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Bad Doberan UWG fordert Konzept für Kühlungsborn
Mecklenburg Bad Doberan UWG fordert Konzept für Kühlungsborn
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10:00 16.03.2019
Mitglieder der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) Kühlungsborn (v.l.n.r.): Jörg Koopmann, Ronald Grohmann, Birgit Klose, Carsten Gieseke. Quelle: Rolf Barkhorn
Kühlungsborn

Zu den Parteien und Wählergruppen im Ostseebad, die sich zurzeit intensiv auf die bevorstehenden Kommunalwahlen vorbereiten, gehört auch die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG), die mittlerweile die am längsten in der Kühlungsborner Stadtvertretung mitwirkende freie Wählergruppe ist. Hervorgegangen war die Gemeinschaft aus Kühlungsbornern, die sich vor und während der politischen Wende in der DDR im „Neuen Forum“ engagiert hatten. Aktuell hat die UWG zwei Sitze in der Stadtvertretung. „Von uns aus können das ab 26. Mai gern noch mehr Stadtvertreter von uns und vor allem mehr Frauen sein“, sagt Carsten Gieseke, der Vorsitzende der Wählergemeinschaft.

Bekannte und neue Gesichter

Denn dass die Kommunalpolitik im Ostseebad von fünfzehn Männern und lediglich nur zwei Frauen bestimmt werde, dürfe nicht länger so bleiben, argumentiert Gieseke und verweist auf die Kandidatenliste, die von der UWG fristgerecht beim Gemeindewahlleiter eingereicht wurde. Von den 15 Personen, die für die Unabhängigen für die Stadtvertretung kandidieren, sind acht Frauen. Auf Platz eins der Liste wählte die Versammlung die langjährige Stadtvertreterin und Ärztin, Christiane Fink. „Wir treten mit bekannten und mit neuen Gesichtern an“, betont Gieseke. Zu den neuen Kandidaten gehört Ronald Grohmann. Der 45-Jährige arbeitet als Technischer Leiter bei der Wohnungsgenossenschaft Noveg. Neues Mitglied in der Wählergemeinschaft und Kandidatin für die Stadtvertretung ist Birgit Klose. Der Weg, wie die 58-jährige Projektmanagerin zur Gruppe um Carsten Gieseke kam, ist eher ungewöhnlich. So erzählt sie: „Weil ich mich gern in der Kommunalpolitik engagieren möchte, habe ich mich an die Gleichstellungsbeauftragte, Christiane Müller, gewandt. Sie hat dann Vorschläge gemacht und auch den Kontakt zur UWG hergestellt. Dort fühlte ich mich dann gleich richtig aufgehoben.“

Wahlprogramm mit drei Schwerpunkten

Dabei wird in den Versammlungen der Wählergruppe und in den kleineren Ausschüssen auch mal heftig um die Sache gestritten. „Wir sind nicht immer alle einer Meinung, aber dann diskutieren und streiten wir, suchen nach Kompromissen und entscheiden demokratisch, für welche Position die UWG steht“, beschreibt Ronald Grohmann. Auf diese Weise hat sich die Wählergemeinschaft dann auch ihr Wahlprogramm erarbeitet.

Hauptschwerpunkte bilden die Bereiche Bauen und Infrastruktur, Soziales und Kultur, Tourismus und Wirtschaft. Unter der Rubrik „Soziales“ findet sich dann auch das Ziel wieder, „mehr Frauen in die Gremien der Stadt“ zu bringen. „Im Tourismus wollen wir das Prinzip ’Klasse statt Masse’ zur Maxime machen. Dazu gehört auch, dass wir regionale Konzepte unterstützen und Nachbargemeinden mit einbinden“ zitiert Birgit Klose aus dem Programmbereich Tourismus.

Gieseke: Zweite Seebrücke wird nicht gebraucht

Hierzu stellt Carsten Gieseke dann auch klar: „Es wird kein einziges zusätzliches Gästebett mehr benötigt. Davon gibt es nun wirklich genug.“ Als ein negatives Beispiel jüngster Zeit nennt der Architekt die mehrheitliche Zustimmung der Stadtvertreter zu einem Hotelneubau am Bootshafen. Dort hätte man leichtfertig einem Projekt zugestimmt, das allein schon von seiner Höhe weder zur Umgebung noch zum Ortsbild des Ostseebades passe. „Ob es in dem Objekt dann auch tatsächlich einen Hotelbetrieb geben wird, konnte mir bisher niemand bestätigen“, bemängelt Gieseke. Für wenig sinnvoll hält die UWG auch den Bau einer zweiten Seebrücke im Ortsteil West. „Mit solch einem Projekt werden völlig falsche Prioritäten gesetzt. Eine zweite Seebrücke ist so ziemlich das Letzte, was Kühlungsborn braucht, auch weil sich beide Stadtteile, von denen der eine etwas belebter und der andere etwas ruhiger ist, doch sehr gut ergänzen.“

Nach Auffassung der Unabhängigen Wählergemeinschaft sei die bisherige Praxis, dass ein Einzelprojekt nach dem anderen geplant und umgesetzt wird, schädlich für die gesamte städtebauliche Entwicklung. „Wir brauchen ein Gesamtkonzept für die Entwicklung unserer Stadt, wo alles einfließt, vom Verkehr über den Tourismus bis hin zum Wohnungsbau“, fordert UWG-Kandidat Ronald Grohmann. Das Thema „städtebauliche Entwicklung“ wird auch Gegenstand einer öffentlichen Versammlung sein, zu der die Wählergemeinschaft Anfang Mai einladen will. Der Termin wird noch bekannt gegeben.

Rolf Barkhorn

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