39) aus Oldenburg. Er ist, gemeinsam mit seinem drei Jahre jüngeren Bruder Berend, Inhaber der Firma Aschenbeck & Aschenbeck Projektentwicklung. „Der Investor hat sein Vorhaben in den zurückliegenden Monaten erst im Bauausschuss und dann den Stadtvertretern vorgestellt. Wir haben dabei einen sehr positiven Eindruck gewonnen“, sagte Hans-Joachim Ollhoff (HGV), der Chef des Bauausschusses am Beginn der Diskussion über die B-Plan-Änderung. „Hätte ich gewusst, dass diese Bauausschuss-Sitzung öffentlich ist, wäre ich gern nach Kühlungsborn gekommen, um das Projekt auch vor anwesenden Bürgern zu erläutern“, sagte Aschenbeck gestern der OZ am Telefon.

Kühlungsborn hat alles, was junge Leute mögen - bis auf ein preisgünstiges Jugend-Hotel

Er will auf der Brachlandfläche hinter der Hafen-Promenade ein Sport-Hotel mit maritimer Ausrichtung vor allem für junge Leute und Familien bauen. „Segeln, Surfen, Trendsportarten wie Stand-Up-Paddling, Festivals wie Sea & Sand und Seaborn, die großen Musik-Events in der Beach-Arena: Kühlungsborn hat doch schon alles, was junge Leute mögen. Es fehlt eigentlich nur noch ein preisgünstiges Hotel in Strandnähe, das in Teilen auch den Charakter eines Hostels haben wird – natürlich auch mit eigenen sportlichen Angeboten“, erklärt er die Idee für das Vorhaben. So etwas liege voll im Trend und sei andernorts sehr erfolgreich.Eine konkrete Planung gebe es zu diesem frühen Zeitpunkt des Vorhabens noch nicht. Aber diese Vorstellung: Aschenbeck und seinen Architekten schwebt ein „S-förmiger Baukörper vor, der Räume öffnet“. Mit einem tiefliegenden Erdgeschoss für Parkplätze, Empfang und mit mehreren Läden, Bars und Restaurants entlang eines öffentlichen Weges. Darauf will er zwei Vollgeschosse und ein „sehr aufgelockertes Staffelgeschoss“ bauen. Jan Aschenbeck betont: „Wir wollen den Kühlungsbornern kein fertiges Projekt vorsetzen, sondern es gemeinsam im Dialog mit Bauausschuss, Stadtvertretern und vor allem den Bürgern der Stadt entwickeln. Denn das, was dann gebaut wird, soll allen – oder doch möglichst vielen – Kühlungsbornern gefallen.“

Einige Bauausschuss-Mitglieder haben Bedenken

Vielleicht wäre es wirklich sinnvoll gewesen, wenn der Investor Mittwoch Abend im Bauausschuss dabei gewesen wäre. Denn trotz der mehrheitlichen Zustimmung zu seinem Vorhaben gibt es Vorbehalte. Dazu hätte er Stellung nehmen können. Das sind einige Bedenken: „In dieser Größenordnung brauchen wir dort so ein Projekt nicht. Der Strand zwischen Seebrücke und Fulgen ist schon voll genug“, sagt Wolfgang Stange (UWG). „Ein 3D-Modell zu haben wäre gut. Das ist unbestechlich. Wir sind bei solchen Planungen schon oft genug hinsichtlich der tatsächlichen Größe der Geschosse gelinkt worden“, merkte Dr. Tino Just (SPD/Grüne) an. Stadtplaner Lars Fricke – er wird den B-Plan für die Stadt erarbeiten – sagte dazu: „Wir reden hier über einen Aufstellungsbeschluss für einen B-Plan, über einen Rahmen für die Planung. Im Laufe des B-Plan-Verfahrens haben wir noch alle Möglichkeiten, unsere Wünsche für die konkrete Ausführungsplanung mit dem Investor abzustimmen.“

Maximal 350 Hotel-Betten sind zulässig

Investor Aschenbeck hatte sich 399 Betten für sein Sport-Hotel gewünscht. Der Bauausschuss machte daran nur wenig Abstriche, hält eine Größenordnung von 320 bis 350 Betten für vertretbar. Jan Aschenbeck hatte das Baufeld Ende 2017 vom Vorbesitzer, einem Kröpeliner Bauunternehmer, gekauft. Auch er wollte dort ein großes Hotel bauen. Darüber verhandelte er jahrelang mit Stadtverwaltung und Stadtvertretung. Allerdings lagen die beiderseitigen Vorstellungen zu weit auseinander. Der Hafen wurde von 2002 bis 2005 gebaut. 2002 begann auch die Bebauung der Hafen-Promenade mit ihren Restaurants und Geschäften sowie die Errichtung der Ferienwohnanlage westlich vom jetzigen Aschenbeck-Grundstück. Diese Fläche blieb bisher Brachland.

Werner Lutz

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