Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Kühlungsborn Bauen für den „drängenden“ Bedarf
Mecklenburg Bad Doberan Kühlungsborn Bauen für den „drängenden“ Bedarf
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:06 20.10.2017
Entlang des Wustrower Halses erstreckt sich Reriks breitester und schönster Badestrand. Die öffentlichen Toiletten dort waren bisher allerdings nur ein saisonales Provisorium. Das soll sich jetzt ändern. Dort entstehen zwei moderne öffentliche WC-Anlagen. Quelle: Fotos: Lutz Werner
Rerik

Der Fördermittelbescheid liegt auf dem Tisch, der Auftrag wurde vergeben: „Wenn jetzt weiter alles nach Plan läuft, kann im kommenden Frühjahr mit dem Bau der öffentlichen WC-Anlagen in Rerik begonnen werden“, informiert Matthias Hübner, Leiter des Bauamtes im Amt Neubukow-Salzhaff. „Kann endlich begonnen werden“, hätte er auch sagen können. Denn der Bedarf ist groß und die Vorplanungen reichen Jahre zurück – bis 2014.

Im Ostseebad Rerik und im Ortsteil Roggow entstehen fünf neue öffentliche Toiletten

Vorgesehen ist der Bau von fünf neuen Toilettenanlagen. Zwei von ihnen werden in unmittelbarer Strandnähe auf dem Wustrower Hals gebaut. Eine direkt an der Straße – auf Höhe des westlichen Endes des Parkplatzes. Ungefähr dort, wo in der Saison immer der provisorische Toiletten-Container stand. Ein weiteres WC wird an der Düne – kurz vor dem Tor zur Halbinsel Wustrow stehen. Außerdem wird es Toilettenneubauten im Reriker Stadtgebiet am Strandabgang Teufelsschlucht und an der Haff-Promenade auf Höhe Spielplatz geben sowie im dörflichen Ortsteil Roggow.

Rund 493000 Euro wird das Bauvorhaben kosten, 80 Prozent davon bekommt die Kommune Rerik allerdings als Fördermittel vom Land. Den Auftrag zur Errichtung der WC-Anlagen, „der auch die detaillierte Ausführungsplanung einschließt“, bekam die Firma Hering Bau mit Hauptsitz in Burbach in Nordrhein-Westfalen. „Ein Unternehmen, das sich unter anderem auf den Bau von öffentlichen WC-Anlagen spezialisiert hat“, erklärt Bauamtsleiter Hübner. Gebaut werde mit vorgefertigten Modulen, damit die Kapazität der Anlagen je nach Standort ohne großen Aufwand modifiziert werden könne.

Das Ziel sei jetzt – nach Ausführungsplanung und Erschließung – „schnellstmöglicher Baubeginn“, so Matthias Hübner. Optimal wäre es, wenn die neuen Toiletten zum Sommer 2018 betriebsbereit wären, wünscht sich die Leiterin der Kurverwaltung. Sie bleibt aber realistisch: „Wenn nicht, dann müssen wir noch einmal eine Saison mit dem Provisorium auf dem Wustrower Hals leben. Wir wissen dann aber, dass es das letzte Mal sein wird.“

Der Bedarf an neuen, modernen WC-Anlagen sei vor allem auf dem Wustrower Hals – der Landbrücke zwischen Städtchen und Halbinsel – groß, wo es bisher nur saisonal einen Container und einige Dixi-Klos gab. „Der lange und breite Strand von der Seebrücke bis zur Halbinsel Wustrow ist unser schönster und meist besuchter. Vor allem hier muss es endlich eine Qualitätsverbesserung geben“, so Stefanie Quaas. Auch der Standort an der Haff-Promenade auf Höhe Spielplatz sei sehr wichtig, denn dort gebe es immer wieder große Open-Air-Veranstaltungen – vom Osterfeuer bis zum herbstlichen Lichterfest.

„Die weitere Entwicklung des Tourismus in Rerik braucht vor allem höhere Qualität. Dazu gehören auch ausreichend moderne öffentliche Toiletten. Das erwarten die Gäste heute als normalen Standard“, stellt Stefanie Quaas fest. Rerik habe im Jahr rund 65000 Übernachtungsgäste und – nach einer Schätzung – zusätzlich das Zweieinhalbfache an Tagesgästen. Mit dann insgesamt neun öffentlichen Toiletten entlang der Küste und im Städtchen sowie der einen Anlage in Roggow sei das Ostseebad nach der Baumaßnahme dem Bedarf entsprechend gut versorgt.

Lutz Werner

Anzeige