Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Bad Doberan Kita-Sanierung hat oberste Priorität
Mecklenburg Bad Doberan Kita-Sanierung hat oberste Priorität
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:07 09.03.2018
Soll in den kommenden Jahren modernisiert und ausgebaut werden: die Kita „Feldmäuse“ in Retschow. Quelle: Fotos: Lennart Plottke/sabine Hügelland
Retschow

Die Gemeinde Retschow kann mit einem ausgeglichenen Haushalt planen. In den kommenden Jahren soll vor allem die Sanierung der Kita „Wichtelstube“ in Angriff genommen werden. Darüber hinaus sind Investitionen in den Straßenbau sowie die -beleuchtung geplant. Mit Blick auf ein übergreifendes Reitwegenetz sieht Bürgermeister Berno Grzech auch den Landkreis Rostock in der Pflicht.

„Feldmäuse“ in Retschow bekommen erneuertes und umgebautes Haus / Wehr wirbt um Nachwuchs

Herr Grzech, die Gemeinde Retschow hat gerade den aktuellen Haushaltsplan verabschiedet. Wie sieht mit Blick auf die Finanzlage Ihr Fazit aus?

Berno Grzech: Unser Haushalt ist ausgeglichen und auch nicht genehmigungspflichtig. Das ist sehr wichtig – denn so sind wir gleich handlungsfähig und können investieren.

Was soll in diesem Jahr angepackt werden?

Da steht vor allem die Modernisierung und der Ausbau unserer Kita „Feldmäuse“ im Mittelpunkt. Die Kita ist in einem ehemaligen Gastronomie-Gebäude entstanden, die Räumlichkeiten sind immer mal wieder restauriert worden. Kurzfristig muss die Heizungsanlage erneuert werden. Grundsätzlich sind aber langfristige Aufwendungen notwendig – das hat natürlich auch mit einem Zuwachs an Kindern zu tun. 70 000 Euro sind jetzt zunächst in den Haushalt eingestellt – für erste Sanierungsmaßnahmen und weitere Planungen.

Wie sehen die konkret aus – wird es einen Neubau geben?

Das kann man jetzt noch nicht abschließend sagen. Ein Teil-Neubau ist aber nach derzeitigem Stand die wahrscheinlichste Variante. In jedem Fall ist die Kita in den kommenden zwei, drei Jahren absoluter Schwerpunkt für uns.

Wo wird noch investiert?

Wir geben Geld für den Straßenbau und die Straßenbeleuchtung aus, dazu sollen am Gutshaus Stellplätze errichtet und für den Bauhof ein Gartenhaus als Aufenthaltsraum angeschafft werden.

Gibt es bei der Feuerwehr auch Bedarf?

Der ist bei uns bereits zu 100 Prozent gedeckt – das ist längst nicht in allen Gemeinden der Fall. Wir haben kürzlich ein neues Mannschaftsfahrzeug und eine Tragkraftspritze in Betrieb genommen – sämtliche Technik ist einsatzfähig.

Wie ist die Freiwillige Wehr personell aufgestellt?

Wir erreichen hier gerade noch Mannschaftsstärke – in Retschow gibt es eigentlich ausreichend Aktive, mehr wäre aber immer besser. In diesem Zusammenhang würde ich mir wünschen, dass sich wieder mehr Schüler für die Jugendwehr begeistern. Unsere Voraussetzungen sind jedenfalls sehr gut.

Seit einigen Monaten wird die Brücke bei Stülow über die Bahnstrecke Bad Doberan – Wismar saniert. Sorgen hier verkehrliche Einschränkungen für Probleme?

Eigentlich nicht – die meisten Leute fahren sehr diszipliniert auf der Umgehungsstraße. Hin und wieder rollt hier mal ein Lkw mit mehr als den erlaubten 30 Tonnen durchs Dorf – das sind aber wenige Ausnahmen.

Aktuell gibt es eine Diskussion zum Reitwegenetz in unserer Region. Wie steht die Gemeinde Retschow dazu?

Das ist noch immer eine Grauzone – der Landkreis schiebt dieses Thema ein bisschen von sich. Der Bedarf, ein ortsübergreifendes Reitwegenetz zu schaffen, ist vor allem aus touristischer Sicht vorhanden. Denn Mecklenburg-Vorpommern ist auch Pferdeland – da gibt es immer wieder Konflikte zwischen Reitern, Fußgängern oder auch der Forst. Wir wollen auf der kommenden Gemeindevertretersitzung einen Beschluss fassen, damit wir hier vorankommen und die Sache wieder an Fahrt gewinnt.

Interview: Lennart Plottke

Oberliga-Handballer bangen um den Klassenverbleib / Erneuter Spielausfall bei den Doberaner Damen

09.03.2018

Autofahrer müssen sich auf den Stellflächen vor dem Doberaner Netto-Markt auf neue kostenfreie Parkzeiten einrichten.

09.03.2018

Peter Mahlmeister übernimmt Amt von Berthold Lück / Schießanlage wurde modernisiert

09.03.2018