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Investor König: „Ich fühle mich in aller Form blockiert“

Heiligendamm Investor König: „Ich fühle mich in aller Form blockiert“

Seit vier Jahren bemüht sich Klaus König aus Templin um den Bau des Strandzentrums in Heiligendamm — genauso lange stößt er auf Gegenwehr. Nun will er klagen.

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Heiligendamm. Zum Jubiläum „220 Jahre erstes deutsches Seebad“hätten die Besucher aus aller Welt schon auf der neuen Terrasse sitzen, Kaffee trinken, vielleicht auch mit einem Glas Sekt anstoßen können. Doch vom neuen Strandzentrum, angeblich sogar „von allen Seiten herbeigesehnt“, ist noch immer nichts in Sicht. Und nun platzt dem Investor Klaus König (47), Gastwirt in Templin, buchstäblich der Kragen. Gemeinsam mit seinem Anwalt prüft er „rechtliche Schritte gegen die Genehmigungsbehörden“.

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Der Wider- stand der Behörden ist nicht mehr nachvollziehbar.“ Klaus König (47)

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Seit nunmehr vier Jahren (!) kämpft König für sein Drei-Millionen- Euro-Projekt, dessen Bau im „Bebauungsplan 25 — Baugebiet IV“ fest verankert ist, und das aus touristischer Sicht in Heiligendamm dringend nötig ist: drei Restaurants oder Cafés mit je 40 Innen- und Außenplätzen, saubere Toiletten, auch für die Strandbesucher, Parkmöglichkeiten und der nötige Service dazu. Das Grundstück hinter dem Deich gehört ihm bereits. „Ich hätte es nie gekauft, wäre das Strandzentrum nicht schon damals fester Bestandteil des Bebauungsplans gewesen“, sagt König. Doch auch in diesem Jahr wird es nun wohl wieder nichts mit dem Baustart.

Grund: Weil das Grundwasser seit den Starkregenfällen 2011 höher steht und neue Bemessungsgrenzen im Baurecht angekündigt werden, will König 1,5 Meter höher bauen. 10,5 Meter statt der ursprünglich geplanten 9 Meter soll das Strandzentrum nun hoch werden — so hoch wie ein Eigenheim.

Doch die Behörden stellen sich stur. Der Landkreis will die neue Höhe zwar genehmigen — aber nur, wenn die Stadt den Bebauungsplan entsprechend ändert.

Und die Stadt — zunächst Bad Doberans Stadtvertreter — wollen da nicht ran. Widerstand kommt hauptsächlich vom Bürgerbund. König solle dann eben nur eingeschossig bauen, lautet der Vorschlag. „Das rechnet sich wirtschaftlich nicht, und erfordert zudem eine ganz neue Planung und Statik“, entgegnet König.

Oder er solle einfach den Grundwasserspiegel absenken. „Wir haben dafür gesorgt, dass dies genehmigt wird“, sagt Doberans Bürgermeister Thorsten Semrau (parteilos).

„Das wird wieder teurer“, sagt Investor König. „Zum anderen werden dadurch die benachbarten Biotope gefährdet.“ Und gerade die wolle er ja erhalten, um den Gästen eine intakte Landschaft zu zeigen.

Als König am 16. April per E-Mail von einer Sitzung des Bauausschusses ausgeladen wurde (liegt der Redaktion vor), angeblich, weil „bekannt geworden sei, dass er gegen die Stadt Bad Doberan klage“, ging ihm das über die sprichwörtliche Hutschnur.

„So kann man mit einem Mann, der drei Millionen Euro investieren, 20 bis 30 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen und eine Oase in der Servicewüste Heiligendamm errichten will, nicht umgehen“, wettert auch FDP-Stadtvertreter Harry Klink. Bislang vergeblich. Nun bereitet Klaus König einen sogenannten Normenkontrollantrag vor — das ist die gerichtliche Überprüfung aller Vorgaben eines Bebauungsplanes auf ihre Rechtmäßigkeit. Unter Umständen mit dramatischen Konsequenzen — auch für alle anderen Vorhaben in Heiligendamm. König: „Bisher wurde der Bebauungsplan 25 mehrfach geändert — und immer machten die Stadtvertreter dabei willfährig große Zugeständnisse an Herrn Jagdfeld.“ Auch der Bau der bereits genehmigten Imbissversorgung samt öffentlicher Toiletten am Golfteich könnte damit auf der Kippe stehen. Und ohne Toiletten ist der Seebad-Status für Heiligendamm dann endgültig futsch.

 

Klaus Walter

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Der Gastwirt Klaus König (47) kämpft seit vier Jahren für die Umsetzung eines Drei-Millionen-Euro-Projektes am Strand von Heiligendamm (Landkreis Rostock).

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