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Pflegestützpunkt in Bad Doberan feierlich eröffnet Kostenlose Beratung für alle

In feierlichem Rahmen mit Grußreden, musikalischer Umrahmung und einer Vertragsunterzeichnung wurde am Freitagnachmittag in Bad Doberan der zweite Pflegestützpunkt im Landkreis Rostock, offiziell eröffnet.

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Frank Ahrend (AOK Nordost), Alita Unterfranz (Sozialberaterin), Veronika Saborowski (Pflegeberaterin), Maria Rothenberger (Sozialberaterin), Anja Kerl (Sozialdezernentin Landkreis Rostock), Ralf Hermes (IKK Nord), Kirsten Jüttner, (Landesvertretung M-V des Verbandes der Ersatzkassen), Stefanie Drese (Sozialministerin Mecklenburg-Vorpommern), Torsten Semrau (Bürgermeister Bad Doberan

Quelle: Rolf Barkhorn

Bad Doberan. Ab sofort steht allen Menschen in der Region Bad Doberan, die Bedarf an Informationen und ausführlicher Beratung zur Pflege haben, ein dreiköpfiges Beratungs-Team im Verwaltungsgebäude des Landkreises in der August Bebel Straße 3 zur Verfügung. Geöffnet ist der Stützpunkt an zwei Tagen in der Woche, die Beratung wird nach Absprache aber auch mobil, im persönlichen Umfeld des Ratsuchende,  angeboten.

DCX-Bild

In feierlichem Rahmen mit Grußreden, musikalischer Umrahmung und einer Vertragsunterzeichnung wurde am Freitagnachmittag in Bad Doberan der zweite Pflegestützpunkt im Landkreis Rostock, offiziell eröffnet.

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Öffnungszeiten Pflegestützpunkt Bad Doberan, August-Bebel-Str. 3Dienstag     8.30 - 12.00 Uhr, 13.30 - 16.00 UhrDonnerstag  8.30 - 12.00 Uhr, 13.30 - 17.00 UhrKontakt: Telefon: 03843/755-50425 u. 03843 755-50426E-Mail: Pflegestuetzpunkt-Bad-Doberan@lkros.de

Sozialministerin Drese: Bei Koalitionsverhandlungen viel für Pflege erreicht

An der Eröffnung des Pflegestützpunktes nahm Landessozialministerin Stefanie Drese (SPD) teil. Sie erklärte: „Ich freue mich sehr, dass nun auch die Menschen in Bad Doberan und Umgebung eine kompetente und neutrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um die Pflege bekommen. Damit stärken wir vor Ort die häusliche und ambulante Pflege.“ Ministerin Drese, die für die SPD an den Koalitionsverhandlungen mit der CDU/CSU in Berlin teilgenommen hatte, betonte: „Mit dem, was wir bei den Verhandlungen an Verbesserungen für die Pflege erreicht haben, bin ich zufrieden. Käme die Koalition nicht zustande, wäre es schade um diese Ergebnisse.“

Mecklenburg-Vorpommern hat Vorreiterrolle bei Pflegestützpunkten

Stolz sei sie darauf, so die Sozialministerin, dass Mecklenburg-Vorpommern mit der Einrichtung von nunmehr 15 Pflegestützpunkten im Land deutschlandweit eine Art Vorreiterrolle zukomme. „Im Bund schaut man sehr interessiert darauf“, so Drese. Das Land Mecklenburg-Vorpommern bezuschusst die Stützpunkte mit insgesamt 750 000 Euro im Jahr, insgesamt 92 000 Euro werden für die Standorte Güstrow und Bad Doberan bereitgestellt. Ziel ist es, die Zahl der Pflegestützpunkte landesweit auf 18 zu erweitern.

Auch pflegende Angehörige sollen profitieren

Ein wichtiger Aspekt bei den Beratungsleistungen ist, dass sie grundsätzlich kostenlos sind. Denn getragen und finanziert wird der Pflegestützpunkt vom Landkreis sowie den Kranken- und Pflegekassen gemeinsam. So ist in Bad Doberan eine Pflegeberaterin des Teams beim Landkreis angestellt, ihre beiden Kolleginnen haben einen Arbeitsvertrag mit der Krankenkasse Aok. Die drei Frauen beraten und helfen aber nicht nur Menschen, die Pflegebedarf haben oder sich präventiv für die Zukunft informieren möchten. Auch pflegende Angehörige sollen profitieren. Denn gut drei Viertel aller Pflegebedürftigen werden hierzulande von Angehörigen betreut und versorgt.

Jeder kann plötzlich zum Pflegefall werden

Das Leben auch im Alter selbstbestimmt zu gestalten, sei ein wichtiges Ziel, zu dem auch eine gute Pflege beitragen könne, betonte Anja Kerl, Sozialdezernentin und Zweite Stellvertreterin des Landrats. Sie sagte auch: „Pflege ist nicht nur ein Thema für ältere Menschen. Jeder kann durch unglückliche Umstände zu einem Pflegefall werden. Ein Unfall oder eine schwere Krankheit können das Leben eines jeden über Nacht ändern.“ Dann sei es wichtig, durch kompetente Beratung die richtige Unterstützung zu erhalten. Die stellvertretende Landrätin stellte aber auch klar: „Wer Pflege benötigt, ist kein Bittsteller, er hat einen rechtlichen Anspruch auf die Leistungen.“

Barkhorn Rolf

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