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Eric aus Rerik kommt zurück

Wirtschaft Eric aus Rerik kommt zurück

Touristik-Chefin Miriam Weiss will dem bei ihrem Vorgänger in Ungnade gefallenen Maskottchen eine zweite Chance geben. Nach dem Super-Sommer ist das kleine Ostseebad auf Rekord-Kurs.

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Der lustige Fischer Eric aus Rerik soll als Maskottchen des Ortes zurückkommen.

Rerik — Miriam Weiss kann auf die erste Sommer-Saison als Leiterin der Kurverwaltung im Ostseebad Rerik zurückblicken. Die 35-jährige Tourismus-Wirtin und Event-Managerin hatte ihren ersten Arbeitstag in Reriks Kurverwaltung am 15. April dieses Jahres.

OSTSEE-ZEITUNG: Wie fällt ihre persönliche Bilanz nach den ersten Monaten im neuen Job aus?

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Schon in wenigen Wochen sollen Schilder in modernem Design an den Ortseingängen die Gäste begrüßen. Es gibt mehrere Entwürfe. Miriam Weiss zeigt ihren Favoriten.

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Miriam Weiss: Uneingeschränkt positiv. Rerik hat ein sehr großes touristisches Potenzial, das längst noch nicht ausgeschöpft ist. Neben der wunderschönen Ostsee- und Haff-Landschaft und dem authentischen maritimen Ambiente des Städtchens sind seine Menschen das größte Kapital. Vereine, Ehrenamtler und Privatpersonen bringen sich in einem Maße engagiert in das gesellschaftliche, kulturelle und touristische Leben ein, das ich so noch nicht erlebt habe. Es macht Spaß, hier zu arbeiten.

OZ: Wo steht Rerik nach diesem langen und sonnigen Sommer?

Weiss: Zahlen habe ich noch keine, aber eigene Beobachtungen und Einschätzungen und natürlich die von vielen Vermietern und Gastronomen. Ich denke, wir sind auf Rekord-Kurs. Trotz des holprigen Starts im Frühjahr, als der Winter nicht enden wollte, und des Hochwassers im Frühsommer, das viele Stornierungen brachte. Seitdem die Sonne kontinuierlich schien, war Rerik ausgebucht. Wir hatten 2012 mit 426 000 Übernachtungen ein Rekord-Ergebnis, das wir in diesem Jahr wenigstens einstellen werden, wenn es weiter gut läuft.

OZ: Wo konnten Sie neue Akzente setzen?

Weiss: Das hat gerade erst so richtig begonnen und wird jetzt Fahrt aufnehmen. Wir müssen die touristische Marke „Ostseebad Rerik“ weiter stärken und noch mehr bekannt machen. Schon jetzt haben wir einen überproportional großen Anteil von oft jungen Urlauber-Familien mit Kindern. Und ein sehr faires Preis-Leistungsverhältnis. Das ist ein großer Vorteil, den wir ausbauen müssen.

OZ: Was wollen Sie im Marketing machen?

Weiss: Wir werden beispielsweise Rerik-spezifische Produkte entwickeln, die auch online gekauft werden können. Auch den Eric aus Rerik, das beliebte Maskottchen, das mein Vorgänger verbannt hatte, wird es wieder geben. Nicht als Papp-Kamerad an den Ortseingängen, aber als Logo in Print-Erzeugnissen, als Andenken-Figur und als lebendes Maskottchen, das auf dem Haff-Platz mit Urlaubern spreche soll. Ich habe übrigens im Keller noch einen Eric gefunden. Er steht jetzt in meinem Büro. Ich finde den fröhlichen Fischer sympathisch. Er ist eine Identifikationsfigur mit hohem Wiedererkennungswert.

OZ: Der Eric allein soll es richten?

Weiss: (lacht) Nein, natürlich nicht. Vor allem in die populären, größeren Veranstaltungen muss mehr Pep hineinkommen. Das Hawaiian Sports Festival erlebt 2014 die zehnte Auflage. Da muss es eine richtig große Beachparty geben und als sportlichen Höhepunkt einen gut, vielleicht sogar international besetzten Triathlon. Und für das Theater-Festival auf dem Haff-Platz wünsche ich mir mehr Action, Schaukämpfe und Kanonen-Donner. Ein bisschen Störti eben.

OZ: Wie beurteilen Sie die aktuelle Diskussion um die Zukunft der Halbinsel Wustrow?

Weiss: Die Halbinsel als Deutschlands kleinster Nationalpark — das wäre für uns ein Alleinstellungsmerkmal im Tourismus-Marketing. Aber es sollte nicht die ganze Halbinsel zum Nationalpark erklärt werden. Im vorderen Teil, dort, wo jetzt die Gartenstadt ist, könnte ich mir ein größeres Hotel mit viel Wellness, ein Restaurant, Eis-Café und auch Wohneigentum vorstellen. Ein größeres, modernes Hotel würde die Struktur der Beherbergungsangebote, die vor allem von kleineren Betrieben und Privatvermietern geprägt ist, gut ergänzen. Aber jede Entwicklung auf der Halbinsel Wustrow muss zu unserem sanften Tourismus passen und darf keine unzumutbare Belastung für die schmale Zufahrt über den Wustrower Hals bringen. Jetzt hängt viel vom Eigentümer der schönen Halbinsel, von Anno August Jagdfeld, ab.

Rerik — Zahlen und Fakten

3219 Gästebetten, dazu 550 Camping-Stellplätze und 195 Betten in der Mutter-Kind-Kurklinik gibt es in Rerik. Das kleine Ostseebad hat mit seinen sechs dörflichen Ortsteilen lediglich 2366 Einwohner.

426 000Übernachtungen von Gästen wurden 2012 gezählt. Ein Rekord, der nach diesem Super-Sommer am Ende des Jahres 2013 übertroffen werden könnte — wenn es einen schönen Spätsommer und Herbst gibt.

 

 

Interview von Lutz Werner

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