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Hygiene mangelhaft: Schul-Klo fällt durch

Bad Doberan Hygiene mangelhaft: Schul-Klo fällt durch

Eklig, kaputt, unhygienisch: Der Schulverein beklagt die Zustände auf den Toiletten der Doberaner Buchenbergschule und fordert eine Sanierung. Bürgermeister Thorsten Semrau: Verschmutzungen kann man leicht beseitigen.

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Bad Doberan. Verrostete Wasserhähne, verkalkte Wasch- und Klobecken, Wasser- und Schimmelflecke an den Wänden: Die Toiletten in der Doberaner Buchenbergschule geben wahrlich ein trauriges Bild ab. „Es kann doch nicht sein, dass eine dringend notwendige Sanierung auf Kosten der Kinder und der Hygiene immer wieder aufgeschoben wird“, meint Torsten Schellin, Vorsitzender des Buchenberg- Schulvereins (BuSch). „Vor drei Jahren wurde die Grundschule auf Vordermann gebracht — die Sanitäranlagen leider nicht.“ Damalige Begründung: „Das sei nach zwölf Jahren noch nicht notwendig“, sagt Schellin und schüttelt den Kopf.

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Nach meiner Auf- fassung können das Hausmeister und Reini- gungsservice erledigen.“Thorsten Semrau, Bürgermeister Doberan

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Und auch jetzt, bei den Planungen für die umfassende Sanierung des Hauptgebäudes im kommenden Jahr, würden die Toiletten außen vor gelassen. „Wann wollen wir uns denn darum kümmern?“, fragt Schellin.

„In 30 Jahren?“ Einzelne WC-Boxen würden nur noch durch Winkel und Holzkonstruktionen zusammengehalten, viele automatische Spülungen an den Becken seien defekt, es bilde sich demzufolge überall Urin- und Wasserstein. „Ein unhaltbarer Zustand“, findet Schellin.

Doberans Bürgermeister Thorsten Semrau (parteilos) ist der gleichen Meinung — mit einem entscheidenden Unterschied: „Nach meiner Auffassung handelt es sich hier in erster Linie um Dinge, die Hausmeister und Reinigungsservice erledigen können“, sagt das Stadtoberhaupt. „Verschmutzungen kann man doch leicht beseitigen, Armaturen austauschen.“

Dabei will Semrau nicht missverstanden werden: „Es ist für mich selbstverständlich, dass die Toiletten sauber sein müssen — alles andere ist den Kindern doch gar nicht zumutbar.“ Dennoch seien viele Missstände auch hausgemacht: „Ich denke, dass es sich bei einem Großteil der Schäden um Vandalismus handelt.“

Dass es nicht nur bei kosmetischen Ausbesserungen bleiben darf, meint hingegen Schulleiter Herbert Thietke: „Wir sollten das gesamte Gebäude im Blick haben und bei den Sanierungsarbeiten im kommenden Jahr nicht die Türen zum Sanitärbereich verschließen.“ Die finanziellen Mittel für immer wieder notwendige Reparaturmaßnahmen seien begrenzt, macht Thietke deutlich: „Hier mal ein Wasserhahn, dort mal ein Becken — das ist nicht ausreichend.“

Im Übrigen hätten diese Maßnahmen nichts mit hausgemachten Vandalismus-Schäden zu tun, stellt der Schulleiter klar. „Natürlich geht in einer Schule mal das eine oder andere kaputt“, sagt Thietke.

„Wir sprechen hier aber von Abnutzungs- und Alterserscheinungen — die Standarts entsprechen nicht mehr den Anforderungen des Jahres 2013.“

Mit dem Argument, dass die Sanitärräume „erst“ 15 Jahre alt seien, könne er ebenfalls nichts anfangen, sagt Torsten Schellin: „Man kann die Gegebenheiten doch nicht mit den Toiletten zu Hause vergleichen — hier gibt es eine viel stärkere Beanspruchung.“ Eine Erneuerung der Räumlichkeiten dürfe nicht von der Haushaltslage abhängen abhängen, meint Schellin.

Natürlich sei ihm bewusst, „dass Geld nur einmal ausgegeben werden kann“, erklärt Herbert Thietke, gibt aber zu bedenken, „dass eine nachträgliche Sanierung insgesamt sicher teurer werden würde“.

Immerhin: Thorsten Semrau hat eine nochmalige Überprüfung der Gegebenheiten vor Ort zugesagt — es werde entsprechende Beratungen mit den Verantwortlichen geben. „In unserer Einrichtung lernen 520 Schüler“, sagt Schulleiter Herbert Thietke. „Da würden sich Investitionen sicher lohnen.“

Millionen-Investition für Schulsanierung — die Toiletten bleiben außen vor

1 Million Euro wird die Sanierung und Modernisierung der Doberaner Buchenbergschule im kommenden Jahr etwa kosten.15 Jahre sind die Sanitäranlagen alt — eine Erneuerung ist in den Plänen zunächst nicht vorgesehen.

1966 wurde das H-förmige Haus mit zwei Gebäuden und einem Verbinder errichtet.

 

Lennart Plottke

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