Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Kühlungsborn 1900 Sitzmöbel für Kühlungsborns Strand
Mecklenburg Bad Doberan Kühlungsborn 1900 Sitzmöbel für Kühlungsborns Strand
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:42 28.03.2014
Ralf Ross bringt für die Strandkorbvermietung Schoof die ersten 14 Körbe in Position. Wenn es zum Wochenende warm wird, sollen weitere folgen. Quelle: Lutz Werner

Der Strand des Ostseebades wird wieder möbliert. Spärlich und vorerst nur an einigen Stellen — aber immerhin: Gestern begannen die ersten Strandkorbvermieter, ihre Sitzmöbel in Position zu bringen.

Jörg „Peti“ Schoof gehört in jedem Frühling zu denen, die so zeitig wie möglich beginnen. Seine Hütte am Strandzugang 10 am Stadtstrand ist schon ein paar Tage geöffnet. Gestern stellten er und sein Helfer Ralf Ross die ersten 14 Körbe — von insgesamt 150. Die Öffnungen dem Wasser abgewandt — südwärts zur Sonne gerichtet, im Schutz der Dünen. „Für das Wochenende ist warmes, sonniges Wetter angesagt. Immer wieder haben Urlauber, die in den vergangenen Tagen am Strand und auf der Promenade spazierten, gefragt, wann endlich die ersten Körbe angeboten werden“, erklärt Schoof. 14 Körbe — das ist knapp ein Zehntel seines Bestandes. Nicht viel. „Wenn die Nachfrage am Wochenende groß werden sollte, können wir ruck-zuck von der Lagerhalle in Wittenbeck weitere Strandkörbe herbeischaffen. Alles ist vorbereitet“, so Schoof.

Auch der Strandservice „Möwe“ von Michael Stiewe, ebenfalls am Stadtstrand, steht in den Startlöchern. Er ist mit 200 Körben der größte Einzelbetrieb in Kühlungsborn. „Wir beginnen heute damit, die ersten Körbe aufzustellen. 20, vielleicht auch 30 Stück“, erklärt Heike Stiewe. Und auch Detlef Neugebauer, der auf der breiten Strandfläche vor dem Morada-Resort westlich vom Hafen seinen Abschnitt hat, brachte die ersten Sitzmöbel in Position. Weitere Kollegen werden in den kommenden Tagen voraussichtlich folgen.

Allerdings nicht Jürgen Wieck, der den Abschnitt hinter der Seebrücke in Richtung Hafen gepachtet hat. Er gehört mit 166 Körben auch zu den großen Vermietern in Kühlungsborn. „Bei mir geht es Ostern los, wenn das Wetter hoffentlich wärmer geworden und der Ort voller Gäste ist. Die Körbe sind mein Kerngeschäft, darauf konzentriere ich mich. Wenn es losgeht, dann aber richtig. Jetzt, bei oft noch einstelligen Temperaturen, macht das aus meiner Sicht wenig Sinn“, sagt er. Das sehen auch die beiden Vermieter so, die am westlichsten — auf Höhe Ostseeklinik — beziehungsweise östlichsten Standort — hinterm Hafen Richtung Wittenbeck — ihre Körbe stellen. Aber aus anderen Erwägungen als Jürgen Wieck.

„Die Strandkorbvermieter zwischen Hafen und Seebrücke und entlang des Stadtstrandes vor den Hotels in der Ostseeallee haben schon jetzt viel Laufkundschaft. Die haben wir ganz hinten im Westen vor dem Rieden nicht. Bei uns geht es im Mai los, wenn die ersten Mutigen baden gehen“, sagt Dietrich Rehpenning, Vermieter von 30 Körben. So geht auch Ulrich Langer, der Geschäftsführer der Touristik Service Kühlungsborn GmbH (TSK), die Sache an. Die TSK stellt ihre 35 Körbe östlich vom Hafen auf. „Mal schauen, wie das Wetter am Osterwochenende ist. Wenn es dann nicht passt, starten wir mit der Strandkorbvermietung am 1. Mai“, zeigt sich der TSK-Chef und Hafen-Betreiber in dieser Sache völlig gelassen.

Nicht jedoch, wenn er auf die überquellende Sandfang-Falle an der Westmole und die Sandbank vor der Nordmole schaut, die droht, die Hafeneinfahrt zu verlanden. „Der Sand muss weg. Ganz dringend.

Sonst ist der Betrieb im Hafen in der kommenden Saison eingeschränkt“, warnt er.

In den vergangenen Jahren wurde dieser überschüssige Sand vor dem Hafen immer im Frühjahr mit Dumpern zu dem extrem schmalen Strandabschnitt unmittelbar westlich der Seebrücke gefahren. Damit er auch dort die Bezeichnung „Strand“ wieder verdient, Körbe gestellt werden können und Platz für spielende Kinder ist.

„Dieser Sandtransport ist auch in diesem Frühjahr geplant. Er wird auf jeden Fall vor Ostern geschehen“, informierte Bürgermeister Rainer Karl gestern.

Komfort-Sitze am Strand
1900 Strandkörbe stehen in der Saison am langen Strand von Kühlungsborn von der Ostseeklinik im Westen bis zum Strandabschnitt hinter der Ostmole des Hafens.
17 Vermieterbetriebe verdienen ihr Geld mit der Vermietung von Strandkörben und dem kleinen Getränke- und Imbissverkauf aus ihren Hütten heraus.
Einige Betriebe haben mehrere Strandabschnitte gepachtet.
28 weiße Vermieterhütten stehen an den Strandzugängen. Die Vermieter kassieren auch die Kurtaxe.
200 Körbe — so viele der beliebten Strandmöbel hat der größte Betrieb, gerade mal 30 der kleinste.



Lutz Werner

Anzeige