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Bad Doberan Kröpeliner Rockmusik-Festival
Mecklenburg Bad Doberan Kröpeliner Rockmusik-Festival
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15:39 27.09.2018
Die Bandmitglieder von Logan. Quelle: Logan
Kröpelin

Mit vier munteren Rockbands aus der Region und “Free Camping, free Parking, free Rocking“ lädt Kröpelins JugendbegegnungsstätteJubek“ am Sonnabend, dem 29. September, ab 15 Uhr zu ihrem ersten Open-Air-Rockfestival an die hiesige Schulstraße ein.

„Wir haben draußen die Bühne selber aufgebaut – mit Dach und so weiter – und dann geht das am Samstag los“, sagt der Initiator des Ganzen, Jubek-Leiter Christian Ströhl, und ergänzt: „Jede Band hat sich dabei etwas für ihren Auftritt gewünscht. So wollten Iron Horses zum Beispiel einen Steg, dass sie etwas nach vorn laufen können. Den bekommen sie.“

Die Kröpeliner Band Iron Horses. Quelle: Iron Horses

Die Basis für diese Bühne bekamen die Jubek-Macher von der Kröpeliner Zimmerei- und Montagebau GmbH Reiko Kruse. „Sie hatten hier im benachbarten Kraftsportstudio ein Event und dann kamen wir darüber ins Gespräch und sie haben uns die Grundlage geliehen“, sagt Christian Ströhl. Unterstützung kam nach seinen Worten auch vom Rostocker Kunst- und Medienzentrum Frieda und dessen Träger, der gemeinnützigen Karo AG. Die Musikanlage kommt von einer Wismarer Firma und kostet richtig Geld. Dazu sagt der Chefkoordinator: „Damit wir die Unkosten wieder rein bekommen, läuft der Eintritt auf Spendenbasis. Mir ist natürlich wichtig, dass die Leute auch verstehen, was Spendenbasis bedeutet. Nämlich, dass wir schon darauf angewiesen sind, dass auch Geld gespendet wird.“ Aber dafür sind Camping (auf der Wiese zwischen Jubek und Parkplatz), das Parken und die Rockmusik gratis. Letztere wird zunächst präsentiert von der Kröpeliner Band Logan, benannt nach dem gleichnamigen Science-Fiction-Film mit Hugh Jackman, wo er den Mutanten Logan alias Wolverine spielt, der am Ende seines langen Lebens noch einmal gebraucht wird. Dann sollen Riot Teddy aus Rostock auftreten, die 2016 als einzige Band aus Mecklenburg-Vorpommern am internationalen Musikwettbewerb „Emergenza“ teilnahmen.

Ihnen folgen die vier Frauen von Jesters, die 2013 zum Rock’n Roll zusammenfanden. Sie kennt man schon von der Hanse Sail oder dem Baltic Open Air.

Die Rostocker Rockladys. Quelle: Jesters

Und Iron Horses setzen den I-Punkt auf die Jubek-Musikparty. Die Männer waren beim 35. Deutschen Rock- und Pop-Preis in Siegen immerhin zur drittbesten Hardrockband gekürt worden.

Riot Teddy Quelle: Veranstalter

„ Die Zahl von 250 Festival-Besuchern sehe ich als realistisch an, denn es gibt schon jetzt im Internet relativ viele Menschen, die sich dafür interessieren. Bis 400 passen auf das Gelände – das wäre natürlich ein Traum“, meint Christian Ströhl und kündigt an, dass es alkoholfreie Getränke geben werde und sich auch der neue mobile italienische Pizzabäcker aus Altenhagen wieder angekündigt habe. Er war bereits bei der deutsch-polnischen Erntedank-Feier vor ein paar Tagen auf dem Jubek-Gelände dabei. Auch diesmal hofft der Jubek-Mann auf ein Zusammengehen mit der Kröpeliner Kirchengemeinde: „Ich habe sie auf jeden Fall eingeladen, sie veranstalten gleichzeitig einen Jugendtag – sie wollten eigentlich auch mit her kommen und uns unterstützen.“ Bis 22 Uhr kann das Open-Air-Konzert andauern, so ist es beim Ordnungsamt angemeldet.

„Wenn alles gut und friedlich läuft, nichts großartig kaputt geht und alle mitmachen, wenn der Dreck nachher wieder beseitigt werden muss, wird die Stadt bestimmt ihr Okay für eine Fortsetzung im nächsten Jahr geben“, ist der Jubek-Leiter zuversichtlich. Bei der Premiere am Sonnabend soll zudem ein Image-Video für die Kröpeliner Jubek entstehen, mit Drohne und allem drum und dran: „Die Jugendlichen werden den Streifen selbst drehen“.

Selbst im Radio wird Kröpelins Jugendbegegnungsstätte im Zusammenhang mit dem Rock-Event eine Rolle spielen. Der Fachanleiter der Musikredaktion von Radio LOHRO sprach für seine Sendung am Sonnabend (siehe Infokasten) mit den Jubek-Machern über das Open-Air-Festival, aber auch über die Rolle von Kultur im ländlichen Raum, insbesondere bezüglich der gebotenen Perspektiven für Jugendliche.

Interview bei LOHRO

Der Musikchef des Lokalradios der Hansestadt Rostock, Florian Wille, hat mit Akteuren des ersten Jubek-Open-Air-Rockfestivals ein ausführliches Interview geführt und über die Location, die Musik, die Bandmitglieder und die Situation von Jugendlichen in der Region gesprochen. Das Ergebnis, ergänzt durch jeweils einen Musiktitel der vier auftretenden Bands, wird am Sonnabend, dem 29. September, von 13 bis 14 Uhr auf LOHRO 90,2 KHz zu hören sein.

Thomas Hoppe

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