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420 Euro für guten Zweck

Rerik 420 Euro für guten Zweck

Mini-Markt im Familienferiendorf der Awo in Rerik / Kinder aus Tschernobyl werden eingeladen

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Claudia und Hardy Wangelin aus Schwerin verbringen Silvester im Familienferiendorf der AWO Sano. Sie nutzten den kleinen Markt.

Quelle: Foto: Sabine Hügelland

Rerik. Kürbis-Apfel-Marmelade, Holunder-Gelee, handgestrickte Socken, Kinderkleidung, Waffeln und Kuchen – die Mitarbeiter des Familienferiendorfes der Awo Sano in Rerik präsentierten auf einem Mini-Markt ihr Können und verkauften ihre Produkte für den guten Zweck. „Der Erlös von 420 Euro geht auf ein Sonderkonto der Kirchgemeinde“, so die stellvertretende Einrichtungs-Leiterin Nadine Peters. „Davon werden Kinder aus der Region Tschernobyl eingeladen.“

Es geht darum, die Abwehrkräfte der Kinder während des vierwöchigen Aufenthaltes an der Ostsee zu stärken. Sie leiden an den Spätfolgen der Reaktor-Katastrophe vor mehr als 30 Jahren. Schon viele Jahre spendet die Kirchgemeinde für die Tschernobyl-Kinder.

Für den kleinen Markt sponserte die Awo Sano Grillwaren und Punsch für die Erwachsenen, Mitarbeiter sorgten für den Kinderpunsch und andere Köstlichkeiten. „Ein Dank geht auch an die Stadt die uns die Markthäuschen zur Verfügung stellte“, so Nadine Peters.

Der Holzkünstler Bruno Blank aus Garvsmühlen ließ die Gäste an der Entstehung einer Skulptur teilhaben. Viele Mitarbeiter des Feriendorfes, das im Dezember seit 20 Jahren besteht, arbeiteten fleißig im Vorfeld für den kleinen Markt. So strickte Heike Schwarz Dutzende bunte Socken. Denise Thomas nähte hübsche Kinderkleidung. Petra Schwinning backte Kuchen, bastelte und brachte außerdem noch selbstgemachte Marmeladen mit.

Die Waren, die nicht an den Mann oder die Frau gebracht werden konnten, werden im Kirchenlädchen verkauft, das ab Ostern wieder geöffnet wird. Dort gibt es Dinge aus zweiter Hand wie Kleidung, Bücher, Geschirr und Geschenkartikel. Es befindet sich im achteckigen Pavillon an der Kirche, betreut von Renate Wollny.

Viele der 300 Gäste, die über Silvester ihren Urlaub im Familienferiendorf in einem der 75 Wohneinheiten verbringen, nutzten die Angebote auf dem Markt. „Eine tolle Idee, das Geld zu spenden“, sagte Claudia Wangelin, die mit ihrer Familie öfter in den Einrichtungen der Awo zu Gast ist. „In Rerik waren wir schon, aber noch nicht in dieser Einrichtung“, so die Schwerinerin. „Wir haben Freunde mitgebracht und werden im Saal Silvester feiern.“ An die 100 Gäste werden im Saal Silvester begehen. „Wir haben viele Stammgäste“, so Nadine Peters.

Im Februar wird sozialschwachen Familien durch ein gefördertes Projekt die Möglichkeit gegeben, die Einrichtung für nur fünf Euro pro Tag und Person nutzen zu können. „In der ersten Woche werden wohl um 25 Familien kommen in der zweiten etwas weniger“, sagte Nadine Peters.

Sabine Hügelland

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