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Kühlungsborn Ärger um Strandmüll
Mecklenburg Bad Doberan Kühlungsborn Ärger um Strandmüll
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00:01 03.06.2017
Der Mülleimer am Strandzugang in Wittenbeck quillt schnell mal über. Quelle: Foto: Privat
Wittenbeck

Der Tourismus macht vor der Gemeinde Wittenbeck nicht Halt. Gerade der Strandzugang an der Steilküste wird bei Urlaubern und Tagesgästen immer beliebter. Ihre Hinterlassenschaften in Form von Müll aber scheint die Gemeinde, die am Strandzugang für Sauberkeit und Ordnung zuständig ist, hin und wieder zu überfordern.

Mitte April wurde gemeinsam mit dem freiwilligen Einsatz einiger Bürger am „Müll-weg-Tag“ dem Unrat an der Steilküste zu Leibe gerückt. „Allen Bürgern, die mitgeholfen haben, möchte ich herzlich danken“, sagte Wittenbecks Bürgermeisterin Annette Fink in der Sitzung der Gemeindevertreter am vergangenen Dienstag, beklagte aber gleichzeitig, dass es jedes Jahr dieselben Bürger seien, die am freiwilligen Arbeitseinsatz mitwirkten.

Dass der Erfolg eines solchen Einsatzes oft nur von kurzer Dauer ist, zeigen Fotos von Anfang Mai, die Urlauber an die OZ-Redaktion sandten – mit folgender Beschreibung: „Was das Gesamtbild auf dem Wohnmobilstellplatz Wittenbeck stört, ist der Mülleimer zum Strand. Der lief schon am Freitag über, eine Leerung zwischendurch gab es nicht.“

Bürgermeisterin Annette Fink nannte den wochenlangen krankheitsbedingten Ausfall zweier Gemeindearbeiter als einen Grund für das unansehnliche Überlaufen der Mülltonne, beklagte aber auch, dass „es vor allem Touristen sind, die ihren Müll dort wegwerfen“ und einen Bauhof wie Kühlungsborn habe Wittenbeck nicht. Sie habe den Betreiber des Stellplatzes um Unterstützung gebeten, der kümmere sich vorerst um Ordnung und Sauberkeit auch am Strandzugang. Die Gemeindearbeiter sind, so verkündete Fink, seit einer Woche wieder im Dienst. Zu den Arbeiten, die dringend nachzuholen seien, gehöre das Mähen der Gemeindeflächen.

RB

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