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Kühlungsborn Abiturklasse nicht vor 2014
Mecklenburg Bad Doberan Kühlungsborn Abiturklasse nicht vor 2014
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07:37 06.09.2013
Neu sind in diesem Jahr die Lernbüros. Dort haben Schüler der Orientierungsstufe die Möglichkeit, ihre Kompetenzen zu vertiefen.
Rerik

Schnell die Schule nach dem regulären Unterricht verlassen und nur ab nach Hause? Das kommt in der Freien Schule Rerik (FSR) wohl nicht vor. Denn es locken 16 Arbeitsgemeinschaften als Ganztagsangebot, in denen Schüler von der fünften bis zur zehnten Klasse ihre Neigungen ausleben und nebenbei noch etwas lernen können. Das hätten sicher auch die elften und zwölften Klassen in Anspruch genommen, wenn es sie denn geben würde.

Erstmalig sollte im Schuljahr 2013/2014 die Möglichkeit für das Abitur geboten werden. Jedoch gab es eine Absage vom Ministerium. Nur wenig Zeit blieb den Zuständigen, um die schon zum Abitur angemeldeten Schüler anderweitig unterzubringen: „Dank der Kooperation mit der Werkstattschule Rostock wurden dort die neun Schüler von uns in die elfte Klasse eingeschult. Vorläufig eine gute Lösung“, betont Claudia Bäumler. Sie ist die Vorstandsvorsitzende des Schulträgers „Reriker BildungsArt AG“. „Die Gymnasiasten erhalten in Rostock von unseren Reriker Lehrern Unterricht, so bleibt diese wichtige Konstante für sie erhalten“, sagt sie. „Doch wir bauen auf das Schuljahr 2014/2015. Neue Gespräche mit dem Ministerium lassen uns hoffen.“ Die Freie Schule Rerik ist eine staatlich anerkannte Ersatzschule in Trägerschaft der „Reriker BildungsArt AG“. Unterstützung in allen schulischen  und außerschulischen Belangen erhält die Einrichtung durch den Förderverein der Freien Schule Rerik.

Viel wurde seit der Eröffnung der FSR im Jahr 2002 erreicht. Damals gab es nur neun Schüler. Zurzeit unterrichten 16 Lehrer 129 Schüler. Seit mehr als einem Jahr steht Stephanie Riedel als diplomierte Schulsozialpädagogin und Schulsozialarbeiterin Schülern, Eltern und Lehrern zur Seite. „Die Schüler lernen Sozialkompetenz. Sie lernen vor allem auch mit Konflikten umzugehen, sie zu lösen“, so Stephanie Riedel. Sie verweist auch auf das Ganztagsschulangebot mit reformpädagogischem Ansatz, das montags bis freitags in der Zeit von 13 bis 15.15 Uhr zur Verfügung steht. Es wird ständig erweitert und den wachsenden Bedürfnissen der Schüler angepasst. Neu ist die Kunst AG mit Anne Ortmann: Fast schon gemütlich wirkt die Szenerie mit den Fünft- und Sechst-Klässlerinnen, die sich unterhalten und malen. Hektik ist dort fehl am Platz. „Es macht wirklich Spaß und ich lerne sogar etwas“, so Nele Bönsch. „Warum wir nur Mädchen in dieser AG sind? Ich glaube, die Jungen spielen lieber Fußball“, sagt Sina Hillebrecht.

Die Ganztagsangebote decken viele Interessensgebiete ab. So werden in der AG „Highway to hell“ englische Song-Texte übersetzt und das Erlernen der englischen Sprache unterstützt. Die AG „Freiraum“

befasst sich mit Umweltbildung. Neu in diesem Jahr sind die Lernbüros. Dort haben Schüler der Orientierungsstufe die Möglichkeit, entsprechend ihrer Stärken, Schwächen und Interessen in Mathe, Deutsch und Englisch ihre Kompetenzen zu vertiefen. Locker lernen mit Spaßfaktor, könnte diese Art des Unterrichts in der FSR heißen.

Sabine Hügelland

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