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Bad Doberan Molli feiert mit Schall und Rauch
Mecklenburg Bad Doberan Molli feiert mit Schall und Rauch
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11:51 07.10.2018
Mitfahrten auf der Molli-Lok – diese Attraktion des Bahnhofsfestes war nicht zu toppen. Quelle: Lutz Werner
Kühlungsborn

Die Kleinbahn Molli feierte am Sonnabend bei strahlender Sonne mit Schall und Rauch ihr traditionelles Bahnhofsfest am ersten Oktoberwochenende und Tausende Besucher kamen zum Bahnhof Kühlungsborn West, der wieder zum Festgelände wurde. Schon gegen 11 Uhr, zum Beginn des Festes, herrschte dort reges Treiben. Und das sollte bis gegen 20 Uhr so bleiben, als zum Finale des Festes die eindrucksvolle Lok-Parade präsentiert wurde und ein Höhenfeuerwerk – flankiert von einer Laser-Show – in den Abendhimmel stieg.

„Mit diesem Fest wollen wir vor allem – nach einer langen Sommer-Saison, in der die Urlauber im Mittelpunkt stehen – unseren Einheimischen in Kühlungsborn und Bad Doberan einen schönen Tag machen. Aber auch Gästen, die jetzt in den Herbstferien aus ganz Deutschland zu uns kommen, ein unvergessliches Erlebnis bieten“, sagt Michael Mißlitz, der Geschäftsführer der Molli GmbH. Die Molli GmbH hat das Fest wieder gemeinsam mit dem Verein zur Traditionspflege des Molli auf die Beine gestellt.

Stefan Poschmann, Urlauber aus Thüringen: „Einmal auf einer Dampflok mitgefahren zu sein – davon werden wir wohl noch lange erzählen. Das war schon ein Erlebnis.“ Quelle: Lutz Werner

Die Kleinbahn Molli fährt auf der 15,4 Kilometer langen Strecke zwischen Kühlungsborn West und dem Bahnhof Bad Doberan. Sie ist eine der größten touristischen Attraktionen der Region und beförderte im vergangenen Jahr rund 560 000 Fahrgäste. Auch für dieses Jahr wird ein gutes Ergebnis erwartet. Die meisten Fahrgäste sind Touristen. Die Kleinbahn macht auch immer wieder durch spektakuläre thematische Sonderfahrten auf sich aufmerksam. Das reicht vom Western-Milieu bis hin zur Olsen-Bande.

Molli GmbH und Traditionsverein hatten so ziemlich alles aufgeboten, was auf dem zum Glück ziemlich weitläufigen Bahnhof West und dem Parkplatz davor Platz finden konnte und zu einem Volksfest mit historischem Eisenbahn-Flair passte. Der Shanty-Chor „Reriker Heulbojen“ eröffnete das Programm auf der Bühne mit einem gelungenen Konzert. Später präsentierte dort Moderator und DJ Jörg Scheffler das Duo Flashlight. Basteln, Kinderschminken, mit einer Kinder-Eisenbahn fahren und anderes mehr – für die vielen kleinen Besucher gab es eine Menge zu erleben.

Mit der Lok-Parade und einem Höhenfeuerwerk klang das Fest aus. Quelle: Jan Methling

Dort, wo es Molli zum Anfassen und sogar zum Heraufklettern und Mitfahren gab, versammelten sich die meisten Besucher des Festes. Am Abfahr- und Haltepunkt der Mitfahr-Lok – sie dampfte von einem Ende des Bahnhofs zum anderen und wieder zurück – hieß es den ganzen Tag über: „Schlange stehen“. Eine weitere Attraktion war die Präsentation des „100-jährigen Zuges“. Mitglieder des Taditionsvereins haben ihn zusammengestellt und dafür in langjähriger Arbeit mehrere historische Waggons restauriert. Sie stellten auch den jüngsten Zugang vor – einen Güterwagen aus dem Jahr 1914, dessen Restaurierung so gut wie abgeschlossen ist. Viel Andrang herrschte auch im Post-Wagen. Denn viele Besucher wollten eine Molli-Postkarte mit einem Sonderstempel vom Fest-Tag als Andenken haben.

Das IFA-Kollektiv aus Rostock zeigte PKW und MZ-Motorräder aus der Zeit der DDR. Quelle: Lutz Werner

Dicht umlagert war auch die Fahrzeug-Schau vom IFA-Kollektiv ROS. IFA – das war der Industrieverband Fahrzeugbau der DDR. Der Freundeskreis aus Rostock zeigte mehrere PKW Trabant und Wartburg verschiedener Baureihen und eine kleine Auswahl von MZ-Motorrädern, die im Laufe der Jahrzehnte gebaut wurden. Nicht nur die Kleinbahn Molli sorgte diesmal für Nostalgie.

Stephanie Weiß, Besucherin aus Bad Doberan: „Ein gelungenes Fest. Hier kann man viel erleben“. Quelle: Lutz Werner

Bei den Besuchern kam das Fest super an. „Einmal auf einer Dampflok mitgefahren zu sein – davon werden wir wohl noch lange erzählen. Das war schon ein Erlebnis“, sagte Stefan Poschmann aus Thüringen, als er nach der kurzen Tour über den Bahnhof wieder mit seinem dreijährigen Sohn Jannik von der Lok kletterte.

Stephanie Weiß aus Bad Doberan besuchte das Fest mit ihrem Freund und mit dem fast zweijährigen Sohn Jaron. Auch Mutter und Sohn fuhren auf der Lok mit. „Ein gelungenes Fest. Hier kann man viel erleben“, so die junge Frau aus Bad Doberan. Kühlungsborns Alt-Bürgermeister Rainer Karl war mit Enkelin Jette, einer Erstklässlerin, da. „Klingt zwar komisch, wenn man das über ein Fest sagt. Aber das ist fast ein Pflicht-Termin. Seit es das Fest gibt, war ich immer hier“, sagte er der OZ. Dann zog ihn Jette wieder ins Getümmel.

Lutz Werner

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