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Bad Doberan Kamp-Fest in Not: Doberan hat kein Geld zum Feiern
Mecklenburg Bad Doberan Kamp-Fest in Not: Doberan hat kein Geld zum Feiern
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11:09 03.04.2014

Es ist das größte Volksfest im Ort. Drei Tage Musik und Party im Herzen der Stadt. Ein Renner seit Jahren. Doch wie lange es das Kamp-Fest in Bad Doberan noch geben wird — das steht in den Sternen. Die große Feierei ist in Not. Der Stadt fehlt das Geld. Nun sollen Sponsoren, Vereine und Händler einspringen. „Für 2014 ist das Kamp-Fest gesichert. Aber wir brauchen weiter Hilfe“, sagt Frank Holle.

Der Geschäftsführer der Rostocker Veranstaltungsagentur Goliath spricht von einer Rettung „in letzter Minute“. „Die drei tollen Tagen standen wieder kurz vor der Absage — und das liegt leider an der schlechten Finanzlage der Stadt“, so Holle. „Die Kassen vieler Städte und Gemeinden sind leer. Und oft wird dann bei kulturellen Einrichtungen, Festen und Veranstaltungen gespart. Auch Doberans Traditionsfest stand lange auf der Kippe.“ Bereits 2013 hatten sich deshalb Holle und Goliath bereit erklärt, die komplette Organisation und auch die Finanzierung zu übernehmen: „Das werden wir auch 2014 machen.“ Es gehe nicht anders.

Bürgermeister Thorsten Semrau (parteilos) bestätigt, dass die Stadt kein Geld mehr für das Fest geben kann: „Wir unterstützen aber mit Sachleistungen und auch mit Werbung.“ Große Summen, um vielleicht den einen oder anderen Musik-Star auf die Bühnen im Herzen der Stadt zu holen — „die haben wir nicht“. Noch immer ringt das Rathaus damit, für 2014 einen ausgeglichen Haushalt vorzulegen. Noch immer liegt das Minus bei einer knappen halben Million Euro. Tendenz steigend. „Wir sind jetzt erstmal froh, dass auf dem Kamp auch in diesem Sommer gefeiert werden kann. Und wir hoffen, dass viele Vereine, Schulen und auch Händler sich an der Feier beteiligen. Finanziell oder mit eigenen Darbietungen auf der Bühne“, sagt Semrau. „Das Kamp- Fest lebt von den Menschen, die sich dort engagieren — und von all jenen, die als Besucher kommen.“

Vor zwei Jahren — 2012 — war die Feier bereits totgesagt worden: Schlechte Stimmung, kaum Gäste. Das Kamp-Fest hatte einen Tiefpunkt erreicht. „Seitdem geht es aber wieder bergauf“, versichert Goliath-Chef Holle. Im vergangenen Jahr kamen allein am ersten Tag mehr als 2500 Gäste auf den Kamp: „Das hat alles schon ganz gut geklappt, ist aber noch ausbaufähig.“ Für den Juni 2014 sucht er deshalb Hobby-Künstler, die sich mit Tanz, Musik oder Zauberei auf der Bühne präsentieren. „Und wir suchen Firmen, die sich mit Bannern oder auch Ständen beteiligen wollen.“

Fahrgeschäfte, Buden mit Leckereien — das alles sei bereits sicher. Und auch der Star-Gast ist schon gebucht: „Wir holen Deutschlands bestes Roland-Kaiser-Double auf den Kamp“, verspricht Holle. „Das ist doch mal ein Anfang.“ Für die großen Namen — beim Sommerfest in Satow zum Beispiel wird in diesem Jahr „City“ auftreten — fehlt aber noch immer das Geld. „Dabei steht und fällt ein Fest mit den Künstlern. Große Namen locken viele Besucher, viele Besucher locken Aussteller.“

Infos und Anmeldungen per Email an hello@goliath-show.de



Andreas Meyer

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