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Bad Doberan Kornhausmaler zeigen ihre Werke
Mecklenburg Bad Doberan Kornhausmaler zeigen ihre Werke
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00:01 17.10.2017
Ursula Betram (v.l.), Susanne Hellwig, Renate Röpke, Eberhard Brenner, Erika Sieber und Manfred Schulz gehören einem Malkurs der Kunstschule des Kornhauses an und stellen in der Kröpeliner Mühle aus. FOTOS (2): S. HÜGELLAND
Kröpelin

Sektempfang in der Kröpeliner Mühle für alle diejenigen, die das Denkmal noch schöner machen. Der Malzirkel der Jugendkunstschule für die reifere Generation des Kornhauses Bad Doberan präsentiert jetzt einige Werke in der Mühle. „Vom Motiv zum fertigen Bild“ heißt die Ausstellung, in der sieben Hobby-Maler auf zwei Etagen ihre Arbeiten zeigen.

Malzirkel der Jugendkunstschule in Doberan stellt in der Kröpeliner Mühle aus

Der Malzirkel existiert seit 1993 und steht unter der Leitung von Ingrid Liebig, die bei der Vernissage am Sonntag nicht dabei sein konnte. Um die 15 Jahre lang war Dr. Karin Steinbrecher Mitglied, die es jetzt aus familiären Gründen nicht mehr schafft, dienstags von 10 bis 12 Uhr dem Zirkel beizuwohnen. Sie gehört jedoch dem Förderverein „Kröpeliner Mühle“ an, der die Ausstellung initiierte.

Und sie eröffnete sie: „Bei einigen der hier gezeigten Arbeiten kann man den Ausstellungs-Titel gut nachvollziehen.“ Sie stellt ein Blumen-Stillleben aus. Vor fünf Jahren stieß Susanne Hellwig zum Kurs und begann dadurch nach 21 Jahren Pause wieder zu malen. Sie zeigt unter anderem einen Dirigenten, der entrückt auf der Bühne steht. Eigentlich sollte das Hiob aus der Bibel werden, deshalb der nach oben gerichtete Blick. Doch Susanne Hellwig ist sehr der Musik zugetan, „zwei meiner Onkel musizieren“, und so wollte der Dirigent unbedingt auf der Leinwand erscheinen.

Von Erika Sieber hängen einige Stillleben als Bleistiftzeichnung im Saal der Mühle. Farbvariationen sind im Trauzimmer zu sehen. „Wir arbeiten vorwiegend in Aquarell-, auch Spachteltechnik in Öl und Acryl“, sagte sie. „Ich male auch zu Hause, jedoch erhalte ich im Kurs viel mehr Input“ so Erika Sieber, die vier Jahre dabei ist. „Auch ist im Kornhaus mehr Platz. Außerdem kann ich zu Hause wegen des starken Geruchs von Öl nicht in dieser Technik malen.“ Ursula Bertram, die unter anderem Stillleben ausstellt, malt seit sechs Jahren und sagt: „Frau Liebig ist eine gute Lehrerin. Sie lobt, kritisiert aber auch, wenn es nötig ist. Das Schöne ist das gemeinschaftliche Arbeiten – und weil ich es liebe, mich zu verbessern.“

Unter der Leitung von Ingrid Liebig, der Initiatorin des Projektes Jugendkunstschule, lernen die Teilnehmer nicht nur Praxis, sondern auch Theorie und Kunstgeschichte. Wirkungen von Form, Farbe und grafischen Ausdrucksmitteln werden erforscht und die Rolle des „Zufalls“ im bildlichen Ausdruck wahrgenommen. Die Themen werden gemeinsam gesucht und gefunden. In der Mühle werden von jedem Hobbymaler mehrere Werke ausgestellt. So zeigt Manfred Schulz, der seit sechs Jahren dabei ist, unter anderem eine Monotypie. Eine Blumenstudie stellt Renate Röpke aus, die wie Christine Diestel – von ihr hängen Acrylmalereien – seit drei Jahren Mitglied ist. Eberhard Brenner hätte eine große Entwicklung durch den Kurs erhalten und sticht mit seinen Werken heraus, sind sich die anderen Mitglieder einig. Er zeigte Stadtlandschaften. „Ich erhalte viel Inspiration durch den Kurs“, sagte der 78-Jährige, seit drei Jahren dabei.

Mehr Mitglieder sollte der Kurs nicht haben, sind sich alle einig. Sie passen gut zusammen, ergänzen und unterstützen sich in ihrer Arbeit. Gleichzeitig mit der Ausstellungseröffnung wurde eine Etage höher zum Kreativnachmittag gefilzt. Auch dort hängen Werke des Malkurses. Kristin Gurack war zum wiederholten Mal im Rahmen ihrer Penziner „Wolltruhe“ zu Gast und brachte herbstliche Filzideen mit.

Am Tisch saßen auch Leonie und Sophie Prüter. Ihre Oma schaute zu: „Ich finde das Angebot in der Mühle wirklich gut und bin gern bei den Plattdeutschen dabei“, sagte Angret Prüter. Die Ausstellung soll mindestens einen Monat in der Mühle zu sehen sein.

Sabine Hügelland

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