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Bad Doberan Kletterwald geht in elfte Saison
Mecklenburg Bad Doberan Kletterwald geht in elfte Saison
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00:23 16.05.2018
Nach der Einweisung ging es für die Berliner Schüler zur Gewöhnung erst einmal auf bescheidenem Höhen-Niveau los. Später führte die Klettertour die Mutigsten bis in acht Meter Höhe in die Baumwipfel. Quelle: Fotos: Lutz Werner

. Nach einer gründlichen Einweisung durch Kletterwald-Mitarbeiter Frederich Pinto, bei der die Handhabung des Sicherungssystems im Mittelpunkt stand, ging es für die etwa 20 zehn- und elfjährigen Schüler aus Berlin gestern Vormittag los. Zuerst, um ein Gefühl für die Sache zu bekommen, in 1,50 bis 2 Metern Höhe. Später führte die Klettertour die Mutigsten hinauf in die Baumwipfel bis zu einer Höhe von acht Metern. Seilbahn, ein Basejump, Fahren mit dem Skateboard in luftiger Höhe, über die Seile von Podest zu Podest hangeln – da war einiges möglich. Die größte Attraktion des Parks – die 103 Meter lange Seilbahn in zehn Metern Höhe – durften die Kinder allerdings noch nicht ausprobieren. „Dort ist das Mindestalter 15 Jahre – aus Sicherheitsgründen“, erklärt Betreiber Olaf Jordan.

„„Ich bin zu Beginn lieber etwas vorsichtig. Allerdings bin ich auch schon in acht Metern Höhe geklettert. Das macht Spaß.“Moritz Vetter (11) Schüler aus Berlin
„„Ich war schon oft in Kletterwäldern unterwegs. Die Anlage hier in Kühlungsborn hat einiges zu bieten. Das wird ein guter Vormittag.“Klara Holz (10) Schülerin aus Berlin
„„Wir haben den Betrieb im Kletterwald jetzt komplett auf intelligente Sicherungs- systeme umgerüstet.“Olaf Jordan (39) Kletterwald-Betreiber

Die Jungen und Mädchen aus Berlin hatten trotzdem viel Spaß. „Ich war schon oft in Kletterwäldern unterwegs. Gleich als wir ankamen, habe ich die Parcours gecheckt. Das hier ist schon anspruchsvoll“, sagte Klara Holz (10) mit Kennerblick. „Ich bin beim Klettern eigentlich immer recht zurückhaltend und vorsichtig“, meinte Moritz Vetter (11) vor dem Start. Allerdings sei er schon oft in acht Metern Höhe herumgeklettert. Ohne Beklemmungen. Manches ist eben relativ.

Der Kletterwald Kühlungsborn – gelegen am Stadtwaldrand hinter den Hotels an der Ostseeallee 25/26 – geht in seine elfte Saison. Betreiber Olaf Jordan hat dafür noch einmal kräftig investiert – etwas mehr als 20000 Euro. Rund 80 intelligente Sicherungssysteme stehen jetzt für die sechs ausgewachsenen Parcours zur Verfügung: stabile, interaktive Karabinerhaken, mit denen die Kletterer bei ihrer Tour gesichert werden. „Wenn ein Haken beim Klettern gelöst wird, bleibt der andere gesperrt. Das geschieht durch einen Seilzug“, erklärt Jordan. Der Gedanke dahinter: Manchmal greifen die Kletterer in luftiger Höhe reflexartig an die Haken und die einfachen Verschlüsse können sich dann lösen. Das werde mit diesem System verhindert. Nur bei dem Kids-Parcours für die Kleinen ab fünf Jahren, die bei ihrer Tour in 1,50 Meter Höhe von Begleitpersonen gesichert werden – meistens Eltern oder größeren Geschwistern –, gebe es noch die einfacher zu handhabenden Haken.

„Wir hatten das neue Sicherungssystem im vergangenen Jahr getestet und uns dann zur kompletten Umrüstung entschlossen“, sagt Jordan. Auch die 103 Meter lange Seilbahn im anspruchsvollen Risiko-Parcours – „die längste in einem Kletterwald in Norddeutschland“ – sei nach zehn Dienstjahren erneuert worden. Als der Kletterwald im Frühjahr 2008 öffnete, gab es mit rund 17000 Besuchern ein bis heute nicht mehr erreichtes Rekordjahr. „Da waren auch viele Einheimische aus Kühlungsborn und Umgebung dabei. Inzwischen ist unser Angebot fast ausschließlich eine Sache für die Urlauber“, sagt Jordan. Die Besucherzahl habe sich bei 10000 eingepegelt. „Damit können wir gut leben.“

Besucher seien vor allem sportliche Familien mit Kindern oder – wie gestern – Schülergruppen auf Klassenfahrt. „Gemeinsam mit der ganzen Familie in der Natur aktiv sein – das ist für die Besucher der wichtigste Grund zu uns zu kommen. Das hören wir immer wieder. Und natürlich spielen da auch – vor allem bei den sportlich schwierigen Parcours-Abenteuer, Fitness und Risiko – der Nervenkitzel und das Adrenalin eine Rolle“, weiß Jordan. Aktivangebote – wie der Kletterwald und die Sommerrodelbahn in Bad Doberan – stünden bei den Urlaubern hoch im Kurs, so seine Erfahrung.

Mehr Informationen unter www.kletterwald-kuehlungsborn.de

Lutz Werner

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