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Bad Doberan Im „Daheim“ schmeckt’s wie vor 40 Jahren
Mecklenburg Bad Doberan Im „Daheim“ schmeckt’s wie vor 40 Jahren
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00:26 17.04.2018
In der Gaststätte „Daheim“ servieren Wolfgang Rohde und Partnerin Brigita gutbürgerliche Gerichte.

An der Waldesecke mit einem derben Buchenbruch vom Sturm an der L 10 in Radegast fällt das helle Gebäude mit dem Schild „Gasthaus Daheim“ auf. An der Frontseite lädt eine abgeschirmte Ecke mit rustikaler Sitzgarnitur den Reisenden zu einer Verschnaufpause ein. Hier ist das Reich von Koch und Gastwirt Wolfgang Rohde (62) und seiner Lebensgefährtin Brigita aus Litauen. Ein Blick auf die Speisekarte verspricht einfache bürgerliche Gerichte, wie sie kaum noch in herkömmlichen Gaststätten zu finden sind: Spiegelei mit Bratkartoffeln, Rohkost-Salate, Bauernfrühstück, Hausmachersülze. Dazu Putengerichte oder Schweinesteak und Pommes für Kinder. Das alles wird in einer offenen Küche zubereitet.

Das Ambiente des Speisesaals mit karminroten Möbeln, ergänzt durch eine Rosenwand auf dunklem Untergrund, bietet zur Mahlzeit Behaglichkeit. „Über Radegast hinaus kommen unsere Gäste aus allen Himmelsrichtungen im Umkreis von bis zu 40 Kilometern“, sagt Wolfgang Rohde. „Auch Stammgäste aus Lübeck kehren bei uns ein.“ Seine Partnerin Brigita ergänzt: „Dann sind immer alle Plätze schon auf Anmeldung vergeben.“

Sehr viele Bestellungen würden auch außer Haus geliefert: „Wir haben in diesem Ort zur Bewirtung hungriger Gäste einen richtig guten Platz gefunden – direkt an der Durchgangsstraße zwischen Rostock und Wismar.“ Es sei gut, dieses Land-Gasthaus in Radegast zu haben, meint Ortsvertreterin Dagmar Biel: „Speisegaststätten auf dem Lande sind ja mittlerweile eine Rarität in unseren Breiten.“

Er koche wie vor vierzig Jahren, sagt Wolfgang Rohde: „Und natürlich alles mit Zutaten aus einheimischen Produkten.“ Der umsichtige und freundliche Küchenchef ist seit seiner Jugend mit dem Umgang mit Restaurant-Besuchern vertraut: „Die Gäste bevorzugten Einfachheit im Angebot und moderate Preise – das ist in meinem Unternehmen der Leitsatz.“ Speisekarten in großen Häusern seien meist gespickt mit gehobenen Bezeichnungen, am besten auf Französisch oder Englisch. Das „Daheim“ präsentiere alle Gerichte auf Deutsch: „So weiß jeder gleich, was auf den Teller kommt.“

Der Gastraum bietet bis zu 70 Plätze. Busgesellschaften machen Fahrpausen und Vereine buchen vor. Auch Hochzeitspaare samt Anhang feiern und essen in Radegast. Dann steht zur Selbstbedienung ein reichhaltiges Büfett bereit, und der Saal ist zum Tanzen geräumt. „Wir sind auf Vielseitigkeit programmiert“, sagt Wolfgang Rohde und betont, dass ihm seine Lebensgefährtin Brigita tatkräftig zur Seite stehe: „Als Konditorin bringt sie beste Erfahrungen ins Gastgewerbe ein.“

dgr

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