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Bad Doberan In Thüringen verliebt – an der Küste verwurzelt
Mecklenburg Bad Doberan In Thüringen verliebt – an der Küste verwurzelt
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00:01 03.06.2017
Sie halten seit mehr als 60 Jahren zusammen: Anneliese und Dieter Herbst auf der Terrasse ihres Hauses in Bargeshagen. Quelle: Foto: Lennart Plottke
Bargeshagen

„40 Jahre wohnen wir nun schon in unserem Haus in Bargeshagen“, sagt Dieter Herbst stolz. „Wir haben das selbst hochgezogen – nach 13 Monaten Bauzeit konnten wir damals einziehen.“ Zwei Maurer aus dem Dorf, dazu zwei Kollegen aus der Rostocker Brigade – „immer sonnabends hieß es ,vier Mann, vier Ecken’ – und dann ging es rund“. Die beiden Söhne Steffen und Frank standen als fleißige Helfer zwischen den Betonmischern und Handwerkern – „nach zwölf Stunden war eine Etage fertig“, erzählt Herbst. „Das war richtig gut organisiert.“ Und es gab eine amtliche Motivation: „Wir haben die Arbeiter gut mit Schnaps angetrieben“, sagt Ehefrau Anneliese und lacht.

Apropos: Ein Gläschen oder auch zwei dürften sich die Eheleute auch am kommenden Donnerstag genehmigen. Dann nämlich feiern die Bargeshäger ihre Diamantene Hochzeit. „Ab 11 Uhr stehen die Türen in der früheren Gaststätte ,Zum Storch’ offen“, sagt Dieter Herbst. „Dabei wird natürlich ein Großteil der Familie anwesend sei – ich gehe aber davon aus, dass auch viele Leute aus dem Ort an diesem besonderen Tag teilhaben wollen.“ Denn die beiden Jubilare sind seit 40 Jahren fest in Bargeshagen verwurzelt, nicht nur bei den Anwohnern in ihrer Straße beliebt. Dabei waren die ersten Jahre ihres Zusammenseins von einigen beruflichen und auch räumlichen Veränderungen geprägt.

Kennengelernt haben sich Dieter und Anneliese schon in der Oberschule – damals noch im thüringischen Ruhla. „Eines Tages habe ich Anneliese nach Hause begleitet und mich ihrer Mutter vorgestellt“, erinnert sich der heute 79-Jährige. „Das hat gleich einen guten Eindruck gemacht.“ Denn die Eltern seien der Auffassung gewesen, dass die Tochter in feste Hände gehört – „von da an hatte ich freie Bahn“.

Beruflich machte Dieter Herbst als Agronom in der Landwirtschaft Karriere, war unter anderem vier Jahre LPG-Vorsitzender im Kreis Neubrandenburg, arbeitete nach einem Studium zum Diplom-Landwirt an der Uni Rostock beim Lehr- und Versuchsgut in Westenbrügge und wurde schließlich bei der Kooperationsgemeinschaft Conventer Niederung als Ökonom eingestellt.

„Ich bin immer mitgezogen“, sagt Anneliese Herbst und lächelt. „Nach einer Ausbildung zur Krankenschwester an der Medizinischen Fachschule in Eisenach habe ich im Kreis Neubrandenburg viele Jahre als Gemeindeschwester gearbeitet.“ Es folgten eine Qualifizierung zur Buchhalterin sowie ein Zusatzstudium zur Ingenieur-Ökonomin – was der heute 78-Jährigen letztlich den Posten der stellvertretenden Hauptbuchhalterin beim Landtechnischen Anlagenbau Rostock mit Sitz in Sievershagen einbrachte.

Die beiden Söhne stehen mittlerweile längst auf eigenen Beinen, sind verheiratet und haben den Jubilaren drei Enkel geschenkt. „Dazu kommen die Urenkel Felix und Charlotte – das ist die Familie Herbst“, sagt der Urgroßvater.

60 Jahre Ehe – gibt’s ein Rezept? „Wir haben uns zwar öfter mal geschubbert“, bekennt Dieter Herbst. „Aber wir waren nie wirklich zerstritten – man muss einfach ein bisschen aufeinander Rücksicht nehmen.“ Und: „Wenn Du mit einem Betrieb fertig wirst, wirst Du doch auch mit einer Frau fertig . . .“

len

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