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Bad Doberan Zieht Archehof in Kröpelin bald um?
Mecklenburg Bad Doberan Zieht Archehof in Kröpelin bald um?
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18:00 12.10.2018
Blick auf das geräumige Wohnhaus des Kröpeliner Archehofs vom ASB. Quelle: Thomas Hoppe
Kröpelin

Die Baumreihen auf dem vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) gepachteten Landkreis-Grundstück an der Kühlungsborner Straße in Kröpelin lichten sich etwas. Auch gestern kümmerten sich hier Mitarbeiter eines Baumpflegedienstes um krankes Gehölz.

Entsteht hier auf der freien Fläche, die derzeit auch als Sportplatz genutzt wird, vielleicht auch ein Neubau? Denn dass bei der Wohngruppe des ASB für Kinder, Jugendliche sowie Alleinerziehende mit ihren Kindern modernisiert werden soll, ist schon lange Gespräch in der Stadt.

„Ein Neubau kommt auf diesem Grundstück nicht infrage, da kein Bebauungsplan existiert“, beantwortet Wiebke Dobberstein vom Gesundheitsmanagement/Sozialmarketing der Gemeinnützigen Gesellschaft für Kinder- und Jugendhilfe des ASB aus Rostock diese Frage klar. Sie bestätigt aber auch, dass sich das geräumige Wohnhaus mit Einzelzimmern, Gemeinschaftsräumen sowie separaten Sport-, Kreativ- und Werkstattbereichen „leider in einem sanierungsbedürftigen Zustand“ befindet. Und sie ergänzt: „Die Kosten einer Sanierung übersteigen die im Haushalt des Landkreises Rostock eingestellten Mittel. Aus diesem Grund wurden wir angefragt, ob wir eine Möglichkeit der Sanierung sehen. Zurzeit prüfen wir die Kosten sowie die Machbarkeit einer Erneuerung“.

Zudem sehe sich der Arbeiter-Samariter-Bund „nach Alternativen in Kröpelin“ um. Als etablierte Einrichtung, die hier –im ehemaligen Kreiskinderheim von Kröpelin – seit fast zwei Jahrzehnten im Auftrag des Jugendamtes Kinder, Jugendliche sowie Alleinerziehende mit ihren Kindern betreut und begleitet, „möchten wir in der Region bleiben“, heißt es.

Um optimal arbeiten zu können, werde ein 250 Quadratmeter großes Haus mit einem Grundstück von mindestens 2500 Quadratmetern Fläche gesucht, teilt die Kinder-und Jugendhilfe-Gesellschaft des ASB mit. „Wir sind für Vorschläge aus der Region offen“, erklärt dazu Wiebke Dobberstein. Apropos Region. Hier sei man nicht nur bekannt, sondern auch tief verwurzelt und sehr gut vernetzt.

Zur Wohngruppe „Archehof“, die im Herbst vor genau zehn Jahren diesen Namen bekam, gehören heute für Drei- bis 18-Jährige eine Wohngruppe mit zehn Plätzen sowie für Jugendliche das „Trainingswohnen“ mit zwei Plätzen. Außerdem gehört hier ein Mutter-/Vater-Kind Wohnprojekt mit drei Plätzen in separaten Wohneinheiten dazu.

Hier werde in Tag- und Nachtbetreuung „qualitativ hochwertige pädagogische sowie tiergestützte Arbeit“ geleistet, schätzt die ASB-Mitarbeiterin ein und erklärt: „Unsere Hunde, Katzen, Kaninchen, Laufenten und Seidenhühner bieten den Kindern Nähe und Vertrauen, und auch die Möglichkeit, Verantwortung und Sozialverhalten zu lernen und zu üben. Wir helfen ihnen dabei zurück in die Familie finden, begleiten und fördern ihre Selbstständigkeit“.

Im Wohnprojekt für Schwangere sowie Mütter und Väter, die allein für ein Kind unter sechs Jahren zu sorgen haben, gibt es Unterstützung und Begleitung bei der Gestaltung des Alltags, bei der Bewältigung von Schule oder Lehre, bei der Säuglings- und Kinderpflege, beim Knüpfen neuer sozialer Kontakte sowie beim Gang zu den Behörden.

Ein besonderes Projekt fällt jedem Besucher des Grundstücks sofort ins Auge. Ein blau, gelb und grün gestrichener „Waggon“ – mit gemalter Nase und einem lächelnden Mund unter zwei Fenster-Augen – parkt unmittelbar neben dem Spielplatz nahe des Hofeingangs. Das ist die „Villa Landei“, ein gedämmter und beheizbarer Raum, der den Kindern die Möglichkeit bieten soll – auch dank ihres Taschengeldes – eigene Kleintiere als Haustiere zu halten.

Da aber noch kein Tier eingezogen sei, werde die Villa für das Lesepatenprojekt oder auch als Spielhaus genutzt, heißt es. Finanziert wurde das Projekt über den Arbeiter-Samariter-Bund und Sponsoren aus der Region. „Maßgeblich unterstützt wurden wir bei dem Bau und der Gestaltung der ,Villa Landei’ durch die Makra-Bau GmbH in Kröpelin“, betont Wiebke Dobberstein dankbar.

Thomas Hoppe

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