Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Kühlungsborn Ferien-Domizile: Auch Bürgerinitiative wird bedroht
Mecklenburg Bad Doberan Kühlungsborn Ferien-Domizile: Auch Bürgerinitiative wird bedroht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 26.03.2014
Lothar Wolf

Lothar Wolf, der Sprecher der Bürgerinitiative „Wohnen in Nachbarschaft“, wird auch in einem Schmähbrief bedroht. In genau jenem Brief, den Stadtvertreter Knut Wiek (SPD), der gegen die private Kleinvermietung an Urlauber in Wohngebieten eintritt, am vergangenen Wochenende öffentlich machte und gegen den oder die Verfasser Anzeige erstattete (OZ vom 24. März).

Die Bürgerinitiative, die Wolf vertritt, spricht sich gegen die Ferienvermietung in Kühlungsborns neuen Wohngebieten aus. Wie im „Holmblick“, wo die Auseinandersetzung „Pro und Contra“ besonders heftig ist.

„In dem Brief, den Herr Wiek erhielt, wurde auch ich verunglimpft und bedroht. Die Polizei überließ mit die Entscheidung, ob ich damit auch in die Öffentlichkeit gehen wolle. Dafür habe ich mich jetzt entschieden und zudem bei der Kriminalpolizei in Rostock, die diesen Fall bearbeitet, einen Strafantrag gegen Unbekannt gestellt“, erklärt Wolf.

Der Drohbrief sei unterzeichnet mit „Odessa Berlin“. — „Odessa“ sei die Bezeichnung für eine Organisation, unter der sich mutmaßlich ehemalige SS-Angehörige und andere Vertreter oder Sympathisanten des NS-Regimes kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs zusammengeschlossen hatten, so Wolf.

„Es ist unvorstellbar, in welcher primitiven und zugleich aggressiven Art und Weise (in dem Brief — d. Red) persönliche Beleidigungen, Unterstellungen und Drohungen ausgesprochen werden — gegen Herrn Wiek, aber auch gegen mich als Sprecher der Initiative ,Wohnen in Nachbarschaft‘. Die Behauptung, ich sei in Berlin als Psychopath bekannt, ist noch eine der harmlosen Beleidigungen, weitergehende möchte ich hier gar nicht wiedergeben. Die formulierten Drohungen gegen Herrn Wiek und gegen mich sind geeignet, um um die eigene Sicherheit zu fürchten, aber auch um die Sicherheit der Familie“, erklärt Wolf. Viele OZ-Leser haben mittlerweile den Drohbrief scharf verurteilt und ihre Empörung geäußert. So auch gestern Anngret und Ronald Zimmer: „Dieser Erpressungsversuch ist unfassbar! Soll so die Zukunft in Kühlungsborn aussehen? Der oder die Erpresser haben weder ihrer Sache noch ihren Mitstreitern einen Gefallen getan. Im Gegenteil! Diese Aktion stärkt die klare und weitsichtige Position von Knut Wiek.“



OZ

Anzeige