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Bad Doberan Kinderland der kleinen Strolche ist kaum zu finden
Mecklenburg Bad Doberan Kinderland der kleinen Strolche ist kaum zu finden
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03:58 27.08.2013
Selbst gemaltes Hinweisschild am Eingang zur Einrichtung.
Hohen Luckow

Selbstgemalte Schilder machen darauf aufmerksam, wo der Weg zur Kindertagesstätte „Kleine Strolche“ entlang führt. Die Kita in Trägerschaft der Volkssolidarität liegt nicht nur am Ende des Dorfes und abseits. „Das Umfeld schreckt viele ab“, bedauert Annett Oswald, Leiterin der Kindereinrichtung. Dabei sei die Einrichtung modern und freundlich. Die Spielfläche mit viel Grün einfach traumhaft. „Wir stellen hier so viel auf die Beine, aber der Weg hierher ist schlimm“, sagt sie. Von der Bützower Straße aus ist schon die Zuwegung eine Holperstrecke. Dies ist Gemeindestraße. Vor der ehemaligen Schule dann setzt sich die marode Trasse fort. Sie gehört dem Besitzer des alten Schulhauses, der nichts machen lässt. Die Schule steht seit Langem leer. Und dahinter ist der Anbau mit der Kita „Kleine Strolche“. Das Kita-Team hat Beete angelegt, Blumen gepflanzt. Alles, damit es schön aussieht — trotz und gerade wegen der Lage.

32 Kindergarten- und 12 Krippenkinder können in der Einrichtung der Volkssolidarität betreut werden, außerdem Hortkinder. „Derzeit sind Plätze frei“, sagt Annett Oswald. 25 kleine Strolche werden gegenwärtig von vier Erzieherinnen betreut. Neben der Leiterin kümmern sich Ute Latzke und Anke Pieplow sowie seit einigen Monaten auch Kerstin Flade um die Mädchen und Jungen.

In erster Linie seien es Kinder aus dem Dorf, die hierher gebracht werden. „Gern würden wir aber unser Einzugsgebiet auch weiter südlich ausdehnen“, gibt die Kita-Leiterin zu.

Seit dem Frühjahr beschäftigen sich die Kinder mit dem Projekt „Riechen, schmecken, tasten — wir haben es auf dem Kasten“. Es gehe um die Sinne, erklärt Annett Oswald. Mit dem „Hören“ haben sie sich schon befasst. Ein Klangbaum wurde aufgestellt. Das Effekttheater war in der Einrichtung. Geräusche aus dem Alltag wie Türschließen, Wasserkocher oder Wasserlaufen mussten erkannt werden. Aus Mülltüten wurden Windgeister gebastelt, die im Wind wehen und Geräusche von sich geben.

Derzeit beschäftigen sich die Kinder mit dem „Sehen“ — beim Sport, mit Spiegelbildern, mit Licht und Schatten. Sie beobachten die Natur, schauen durchs Fernglas, experimentieren, beobachten die Bewegung der Tiere, backen Kuchen in verschiedenen Farben. Und sie beschäftigten sich mit dem Märchen der Brüder Grimm „Einäuglein, Zweiäuglein, Dreiäuglein“. Alle Kinder werden in das Projekt einbezogen, sagt Annett Oswald. Das nächste Thema wird Riechen und Schmecken sein.

Fast täglich beschäftigen sich die Mädchen und Jungen der Kita mit ihrem Projekt. Es bereitet den Lütten sichtlich Spaß. Als Höhepunkt wird es ein Fest der Sinne geben. Der Termin steht schon fest:

1. Oktober, 15 bis 17 Uhr. Dann werden alle Türen der Kindertagesstätte geöffnet sein. Alle Eltern und weitere Gäste sind herzlich eingeladen, vorbeizuschauen, sich die Einrichtung anzusehen und zu erfahren, was die Kleinen in ihrem Projekt gelernt haben. Gemeinsam mit den Eltern können die Kinder dann in den verschiedenen Räumen hören, sehen und schmecken. Es wird Fühl- und Taststrecken geben, ein Riech- und Schmeckmemory, Gipsnasen werden hergestellt und Klangwelten erkundet.

Schon jetzt lädt das Kita-Team ein, sich den Termin zu notieren und den Weg in die versteckte Kindertagesstätte zu finden. Auch über die holprige Straße. In das Kinderland der kleinen Strolche.

Kita Hohen Luckow

25 Kinder werden gegenwärtig in der Kita in Trägerschaft der Volkssolidarität in Hohen Luckow betreut. Die Einrichtung befindet sich in der Bützower Straße hinter der ehemaligen Schule.
32 Kindergarten- und 12 Krippenkinder sowie Hortkinder können in der Einrichtung aufgenommen werden.

4 Erzieherinnen kümmern sich um die Kinder der Einrichtung „Kleine Strolche“.

1. Oktober: Von 15 bis 17 Uhr wird zu einem Fest der Sinne eingeladen.

Renate Peter

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